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EUR/USD, EU0009652759

FRANKFURT - Der Euro hat am Mittwoch nachgegeben und ist in Richtung 1,11 US-Dollar gefallen.

08.01.2020 - 17:02:24

Devisen: Eurokurs fällt in Richtung 1,11 US-Dollar. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1120 Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Der Dollar legte dagegen zu, nicht nur gegenüber dem Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1115 (Dienstag: 1,1172) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8997 (0,8951) Euro.

Belastet wurde der Euro durch schwache Auftragsdaten aus der deutschen Industrie. Im November gingen die Aufträge an den für die deutsche Wirtschaft wichtigen Sektor deutlich zurück. Insbesondere aus dem außereuropäischen Ausland kamen weniger Bestellungen. Bankvolkswirte zeigten sich enttäuscht und sprachen von einer anhaltenden Industrieschwäche. Der amerikanische Dollar erhielt Rückenwind durch solide Daten vom US-Arbeitsmarkt. Der Euro wurde dadurch zusätzlich belastet.

Der Vergeltungsschlag des Iran auf militärische US-Stützpunkte im Irak machte sich am Devisenmarkt allenfalls kurzzeitig bemerkbar. Der Raketenangriff war eine Antwort auf die Tötung des hochrangigen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA in der vergangenen Woche. Zwar dürften die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran anhalten, kommentierte Chefinvestor Mark Haefele von der Schweizer Großbank UBS. Es sei aber nicht von einer ernsthaften Eskalation auszugehen, da weder die USA noch der Iran Interesse an einem größeren militärischen Konflikt hätten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84868 (0,85183) britische Pfund, 120,86 (121,15) japanische Yen und 1,0792 (1,0850) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1573 Dollar gehandelt. Das war etwa ein Dollar weniger als am Vortag.

@ dpa.de

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