EUR/USD, EU0009652759

FRANKFURT - Der Euro ist am Montag unter Druck geraten.

29.11.2021 - 17:07:31

Devisen: Euro fällt deutlich unter 1,13 US-Dollar. Nach deutlichen Gewinnen am Freitag fiel die Gemeinschaftswährung zum Wochenstart bis auf 1,1258 Dollar zurück. Sie büßte damit etwa die Hälfte ihrer kräftigen Gewinne vom Freitag ein. Auslöser der starken Kursgewinne vor dem Wochenende war das Auftauchen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. An den Finanzmärkten waren die Anleger in Deckung gegangen und hatten Devisen großer Währungsräume wie den Euro angesteuert, von denen sie sich Sicherheit erhoffen.

Zu Wochenbeginn drehte jedoch die Stimmung. Die Rede war von einer Beruhigung nach der hektischen Aufregung am Freitag. "Nachrichten aus Südafrika, dass der Krankheitsverlauf mit der Omikron-Variante recht mild verläuft, sowie die recht kurze Anpassungszeit bei mRNA-Impfstoffen auf neue Virusvarianten sprechen gegen eine anhaltende Eskalation an den Märkten", kommentierte die Dekabank.

Inflationsdaten aus Deutschland belegten abermals den ungewöhnlich hohen Preisauftrieb, bewegten am Devisenmarkt aber kaum. Im November ist die Teuerung so hoch ausgefallen wie seit 29 Jahren nicht mehr. Bankvolkswirte kommentierten mit gemischten Gefühlen: Einerseits wird erwartet, dass sich die Inflation im kommenden Jahr wieder zurückbildet, da sie nicht zuletzt auf Corona-Sondereffekten basiert. Andererseits gehen viele Fachleute nicht davon aus, dass die Teuerung wieder das niedrige Niveau von vor der Pandemie erreichen wird.

Deutliche Kursverluste verbuchte einmal mehr die türkische Lira. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bekräftigte seine Abneigung gegen ein straffe Geldpolitik. Seine Ansichten zu Zinsen und Inflation seien unverändert, erklärte er. Erdogan ist entgegen der herrschenden ökonomischen Lehre der Meinung, dass hohe Zinsen die Inflation anfachen anstatt sie zu dämpfen. Entsprechend befindet sich die türkische Notenbank trotz hoher Inflationsraten auf Zinssenkungskurs. Internationale Anleger verlieren deshalb zunehmend den Glauben in die Unabhängigkeit der Zentralbank und ziehen ihr Geld ab.

Der Euro-Referenzkurs konnte aus technischen Gründen zunächst nicht ermittelt werden. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1787 Dollar gehandelt. Das war etwa ein Dollar weniger als am Freitag.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Devisen: Euro knapp über tiefstem Stand seit Mitte 2020. Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA gaben der Gemeinschaftswährung letztlich keine klare Richtung. Der Eurokurs erreichte am Vormittag zunächst ein weiteres Tief seit Mitte 2020, erholte sich dann aber wieder. Zuletzt notierte der Euro bei 1,1161 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1138 (Donnerstag: 1,1160) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8978 (0,8961) Euro. FRANKFURT - Der Euro hat sich am Freitag gegenüber dem US-Dollar recht stabil gehalten. (Boerse, 28.01.2022 - 17:07) weiterlesen...

Devisen: Euro erneut auf Tief seit Mitte 2020 - Australischer Dollar unter Druck. Die Gemeinschaftswährung kostete am Mittag im Tief 1,1122 US-Dollar damit so wenig wie letztmalig Mitte 2020. Der amerikanische Dollar legte dagegen auf breiter Front zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1160 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro ist am Freitag nach einer kurzen Erholung wieder unter Druck geraten. (Boerse, 28.01.2022 - 13:03) weiterlesen...

Devisen: Euro fällt erneut auf Tief seit Mitte 2020. Die Gemeinschaftswährung erreichte den tiefsten Stand seit Mitte 2020 und notierte zuletzt bei 1,1129 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1160 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro ist am Freitag nach einer kurzen Erholungsphase wieder unter Druck geraten. (Boerse, 28.01.2022 - 10:34) weiterlesen...

Devisen: Euro erholt sich etwas. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1155 US-Dollar. Am Donnerstag war sie aufgrund der Aussicht auf steigende US-Zinsen mit 1,1132 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte 2020 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1160 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro hat sich am Freitag etwas von seinen jüngsten Kursverlusten erholt. (Boerse, 28.01.2022 - 07:33) weiterlesen...

Devisen: Euro fällt auf tiefsten Stand seit Mitte 2020. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,1152 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2020. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1277 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro hat am Donnerstag mit deutlichen Verlusten auf die Aussicht rascher Zinserhöhungen in den USA reagiert. (Boerse, 27.01.2022 - 17:15) weiterlesen...

Devisen: Euro fällt nach US-Zinsentscheid unter 1,12 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung fiel unter 1,12 US-Dollar und notierte am Vormittag bei 1,1199 Dollar. Dies ist das tiefste Niveau seit rund zwei Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1277 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro hat am Donnerstag mit weiteren Verlusten auf die Aussicht auf rasche Zinserhöhungen in den USA reagiert. (Boerse, 27.01.2022 - 10:13) weiterlesen...