W?stenrot & W?rttembergische AG, DE0008051004

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12.11.2021 - 08:48:03

W&W-Gruppe nach neun Monaten 2021 voll auf Kurs

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DGAP-News: Wüstenrot & Württembergische AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen

12.11.2021 / 08:42

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

- Konzernüberschuss mit 236,9 Millionen Euro um 39 Prozent über dem Wert im

Vorjahreszeitraum.

- Belastungen aus Elementarschäden durch Sommer-Unwetter.

- Vorsichtige Risikostrategie mit vorausschauender Rückversicherungsquote

hat sich auch bei Unwetterschäden bewährt.

- Weiterhin positive Vertriebs- und Beitragsentwicklung trotz

Corona-Einschränkungen.

- Neugeschäft bei der Immobilienfinanzierung nimmt um mehr als 9 Prozent zu.

- Digitalversicherer Adam Riese wächst weiterhin über den Erwartungen.

- Prognose für Konzernüberschuss im Gesamtjahr 2021 bestätigt.

- W&W-Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: "W&W ist nicht nur im Markt

und bei den Kunden immer erfolgreicher, sondern erweist sich auch als

nochmals wetterfester und widerstandsfähiger."

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat auch im dritten Quartal

dieses Geschäftsjahres ihren Wachstumskurs trotz teilweise schwieriger

Rahmenbedingungen fortgesetzt und liegt nach neun Monaten voll auf Kurs,

ihre ambitionierten Jahresziele zu erreichen. Der Konzernüberschuss erhöhte

sich von Januar bis September gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von

170,4 Millionen Euro um 39 Prozent auf 236,9 Millionen Euro. Das dritte

Quartal war dabei, wie bereits mitgeteilt, durch hohe Schadenaufwendungen

als Folge der schweren Überflutungen in Teilen Deutschlands beeinflusst.

Dabei bewährte sich die vorsichtige Risikostrategie der W&W mit ihrer

vorausschauenden Rückversicherungspolitik. Die Ergebnisbelastung aus den

Schäden konnte damit stark begrenzt werden. Im Neugeschäft verzeichnet die

W&W-Gruppe - trotz der Corona-bedingten Einschränkungen - unverändert

Zuwächse sowohl in der Baufinanzierung als auch bei den Versicherungen. Vor

diesem Hintergrund erwartet die W&W-Gruppe nach wie vor einen

Konzernüberschuss in der Spanne von 280 bis 330 Millionen Euro.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: "Unser Aufbruch vor fünf

Jahren, die umfangreiche Erneuerung und unsere straffe Digitalisierung: Dies

alles, verbunden mit dem klaren Blick auf die Wünsche unserer Kundinnen und

Kunden, zeigt deutliche Erfolge. Der bisherige Jahresverlauf unterstreicht,

dass die W&W-Gruppe nicht nur Kunden und Marktanteile gewinnt, sondern

zugleich nochmals deutlich wetterfester und widerstandsfähiger geworden ist.

So können wir die Belastungen aus den schweren Sturm- und Flutschäden in den

Monaten Juni und Juli schon in diesem Jahr bilanziell verarbeiten und

dennoch unser Ergebnis deutlich verbessern. Nicht zuletzt aufgrund unserer

vorsichtigen Risikostrategie und der damit verzahnten

Rückversicherungspolitik sind wir in der Lage, die Belastungen gut zu

verarbeiten. Wir arbeiten unverändert mit Hochdruck daran, unseren

Versicherten in dieser Katastrophe schnell und unbürokratisch zu helfen. Das

ist uns mit Blick auf unsere Kundschaft und deren existenzielle Sorgen sehr

wichtig. Gerade in solchen Situationen zeigt sich, dass wir für unsere

Kundinnen und Kunden da sind, wenn sie uns brauchen. Trotz der Belastungen

erwarten wir 2021 für die W&W-Gruppe ein weiteres erfolgreiches

Geschäftsjahr, in dem wir unseren Wandel und den Aufbruch in die digitale

Zukunft weiter vorantreiben. Zugleich tun wir gut daran, mit Blick auf die

weiterhin bestehenden externen Risiken vorsichtig und wachsam zu bleiben."

Neugeschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2021

Die W&W-Gruppe verbuchte in den ersten neun Monaten 2021 teilweise sehr

deutliche Zuwächse im Neugeschäft. So stiegen in der Personenversicherung

die Bruttobeiträge um 9,4 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro

(Vorjahreszeitraum: 1,73 Milliarden Euro), wozu sowohl Leben- als auch

Krankenversicherung beitrugen. Die Schaden- und Unfallversicherung

verzeichnete einen Anstieg der Bruttobeiträge um 6,6 Prozent auf 1,84

Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 1,73 Milliarden Euro), was vor allem auf

die Segmente Firmenkunden und Privatkunden zurückzuführen ist.

Während im Kfz-Segment die Schadenaufwendungen gegenüber dem Vorjahreswert

stabil blieben, ergaben sich bei Privat- und Firmenkunden deutliche

Steigerungen. Die Brutto-Aufwendungen aus Elementarschäden aus der Sturm-

und Flutkatastrophe vom Sommer bewegen sich dabei im mittleren dreistelligen

Millionenbereich. Die Ergebnisauswirkung wurde jedoch durch entsprechende

Rückversicherungen stark begrenzt, so dass sich die Netto-Schadenquote nur

leicht auf 63,0 Prozent erhöhte (Vorjahreszeitraum: 60,6 Prozent). Die

Kosten-Aufwands-Relation (Combined Ratio) in der Schaden-/Unfallversicherung

betrug 88,8 Prozent (Vorjahreszeitraum: 85,1 Prozent).

Weiterhin über den Erwartungen entwickelt sich der Digitalversicherer Adam

Riese, der vier Jahre nach dem Start Ende 2017 mittlerweile rund 220.000

Kundinnen und Kunden betreut, und zwar nahezu ausschließlich Neukunden. Nach

dem erfolgreichen Aufbau wurde Adam Riese nun plangemäß in den Vertrieb der

Württembergischen Versicherung AG und in das Geschäftsfeld Versichern

integriert. Damit wird zusätzliche digitale Erfahrung und Expertise in die

gesamte W&W-Gruppe gelenkt.

Wachstum wurde auch in der Baufinanzierung erreicht. Das Neugeschäft

(inklusive der Vermittlungen ins Fremdbuch) stieg um 8,2 Prozent auf 5,38

Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 4,97 Milliarden Euro). Das Marktumfeld

ist dabei unverändert von einer hohen Nachfrage nach privaten

Baufinanzierungen geprägt. Von Januar bis September 2021 betrug im Bausparen

das Netto-Neugeschäft (eingelöstes Neugeschäft) 7,28 Milliarden Euro nach

7,55 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum (-3,7 Prozent) und entwickelte

sich damit ebenfalls marktüberdurchschnittlich. Zudem konnte die

erfolgreiche Entwicklung der Immobilienaktivitäten durch die Wüstenrot Haus

und Städtebau und die Wüstenrot Immobilien fortgesetzt werden.

brandpool stellt sich breiter auf

Die W&W brandpool GmbH, die neue digitale Geschäftsmodelle der W&W-Gruppe

bündelt, übernahm im dritten Quartal eine Minderheitsbeteiligung an dem

Hamburger Immobilien-Proptech Immomio, das eine digitale End-to-End-Lösung

für den Vermietungsprozess entwickelt hat. Von der Vermarktung über das

Interessentenmanagement bis hin zum digitalen Mietvertrag bietet das

Unternehmen einen durchgängig digitalen Arbeitsablauf. Immomio-Kunden

verwalten rund 800.000 Wohneinheiten in ganz Deutschland. Der Einstieg

eröffnet der W&W-Gruppe neue Potenziale im Bereich Wohnen und

Versicherungsleistungen.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2021

Ungeachtet der Schadenbelastung aus den Unwettern vom Sommer geht die

W&W-Gruppe für das Gesamtjahr 2021 weiterhin davon aus, die prognostizierte

Ergebnis-Spanne von 280 bis 330 Millionen Euro zu erreichen (2020: 210,8

Millionen Euro). Vorausgesetzt wird, dass es im weiteren Jahresverlauf weder

zu weiteren wesentlichen Beeinträchtigungen durch die COVID-19-Pandemie noch

zu Kapitalmarktverwerfungen oder großen Schadenereignissen kommt.

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