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ZhongDe Waste Technology AG, DE000ZDWT018

ZhongDe Waste Technology AG, DE000ZDWT018

06.09.2019 - 15:19:44

ZhongDe Waste Technology AG: Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 WpHG

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DGAP-News: ZhongDe Waste Technology AG / Schlagwort(e): Sonstiges

ZhongDe Waste Technology AG: Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1

WpHG

06.09.2019 / 15:17

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

ZhongDe Waste Technology AG

Frankfurt am Main

Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 WpHG

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat festgestellt, dass der

Konzernabschluss zum Abschlussstichtag 31.12.2016 und der zusammengefasste

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der ZhongDe Waste Technology AG,

Frankfurt am Main fehlerhaft sind:

I. Konzernabschluss und zusammengefasster Lagebericht

1. In der Konzernbilanz wurde keine Forderung gegen den Erwerber der Anteile

des früheren Tochterunternehmens ChungHua Environmental Protection Assets

(Holdings) Group Ltd. in Höhe von 110,7 Mio. EUR angesetzt, obwohl die

Anteile am 28. Dezember 2016 auf den Erwerber übertragen wurden, dieser

jedoch den noch ausstehenden Teil des Kaufpreises in Höhe von 110,7 Mio. EUR

noch nicht in Euro auf ein Bankkonto der ZhongDe Waste Technology AG in

Deutschland gezahlt hatte. Zudem wurde keine Verbindlichkeit in Höhe 110,7

Mio. EUR gegenüber einem nicht am Anteilskauf beteiligten Unternehmen

angesetzt, das Zahlungen in dieser Höhe auf ein Bankkonto des ZhongDe

Konzerns in China leistete, obwohl weder eine vertragliche Beziehung bestand

noch der Zweck der Zahlung aus den Zahlungsbelegen hervorging und der

ZhongDe Waste Technology AG darüber hinaus zum Zeitpunkt der Aufstellung des

Konzernabschlusses auch nicht bekannt war, in welcher Beziehung dieses

Unternehmen zum Erwerber der Anteile des früheren Tochterunternehmens stand

und folglich von einer Rückzahlungspflicht auszugehen war. Dies verstößt

gegen IAS 39.14, IAS 39.17(a) und IAS 39.39 analog, wonach finanzielle

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz anzusetzen sind und erst

dann ausgebucht werden dürfen, wenn die jeweiligen Rechte und Pflichten

durch Erfüllung erloschen sind.

2. Die Werthaltigkeit der Vorauszahlungen an Rohstofflieferanten in Höhe von

121,0 Mio. EUR oder 79,3 % der Konzernbilanzsumme konnte nicht nachgewiesen

werden. Im Konzernanhang wird in Angabe 19 zu den Vorauszahlungen auf

Rohstoffe die Aussage getroffen, dass das Kreditrisiko der Handelspartner

vom Vorstand als gering eingeschätzt werde. Diese Aussage basiert auf einer

auf den 14. November 2016 datierenden allgemeinen Einschätzung des

Kreditrisikos der Handelspartner. Allein daraus ist jedoch nicht

nachvollziehbar, dass bei der Aufstellung des Konzernabschlusses für das

Geschäftsjahr 2016 am 18. Mai 2018 trotz der noch nicht erfüllten und auch

noch nicht rückabgewickelten Rohstofflieferverträge von der Werthaltigkeit

der Vorauszahlungen ausgegangen werden konnte. Dies verstößt gegen § 238

Abs. 1 HGB, wonach die Buchführung so beschaffen sein muss, dass sie einem

sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über

die Geschäftsvorfälle und die Lage des Unternehmens vermitteln kann.

3. Im zusammengefassten Lagebericht werden in der Analyse der Vermögens- und

Finanzlage Vorauszahlungen an Rohstofflieferanten in Höhe von 121,0 Mio.

EUR, die 79,3 % der Konzernbilanzsumme ausmachen, lediglich erwähnt, aber es

wird nicht erläutert, auf welche Art von Rohstoffen die Vorauszahlungen

geleistet wurden und in welcher Weise sowie in welchem Zeitraum daraus

zukünftig Nutzenzuflüsse generiert werden sollten. Die unterlassene

Erläuterung der Vorauszahlungen verstößt gegen § 315 Abs. 1 Satz 1 und 2

HGB, wonach die Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns

eine umfassende Analyse zu enthalten hat, die dem Umfang und der Komplexität

der Geschäftstätigkeit entspricht.

4. Im Konzernanhang wird unter den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag

berichtet, dass keine zu berücksichtigenden oder wesentliche andere

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten seien, obwohl die

Gesellschaft bis zu Aufstellung des Konzernabschlusses das geplante

Rohstoffhandelsgeschäft bereits wieder eingestellt hatte, die

Rohstofflieferverträge gekündigt hatte und mit den Rohstofflieferanten zudem

Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Rückabwicklung der geleisteten

Vorauszahlungen bestanden. Die Lieferanten erklärten sich zur Rückzahlung

der Vorauszahlungen nur bereit, wenn die Rohstofflieferverträge aufgrund

schwankender Rohstoffpreise nicht erfüllt werden können, ohne jedoch diese

Bedingung näher zu konkretisieren. Dies verstößt gegen IAS 10.21 i.V.m IAS

10.7, wonach über die Art und die finanziellen Auswirkungen von bedeutenden

Ereignissen zu berichten ist, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des

Abschlusses eingetreten sind.

5. Im Konzernanhang werden als Empfänger der Vorauszahlungen für Rohstoffe

die Subunternehmer genannt, deren Beauftragung bislang darin bestand, für

den ZhongDe Konzern Müllverbrennungsanlagen herzustellen. Aus der

Darstellung ist nicht erkennbar, ob ein Zusammenhang von Rohstoffhandel und

Müllverbrennungsanlagen besteht und welche Verantwortlichkeiten und damit

verbundene Risiken die Subunternehmer und der ZhongDe Konzern jeweils

übernehmen. Dies verstößt gegen IAS 1.17(b), wonach Informationen in einer

Weise darzustellen sind, dass sie verständlich sind.

II. Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht

1. In der Bilanz wurde unter dem Posten Forderungen gegen verbundene

Unternehmen eine Forderung gegen die Tochtergesellschaft ZhongDe (China)

Environmental Protection Co., Ltd. in Höhe von 110,7 Mio. EUR aus dem

Verkauf der Anteile an der ChungHua angesetzt, obwohl die Kaufpreisforderung

nicht gegen die ZhongDe (China), sondern weiterhin gegen den Erwerber der

Anteile der ChungHua bestand. Dieser war vertraglich verpflichtet, den noch

ausstehenden Kaufpreis auf ein Bankkonto der ZhongDe Waste Technology AG in

Deutschland zu zahlen, was bis zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgt war. Zu

den Zahlungen von umgerechnet 110,7 Mio. EUR, die ein nicht am Anteilskauf

beteiligtes Unternehmen auf ein Bankkonto der ZhongDe (China) in China

leistete, waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zudem

weder der Zweck noch eine daraus abgeleitete Forderung der ZhongDe Waste

Technology AG gegen ihre Tochtergesellschaft ZhongDe (China) nachgewiesen.

Dies verstößt gegen § 246 Abs. 1 Satz 1 HGB, wonach der Jahresabschluss die

tatsächlich bestehenden Vermögensgegenstände zu enthalten hat.

2. Im zusammengefassten Lagebericht wird im Abschnitt zu den besonderen

Risiken der ZhongDe Waste Technology AG berichtet, dass aus dem Verkauf des

ChungHua-Teilkonzerns erhebliche Forderungen gegen die Tochtergesellschaft

ZhongDe (China) entstanden seien und dass diese abzuschreiben seien, sofern

die Tochtergesellschaft den Betrag nicht entrichten könne. Zum

Bilanzstichtag bestand jedoch nach dem Verkaufsvertrag weiterhin eine

Forderung gegen den Erwerber des ChungHua-Teilkonzerns auf Zahlung des

Euro-Gegenwerts von 810 Mio. RMB und keine Forderung gegen die

Tochtergesellschaft ZhongDe (China). Diese Darstellung im Lagebericht

verstößt gegen § 289 Abs. 1 Satz 1 und Satz 4 HGB, wonach der

Geschäftsverlauf und die Lage der Kapitalgesellschaft so darzustellen sind,

dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird

und in Bezug auf die voraussichtliche Entwicklung die zum Bilanzstichtag

tatsächlich bestehenden Risiken zu beurteilen und zu erläutern sind.

3. Im Anhang wurde nicht angegeben, dass der Erwerber der Anteile der

ChungHua nicht seiner vertraglichen Pflicht nachgekommen war, den

ausstehenden Kaufpreis im Euro-Gegenwert von 810 Mio. EUR bis zum 30. Juni

2017 auf ein Bankkonto der ZhongDe Waste Technology AG in Deutschland zu

zahlen. Dies verstößt gegen § 285 Nr. 33 HGB, wonach Vorgänge von besonderer

Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, nach ihrer Art und

ihren finanziellen Auswirkungen anzugeben sind.

4. In der Bilanz werden unter dem Posten Anteile an verbundenen Unternehmen

sämtliche Anteile der ZhongDe (China) mit einem Buchwert von 11,0 Mio. EUR

ausgewiesen. Die Werthaltigkeit dieser Anteile wurde von der ZhongDe Waste

Technology AG anhand einer Discounted Cashflow-Methode beurteilt, wobei die

zugrunde gelegten Cashflows und die Bestimmung des angewandten

Abzinsungssatzes nicht in einer Weise dokumentiert wurden, dass ein Dritter

die Plausibilität der Annahmen und Parameter nachvollziehen kann. Dies

verstößt gegen § 238 Abs. 1 HGB, wonach die Buchführung so beschaffen sein

muss, dass sie einem Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick

über die Geschäftsvorfälle und die Lage eines Unternehmens vermitteln kann.

Frankfurt am Main, den 06.09.2019

ZhongDe Waste Technology AG

Der Vorstand

06.09.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: ZhongDe Waste Technology AG

Barckhausstraße 1

60325 Frankfurt

Deutschland

Telefon: + 49 69 50956 5656

Fax: + 49 69 50956 5520

Internet: www.zhongde-ag.de

ISIN: DE000ZDWT018

WKN: ZDWT01

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870041 06.09.2019

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