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FRANKFURT - Der Euro hat am Montag zeitweise Verluste bis zum späten Nachmittag ausgeglichen.

12.08.2019 - 17:08:25

Devisen: Euro holt Verluste auf - Argentiniens Währung bricht ein. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1220 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Zwischenzeitlich war ein Euro einen halben Cent weniger wert gewesen. Der argentinische Peso brach unterdessen wegen der Aussicht auf einen Präsidentschaftswechsel ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,1194 (Freitag: 1,1198) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8933 (0,8930) Euro.

Am Vormittag war der Eurokurs zwischenzeitlich bis auf 1,1162 Dollar gefallen. Händler nannten vor allem technische Faktoren als Gründe. Einige Marktteilnehmer führten die Euro-Verluste auf eine Kursbewegung zwischen Euro und britischem Pfund zurück. Nennenswerte Konjunkturdaten, die die Kurse hätten bewegen können, wurden dagegen nicht veröffentlicht.

Das britische Pfund wiederum war in der Nacht auf Montag zum Euro auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Zum amerikanischen Dollar wurde der niedrigste Wert seit Anfang 2017 erreicht. Wichtigster Grund für den Sinkflug des Pfundes sind Befürchtungen, Großbritannien könnte im Oktober aus der Europäischen Union ohne Austrittsabkommen ausscheiden. Hinzu kommt eine schwache Verfassung der britischen Wirtschaft.

Eingebrochen ist zu Wochenbeginn der argentinische Peso. Gegenüber dem US-Dollar verlor er knapp ein Viertel seines Werts und fiel auf ein Rekordtief von knapp 62 Peso je Dollar. Die Preise für Ausfallversicherungen auf argentinische Staatsanleihen stiegen deutlich an. Auslöser der Marktturbulenzen war die Aussicht auf eine neue Präsidentschaft. In den Vorwahlen triumphierte Alberto Fernandez, der frühere Kabinettschef der ehemaligen Präsidentin Cristina Kirchner. Der amtierende Präsident Mauricio Macri erhielt deutlich weniger Stimmen.

Kirchner, die sich an der Seite von Fernandez um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt, hat ein ausgesprochen angespanntes Verhältnis zu ausländischen Investoren. In ihre Amtszeit fällt der Kampf gegen Anleihebesitzer, die sich nicht an staatlichen Umschuldungen beteiligen wollten. Außerdem wird mit Kirchners Präsidentschaft der wirtschaftliche Niedergang des Landes in Verbindung gebracht. Ihrem liberalen Nachfolger Macri ist es bisher jedoch nicht gelungen, Argentinien aus dem wirtschaftlichen Tal zu führen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92615 (0,92820) britische Pfund, 117,69 (118,51) japanische Yen und 1,0876 (1,0897) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1504 Dollar gehandelt. Das waren rund sieben Dollar mehr als am Freitag.

@ dpa.de

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