RHÖN-KLINIKUM AG, DE0007042301

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14.09.2018 - 10:07:43

RHÖN-KLINIKUM AG: Marburger Ionenstrahl-Therapie Betriebs-Gesellschaft des Universitätsklinikums Heidelberg mbH stellt Insolvenzantrag

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RHÖN-KLINIKUM AG: Marburger Ionenstrahl-Therapie Betriebs-Gesellschaft des

Universitätsklinikums Heidelberg mbH (MIT) stellt Insolvenzantrag

14.09.2018 / 10:04

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Bad Neustadt a. d. Saale | 14.September 2018

Corporate News

Marburger Ionenstrahl-Therapie Betriebs-Gesellschaft des

Universitätsklinikums Heidelberg mbH (MIT) stellt Insolvenzantrag

* Geschäftsführung der Marburger Ionenstrahl-Therapie

Betriebs-Gesellschaft des Universitätsklinikums Heidelberg mbH (MIT)

stellt Insolvenzantrag in Eigenverwaltung

* Unverständnis und Bedauern auf Seiten des Minderheitsgesellschafters

RHÖN-KLINIKUM AG aufgrund der bis dato anderslautenden Berichterstattung

der Geschäftsführung

* RHÖN-KLINIKUM AG fordert den alleinigen Geschäftsbetreiber

Universitätsklinikum Heidelberg auf, die laufende Patientenversorgung

sicherzustellen

* Insolvenzantrag der MIT GmbH hat auf das Finanzergebnis sowie den

Umsatz- und Ergebnisausblick der RHÖN-KLINIKUM AG für 2018 und

Folgejahre keine Auswirkung

Die RHÖN-KLINIKUM AG wurde darüber informiert, dass der Geschäftsführer des

Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrums (MIT) einen Insolvenz- und

Eigenverwaltungsantrag für das MIT beim Amtsgericht Heidelberg gestellt hat.

Das Amtsgericht Heidelberg hat nach den vorliegenden Informationen die

vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Wir bedauern diese für uns

überraschende Entscheidung. Vor dem Hintergrund der bis dato anderslautenden

Informationen, die wir nur Wochen zuvor von der Heidelberger

Geschäftsführung des MIT erhalten haben, können wir als

Minderheitsgesellschafter den Eintritt der Insolvenz nicht nachvollziehen.

Die RHÖN-KLINIKUM AG sieht in der raschen Gewährleistung der Fortführung der

Patientenbehandlung die oberste Priorität und appelliert daher an die

Geschäftsführung des MIT und an das Universitätsklinikum Heidelberg,

entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Die Marburger Ionenstrahl-Therapie Betriebs-Gesellschaft mbH wurde 2014 als

Tochterunternehmen des Universitätsklinikums Heidelberg (75,1 Prozent) und

der RHÖN-KLINIKUM AG (24,9 Prozent) gegründet. Die Verantwortung für den

Geschäftsbetrieb der Partikeltherapieanlage liegt bei der Geschäftsführung

der MIT GmbH und beim Mehrheitsgesellschafter Universitätsklinikum

Heidelberg, darunter der Ärztliche Direktor und der

wissenschaftlich-technische Direktor des Heidelberger Ionenstrahl-Zentrums

HIT. Die RHÖN-KLINIKUM AG hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft der

Gesellschaft, allerdings hat sie kontinuierlich einen Großteil des

Patientenstroms in die Gesellschaft eingebracht.

Im laufenden Jahr wurden bis dato 186 Patienten behandelt, hiervon wies die

Universitätsklinik Gießen und Marburg GmbH 143 Patienten, der

Mehrheitsgesellschafter Universitätsklinikum Heidelberg 40 Patienten zu.

Weitere drei Patienten wurden über andere Kliniken zugewiesen. Seit Juni

2018 hat das Universitätsklinikum Heidelberg von insgesamt 70 Patienten dem

MIT drei Patienten (rund. 4 Prozent) zugewiesen.

Die medizinische Versorgung der Patienten an der Partikeltherapieanlage in

Marburg erfolgt durch das Universitätsklinikum Heidelberg, das auch

Vertragspartner der Krankenkassen ist. Seit der Betriebsaufnahme konnten am

Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum rund 640 Patienten behandelt werden.

2017 wurde bei insgesamt 284 Patienten mit einer Bestrahlung begonnen. Die

Anlage wurde 2007 und 2008 von der Siemens AG errichtet.

Dr. Gunther K. Weiß, Mitglied des Vorstands der RHÖN-KLINIKUM AG und

Vorsitzender der Geschäftsführung der Universitätsklinikum Gießen und

Marburg GmbH sagt: "Wir haben an den beiden Standorten des

Universitätsklinikums Gießen und Marburg hochmoderne Kliniken für

Strahlentherapie. Dennoch haben wir von Beginn der Patientenbestrahlung im

Jahr 2015 an im Rahmen unserer eingeschränkten Möglichkeiten als

Minderheitsgesellschafter fortlaufend sehr große Anstrengungen unternommen,

die Anzahl der am Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum behandelten

Patienten beim Vorliegen der entsprechenden Diagnosen weiter zu steigern.

Hierbei hat sich insbesondere Frau Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic,

Direktorin der Klinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Gießen

und Marburg (UKGM), zusammen mit ihrem Team große Verdienste um das MIT

erworben. Zudem haben wir als Ausdruck unseres guten Willens freiwillig im

Juni 2017 nicht nur auf Zins- und Tilgungsleistungen aus unseren

umfangreichen Darlehen bis zu einer Verbesserung der Ertragslage der MIT

verzichtet, sondern auch die bereits vereinnahmten Zinserträge an die MIT

zurückerstattet."

Die Geschäftsführung der MIT GmbH hat ihre Entscheidung für den

Insolvenzantrag u. a. mit dem verschärften Wettbewerb durch die Entwicklung

neuer und alternativer Therapiemethoden und durch den Bau deutlich

günstigerer Anlagen im In- und Ausland und begründet.

Die RHÖN-KLINIKUM AG wird konstruktiv mit der MIT und dem vorläufigen

Sachwalter zusammenarbeiten, um im Rahmen des jetzt eingeleiteten

Insolvenzverfahrens eine bestmögliche Lösung für die Patienten, aber auch

für die Mitarbeiter der MIT zu erzielen. Bei den Mitarbeitern des MIT

handelt es sich nicht um Angestellte der RHÖN-KLINIKUM AG oder des UKGM.

Ausblick

Aufgrund der bereits in den Vorjahren getroffenen Risikovorsorge ergeben

sich keinerlei Auswirkungen auf das Finanzergebnis sowie auf die Umsatz- und

EBITDA-Ziele der RHÖN-KLINIKUM AG. Für das laufende Geschäftsjahr 2018

bestätigen wir daher unverändert unsere bisherige Prognose. Erwartet wird

ein Umsatz in Höhe von 1,24 Mrd. Euro in einer Bandbreite von jeweils 5 %

nach oben bzw. nach unten aus. Zu berücksichtigen sind belastende

regulatorische Eingriffe des Gesetzgebers, wie etwa eine geringere Vergütung

für sachkostenintensive Leistungen, insbesondere im Bereich der Herzmedizin,

oder der Fixkostendegressionsabschlag für Mehrleistungen. Für das Ergebnis

vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir in 2018 mit

einem gegenüber 2017 deutlich höheren Wert zwischen 117,5 Mio. Euro und

127,5 Mio. Euro - neben anderen Effekten positiv beeinflusst durch die

Einigung über die Trennungsrechnung am UKGM.

Die RHÖNKLINIKUM AG zählt zu den größten Gesundheitsdienstleistern in

Deutschland. Der Klinikkonzern bietet exzellente Medizin mit direkter

Anbindung zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. An den fünf

Standorten Zentralklinik Bad Berka, Campus Bad Neustadt, Klinikum Frankfurt

(Oder), Universitätsklinikum Gießen und Universitätsklinikum Marburg (UKGM)

werden jährlich mehr als 830.000 Patienten behandelt. Rund 16.700

Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Mit dem RHÖN-Campus-Konzept setzt das

Unternehmen derzeit ein neuartiges und zukunftsweisendes Projekt um, das die

sektorenübergreifende medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten auf ein

neues Exzellenzniveau hebt und sich an den wachsenden Bedürfnissen der

Patienten orientiert. www.rhoen-klinikum-ag.com

Kontakt:

RHÖN-KLINIKUM AG | Leitung Fachbereich Unternehmenskommunikation und

Marketing

Elke Pfeifer

T. +49 9771 65-1327 | elke.pfeifer@rhoen-klinikum-ag.com

RHÖN-KLINIKUM AG

Unternehmenskommunikation

T. +49 9771 65-1327 | kommunikation@rhoen-klinikum-ag.com

RHÖN-KLINIKUM AG | Leitung Investor Relations

Julian Schmitt

T. + 49 9771 65-1536 | julian.schmitt@rhoen-klinikum-ag.com

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Salzburger Leite 1

97616 Bad Neustadt a.d.Saale

Deutschland

Telefon: +49 (0)9771 - 65-0

Fax: +49 (0)9771 - 97 467

E-Mail: rka@rhoen-klinikum-ag.com

Internet: www.rhoen-klinikum-ag.com

ISIN: DE0007042301

WKN: 704230

Indizes: SDAX

Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard),

München; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg,

Stuttgart, Tradegate Exchange

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