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FRANKFURT - Der Euro ist auch am Donnerstag im Aufwind geblieben.

13.01.2022 - 13:46:26

Devisen: Euro behauptet sich zum US-Dollar auf erhöhtem Niveau. Die Gemeinschaftswährung knüpfte an ihre Vortagesgewinne an und wurde am Mittag bei 1,1467 US-Dollar gehandelt. Im Handelsverlauf war der Euro zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mitte November geklettert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1370 (Dienstag: 1,1336) Dollar festgesetzt.

Der Euro war am Mittwochnachmittag bereits über 1,14 Dollar gestiegen. Als Antrieb verwiesen Börsianer darauf, dass die US-Verbraucherpreise im Dezember nicht noch stärker als gedacht gestiegen waren. Damit kam von dieser Seite aus kein zusätzlicher Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen noch schneller als vom Markt erwartet anzuheben.

Inzwischen seien die Inflationsrisiken ausreichend thematisiert und insbesondere die US-Notenbank werde nicht müde zu betonen, darauf reagieren zu wollen, schrieben die Experten der Landesbank Helaba. Dabei seien nicht nur Leitzinserhöhungen im Gespräch, sondern auch eine Reduzierung der Fed-Bilanz. Diese werde nach Ansicht von Fed-Chef Powell früher und schneller vollzogen als bei der letzten Normalisierung. Aktuell messen Experten vier Zinserhöhungen in den USA bis Ende 2022 eine immer höhere Wahrscheinlichkeit bei.

Im Tagesverlauf blicken die Anleger erneut gen USA. Nachdem die US-Währungshüterin Lael Brainard im November von US-Präsident Joe Biden für das Amt der Vizechefin der Notenbank auserkoren worden war, steht nun die Anhörung zu ihrer Nominierung im US-Senat auf der Agenda. Laut einem vorab verbreiteten Redetext bezeichnete es Brainard aktuell als die "wichtigste Aufgabe" der Fed, die "zu hohe" Inflationsrate wieder unter Kontrolle zu bringen. Viele Menschen im Land seien wegen der schwindenden Kaufkraft besorgt.

Derweil kamen aus Italien positive Konjunkturdaten. Die Industrieunternehmen des Landes hatten ihre Produktion im November deutlich gesteigert. Die Markterwartungen wurden klar übertroffen.

@ dpa.de

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