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EUR/USD, EU0009652759

FRANKFURT - Der Kurs des Euro ist am Montag gestiegen.

05.08.2019 - 13:41:25

Devisen: Euro steigt - Flucht in Sicherheit treibt Yen und Franken. Während es mit der Gemeinschaftswährung nur vergleichsweise leicht nach oben ging, sorgte die anhaltende Flucht in sichere Anlegen beim japanischen Yen und beim Schweizer Franken für deutliche Kursgewinne.

Gegen Mittag stieg der Euro auf ein Tageshoch bei 1,1175 US-Dollar, nachdem er in der vergangenen Nacht noch bei 1,1110 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1106 Dollar festgesetzt.

"Für den Devisenmarkt startet die neue Woche mit nicht kalkulierbaren Unsicherheiten", beschrieb Devisenexpertin Esther Reichelt von der Commerzbank die Lage. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat eine neue Eskalationsstufe erreicht und einmal mehr für erhebliche Kursbewegungen am Devisenmarkt gesorgt. Auslöser war eine vergleichsweise starke Abwertung der chinesischen Währung.

Erstmals seit dem Jahr 2008 kostete ein Dollar wieder mehr als sieben Yuan. Diese Marke galt unter Experten lange Zeit als "rote Linie", die die chinesische Notenbank nicht überschreiten werde. Der Yuan-Kurs bewegt sich nicht gänzlich frei, sondern wird von der Notenbank Chinas beeinflusst. Die Überschreitung der wichtigen Marke kommt nur wenige Tage nach der Ankündigung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump.

Die neue Eskalationstufe verstärkte an den Finanzmärkten die Flucht in Sicherheit. Stark gefragt waren der japanische Yen und der Schweizer Franken, die traditionell als sicher gelten. Für Expertin Reichelt ist es "besonders auffällig, dass der Eurokurs bisher noch nicht unter der erneuten Eskalation des Handelskriegs gelitten hat." Ihrer Einschätzung nach scheint auch der Euro derzeit wieder als "sicherer Währungshafen" gefragt zu sein.

Ein völlig anderes Bild zeigte sich beim britischen Pfund. Im Vormittagshandel fiel der Kurs im Handel mit dem Euro zeitweise bis auf 1,0870 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Sommer 2017. Am Markt wurde auf Medienberichte über mögliche vorgezogene Neuwahlen verwiesen.

@ dpa.de

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