mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, DE0006656101

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22.09.2022 - 09:04:58

EQS-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG: Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand

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EQS-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG: Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai

Jordan, Vorstand

22.09.2022 / 09:00 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Sie dreht sich immer schneller

Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb

Wertpapierhandelsbank AG

Europa und als Leader-Nation Deutschland schienen Anfang 2022 die große

Corona-Krise überwunden zu haben, als Wladimir Putin am 24. Februar

entschied die Welt in eine neue Krise zu stürzen. Russland marschierte in

die Ukraine ein und versuchte schnellstmöglich bis Kiew vorzurücken, um

seine Ansprüche als Weltmacht deutlich zu machen - gegenüber Europa und auch

den USA. Das Ziel: Putins Russland wird sich nicht auf eine kleine

Regionalmacht reduzieren lassen. Von Anfang an reagierte Europa und die USA

mit Sanktionen gegen Putin, und versuchte mit Waffenlieferungen die Ukraine

zu unterstützen. Was auch nachweislich zumindest teilweise zum Erfolg

führte. Denn die Ukraine wehrt sich erfolgreich. Inwieweit die

wirtschaftlichen Sanktionen zum Erfolg führen, wird unterschiedlich

beurteilt. Zumindest sitzt Putin am Gashahn für Europa und damit

insbesondere für Deutschland, das überproportional von den Gaslieferungen

abhängig ist.

Die steigenden Energiekosten für Privathaushalte und auch insbesondere für

die Industrie haben der sowieso schon durch die Pandemie bedingten hohen

Inflation noch einmal einen nachhaltigen Schub gegeben. Selbst die Falken in

der EZB mussten nun reagieren und haben zum zweiten Mal am 8. September die

Basiszinsen um 75 Basispunkte angehoben. Weitere Zinserhöhungen sind zu

erwarten. Für die EZB ist es im Gegensatz zur FED kaum möglich eine

Rezession zu verhindern, denn wir werden es in Europa - solange der

Angriffskrieg in der Ukraine andauert - weiterhin mit hohen und

wahrscheinlich auch immer noch steigenden Energiekosten zu tun haben.

Es liegt auch auf der Hand, dass höhere Energiekosten und die von der EZB

vorgegebenen Zinserhöhungen zu einer gesamteuropäischen Schuldenkrise

führen. Jedes Land der EU schafft Hilfsprogramme, um die schlimmsten

Auswirkungen dieser Energiekrise, Privat-, Firmeninsolvenzen und damit

verbundene Armut, abzufangen. Die öffentliche und private Verschuldung aller

großen EU-Volkswirtschaften liegt bei über 200 Prozent ihres jeweiligen

Bruttonlandproduktes. Was auch als ein Signal für die Schwäche der Eurozone

gesehen werden muss, ist die deutliche Abwertung des Euros gegenüber dem

Dollar von über 10 Prozent seit Anfang dieses Jahres. Die Energiekrise,

ausgelöst durch die Sanktionen Putins gegen die EU, zeigt eindeutig Wirkung.

Somit müssen deutsche Unternehmen zu höheren Preisen ihre Rohstoffe

einkaufen - man betrachte auch u. a. die Bauindustrie - was zu höheren

Preisen führt, was final die Inflation weiter anheizt. Sie dreht sich immer

schneller.

Die Bundesregierung hat bisher drei Hilfspakete insbesondere für

Privathaushalte als Nutznießer über rund 100 Milliarden Euro beschlossen.

Bundeskanzler Scholz stellt noch mindestens ein weiteres in Aussicht. Einige

internationale Finanzexperten sehen die fiskalischen Kennziffern aber in

einer ganz anderen Dimension. Die zusätzlichen Energiekosten in diesem

Winter könnten mehr als eine Billion Euro betragen. Was die Inflation und

die massive Gefahr einer Rezession weiter ansteigen lässt, egal welche

Maßnahmen die EZB ergreift. Dass die Regierung preisauftriebssenkende

Maßnahmen wie das EUR 9,00 Ticket oder den Benzinpreisdeckel streicht, um dann

der Bevölkerung ein Hilfspaket über EUR 65 Mrd. anzubieten, mit dem diese

wiederum die gestiegenen Preise weiter treibt, kann ja nur noch mit

Kopfschütteln betrachtet werden. Mit der Wahl in Italien am Wochenende

bekommt die EZB vermutlich ein weiteres Ei in ihr Nest gelegt. Kein

berauschendes Umfeld für Finanzierungsvorhaben der Unternehmen?

Nicht nur große energieintensive Unternehmen, sondern auch viele KMU,

letztendlich die Hauptarbeitgeber in Deutschland, stehen vor einem extrem

herausfordernden Winter. Für viele Industriebetriebe gilt, müssen Gasöfen

abgeschaltet werden, können sie oft nicht wieder in Betrieb genommen werden.

Für alle Unternehmen, die auf Zulieferungen angewiesen sind, gilt: Nicht nur

die nach der Pandemie unterbrochenen und notdürftig geflickten Lieferketten

für Rohstoffe und Materialien sind ein Problem, sondern auch die stetig

steigenden Kosten durch Währungsverluste gegenüber der Leitwährung "Dollar"

und eine Verteuerung der gesamten Produktionskosten. Damit steht auch die

"Exportnation" Deutschland auf dem Prüfstand.

Diese Probleme lassen sich nur durch ein Bündel von Maßnahmen lösen. Eine

Maßnahme gerade für KMU wird es sein, kapitalmarktfähig zu sein. Unternehmen

werden durch ihre Produktionskosten in höhere Vorleistung gehen. Dafür

benötigen sie zusätzliches Kapital, was Ihnen die Banken, um nicht ihr

Eigenkapital zu belasten, nicht zur Verfügung stellen werden - erst recht

nicht zu den notwendigen Konditionen. Deswegen, um nicht die

unternehmerische Existenz zu gefährden, werden KMU strukturell stärker an

den Kapitalmarkt kommen müssen. Auch in derzeit unbestritten komplizierten

Zeiten. Denn die Zyklen drehen immer schneller. Wer seine Hausaufgaben nicht

gemacht hat ist vermutlich nicht gut aufgestellt und fliegt aus der Kurve.

Zu mwb:

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister

mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt

und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der

Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE0006656101, WKN 6656101) an der

Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den

Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart.

mwb ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Wertpapierhandel und Corporates &

Markets. Im Wertpapierhandel betreut mwb rund 46.000 Orderbücher für

deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um

Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds.

Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.

Kontakt und weitere Informationen:

mwb Wertpapierhandelsbank AG

Kai Jordan

Kleine Johannisstrasse 4

D-20457 Hamburg

Tel: +49 40-360995-20

E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com

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um die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Anlageentscheidung unter

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