Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, DE0006656101

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, DE0006656101

06.10.2021 - 10:03:59

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG: Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand

^

DGAP-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG: Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai

Jordan, Vorstand

06.10.2021 / 10:00

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Neuland

Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb

Wertpapierhandelsbank AG

"Das Internet ist für uns alle Neuland" bemerkte die scheidende langjährige

Bundeskanzlerin 2013 anlässlich eines Besuches des damaligen US-Präsidenten

Obama und provozierte damit eine Menge kontroverse Diskussionen. Dabei

beschrieb sie durchaus die Realität für einen Teil des Landes aber eben

nicht für "alle". Der Bundestagswahlkampf 2021 hat die Versäumnisse

schonungslos zu Tage gefördert.

Und in der Tat wurde in Deutschland abweichend von anderen Ländern noch

jahrelang Kupferkabel verlegt und die Telekom profitierte von guten Margen

und viel zu hohen Kosten für die längst abgeschriebenen Kupfernetze. Selbst

der Bundesverband Breitbandkommunikation kritisierte noch 2019: "Die

Bundesnetzagentur sollte sich überlegen, ob sie im Glasfaserzeitalter die

richtigen Ausbauanreize setzt", sagte Albers. "Solange die Telekom jede

ihrer vollständig abgeschriebenen Kupferleitungen von den Wettbewerbern mit

über 11 beziehungsweise 7 Euro entgolten bekommt, hat sie wenig Anreize, in

reine Glasfasernetze zu investieren."

Dieses Beispiel beschreibt nur symbolisch die Vielzahl der Themen, die die

nun neu zu bildende Regierung jetzt aufzuarbeiten und zu lösen hat. Die

Bundestagswahl war ein gutes Stück weit ein Mandat für Veränderung und

gerade das Wahlverhalten der jungen Generation mit sehr hohen Anteilen für

Grüne und FDP zeigt auch welchen Parteien man auch zutraut, Motor für dieses

Mandat zu sein. Die Umfragen des BVMW Bundesverband mittelständische

Wirtschaft bei den mittelständischen Unternehmen zur Zufriedenheit mit der

scheidenden Groko waren bereits vor Ausbruch der Pandemie sehr negativ.

Keine 10 % der befragten Unternehmen bewerteten die Arbeit bereits in 2019

als gut.

Die beiden kleineren Koalitionspartner Grüne und FDP fordern ja beide

Innovationen und die Entwicklungen in der Wirtschaft und im Mittelstand

bestätigen dies nicht nur - sie nehmen es vorneweg. Nur über die Wege zum

Ziel ist man sich (noch) nicht ganz einig und das liegt natürlich auch an

der endgültigen Koalitionsbildung, aber die Hoffnung ist begründet, dass die

neue Regierung das Land, in das doch von einigen Parteien strukturell

gefürchtete Neuland führt. Gleichwohl kann der interessierte Beobachter am

Rande eine spannende Diskussion verfolgen, die zunächst einmal mehr nach

parteipolitischem Proporzdenken als nach Aufbruch riecht. Die Wahl des

Bundespräsidenten 2022 könnte ein wichtiger Verhandlungspunkt werden. Der

geschätzte Frank-Walter Steinmeier hat zwar erklärt wieder zur Verfügung zu

stehen, doch respektiere er natürlich auch einen Gegenkandidaten. Damit

besetzt die SPD aber mglw. ein Amt, dass eine CDU geführte Jamaika-Koalition

auch den Grünen anbieten könnte. Das wäre auch für das Schloss Bellevue

völliges Neuland. Für die Führung der durch die Pandemie doch tief

gespaltenen Gesellschaft und der großen anstehenden Aufgaben misst der

Verfasser der angemessenen Besetzung des Präsidentenamtes diesmal größere

Bedeutung zu als sonst.

Was hat das alles nun mit den Kapitalmärkten zu tun?

Nun ja, zunächst mal könnte ein möglichst pfiffiges politisches Vorgehen bei

der Lösung der von Steinmeier als "bevorstehenden, riesigen

Transformationsprozess in ökologischen Fragen und der gesellschaftlichen

Balance" beschriebenen Herausforderungen eben mit entsprechender Begleitung

des Präsidenten nicht nur die dringend benötigte gesellschaftliche Akzeptanz

bringen. Sondern bei intelligenter Umsetzung auch entsprechende

Innovationsprozesse in der Wirtschaft anstoßen und die Republik ins Neuland

führen.

Das diese Herausforderungen auch große Investitonsvolumina erfordern, hat

der Wahlkampf ebenfalls deutlich gemacht. Diese können nicht nur über

haushaltspolitische Lösungen oder klassische Bankfinanzierungen dargestellt

werden. Vielmehr kann der Kapitalmarkt einen erheblichen Beitrag leisten und

auch als guter Filter gegen Fehlallokationen dienen. Und damit den

notwendigen Fortschritt aktiv befördern. Da taucht auch schon wieder das

nächste Problem am Horizont auf. Das Thema Kapitalmarkt ist in seinen

Gesamtzusammenhängen für Außenstehende wie auch viele Politiker doch sehr

komplex. Darüber hinaus in der Öffentlichkeit noch durch Skandale wie jüngst

Wirecard belastet.

Damit kann man natürlich bei einer Bundestagswahl keinen Blumentopf

gewinnen. Und folgerichtig hat es im Wahlkampf und den Programmen der

Parteien eigentlich keine Rolle gespielt. Bestenfalls gab es plakative

kritische Auseinandersetzung mit Wirtschaftsprüfern und der Bafin und

Bekenntnisse zur angestrebten europäischen Kapitalmarkt- oder Bankenunion in

den Parteiprogrammen. Nur war Wirecard eben kein Mittelständler. Aber die

hektisch ergriffenen Maßnahmen treffen die Kapitalmarktpläne und Aktivitäten

von Mittelständlern viel mehr und konterkarieren damit die an vielen Stellen

auch regulatorisch eingeforderte Entlastung der KMU. Zumal der Kapitalmarkt

bereits heute erfreulicherweise ein wesentlicher Treiber für die Entwicklung

der Unternehmen in das Neuland der ESG-Prozesse ist und auch hier bereits

die politische Entwicklung nicht nur begleitet sondern sogar vorwegnimmt.

Und zwar auch ungeachtet aller Diskussionen und Ermittlungen bezüglich des

sogenannten "Greenwashing".

Obwohl Frankfurt in Kontinentaleuropa weiterhin als wichtigster Finanzplatz

gilt, was durch die Präsenz der EZB nun keine Überraschung ist, attestiert

eine eilig wieder zurückgezogene Studie: "Der Finanzplatz Deutschland ist in

den letzten Jahren im internationalen Vergleich stetig zurückgefallen",

schreibt Jan Schildbach von Deutsche Bank Research, der

volkswirtschaftlichen Abteilung des Instituts. Er verharre seit vielen

Jahren "strukturell im Dornröschenschlaf". Kein anderes größeres Land der

Welt habe seine Bankenbranche derart vernachlässigt und ihrer Verzwergung

tatenlos zugesehen. Die Bankenbranche sei chronisch wachstumsschwach,

strukturell sklerotisch, außerordentlich wenig profitabel und viel zu

ineffizient.

Und so konnten wir jüngst u.a. der Börsenzeitung entnehmen, dass

"Mainhattan" im weltweiten Finanzplatz-Ranking der Londoner Denkfabrik Z/Yen

Group von Platz 9 auf Rang 14 abgerutscht ist und nicht mehr zu den Top 10

gehört. Wie der jüngste Global Financial Centres Index zeigt, haben die

nordamerikanischen und westeuropäischen Zentren ihre Positionen gefestigt.

Amsterdam und Paris waren allerdings die einzigen europäischen Städte unter

den Top 20, die sich auf bessere Plätze hocharbeiten konnten.

Und hier ist die Achillesferse. Denn wir sehen immer wieder mittelständische

Unternehmen, die sich mit dem Thema Finanzierung über den Kapitalmarkt

auseinandersetzen. Denn sie stellen fest, dass ihre internationalen

Mitbewerber sich an anderen Plätzen frisches Geld besorgen und damit

deutliche strategische Vorteile.

Hier ist leider noch kein Neuland in Sicht. Und doch wäre es so wichtig.

Zu mwb:

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister

mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt

und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der

Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE0006656101, WKN 6656101) an der

Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den

Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart.

mwb ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Wertpapierhandel und Corporates &

Markets. Im Wertpapierhandel betreut mwb rund 38.000 Orderbücher für

deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um

Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds.

Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.

Kontakt und weitere Informationen:

mwb Wertpapierhandelsbank AG

Kai Jordan

Kleine Johannisstrasse 4

D-20457 Hamburg

Tel: +49 40-360995-20

E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com

Disclaimer:

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Herausgeber des vorliegenden

Dokumentes. Obwohl die Informationen in diesem Dokument aus Quellen stammen,

die die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für zuverlässig erachtet,

kann für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument keine Gewähr

übernommen werden.

Dieses Dokument stellt keinen Prospekt dar und ist nicht geeignet, als

Grundlage zur Beurteilung der in dem Dokument vorgestellten Wertpapiere

herangezogen zu werden. In diesem Dokument enthaltene Schätzungen und

Meinungen stellen ausschließlich die Beurteilungen, der mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG, zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes dar

und können zu jedem Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG oder ihre verbundenen Unternehmen

können von Zeit zu Zeit Bestände an den in diesem Dokument genannten

Wertpapieren oder an darauf basierenden derivaten Finanzinstrumenten halten,

können andere Dienstleistungen (einschließlich solcher als Berater) für

jedes in diesem Dokument genannte Unternehmen erbringen oder erbracht haben,

und können - soweit gesetzlich zulässig - die hierin enthaltenen

Informationen oder die Recherchen, auf denen sie beruhen, vor ihrer

Veröffentlichung verwendet haben.

Ein wie auch immer geartetes Beratungsverhältnis zwischen der mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG und dem Empfänger dieses Dokumentes wird durch die

Übersendung oder Weitergabe dieses Dokuments nicht begründet. Jeder

Empfänger muss eigene Anstrengungen unternehmen und Vorkehrungen zu treffen,

um die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Anlageentscheidung unter

Berücksichtigung seiner persönlichen und wirtschaftlichen Belange zu prüfen.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haftet weder für Konsequenzen aus

dem Vertrauen auf in diesem Dokument enthaltenen Meinungen oder Aussagen

noch für Unvollständigkeiten in diesem Dokument. Jede US-Person, die dieses

Dokument erhält und Transaktionen mit hierin genannten Wertpapieren tätigen

möchte, ist verpflichtet, dies durch einen in den USA zugelassenen

Dienstleister.

06.10.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,

Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Sprache: Deutsch

Unternehmen: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Deutschland

Telefon: +49 (0)89 858 52-305

Fax: +49 (0)89 858 52-5 05

E-Mail: investor-relations@mwbfairtrade.com

Internet: www.mwbfairtrade.com

ISIN: DE0006656101

WKN: 665610

Börsen: Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic

Board), Hamburg, München (m:access), Stuttgart

EQS News ID: 1238515

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

1238515 06.10.2021

°

@ dgap.de