La Fran?aise Group, DE0009763201

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17.11.2022 - 09:22:44

La Fran?aise Group: Inflation und strategische Asset Allocation

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Kommentar von?Fran?ois Rimeu, Senior Strategist, La Fran?aise AM; Virginie Wallut, Director of Real Estate Research and Sustainable Investment, La Fran?aise REM; Pierre Schoeffler, Senior Global Asset Allocation & Sustainable Investing Advisor, La Fran?aise

Abgesehen von den Konjunkturschwankungen, die f?r die taktische Verm?gensallokation ausschlaggebend sind, ist die Frage nach der Inflationsentwicklung, die die Industriel?nder in den kommenden Jahren erwarten, f?r eine strategische Allokation am wichtigsten.

Ausgangspunkt war die extrem akkommodierende Geldpolitik, die 2009 in den USA und 2015 in der Eurozone eingef?hrt wurde, um den Auswirkungen der globalen Finanzkrise entgegenzuwirken. Die Folge war ein ?ber lange Zeit anhaltendes j?hrliches Geldmengenwachstum von mehr als 20 %. Der N?hrboden war also gelegt. Der Ausbruch von Corona setzte dann die Inflation in Gang, die durch die Angebotsverknappung infolge der Kriseneind?mmung der Krise und durch die Ankurbelung der Nachfrage im Zusammenhang mit den staatlichen Ma?nahmen ausgel?st wurde.

So liegt die Verbraucherpreisinflation in den USA und in Europa derzeit bei fast 8 % bzw. 10 % im Jahresvergleich und es gibt kaum Anzeichen f?r einen baldigen R?ckgang. Der Inflationsdruck wird voraussichtlich ab 2023 abnehmen, aber in welchem Tempo und auf welchem Niveau wird er sich schlie?lich einpendeln? Unter Ber?cksichtigung einer derartig hohen Inflation stellt sich f?r ein verantwortungsbewusstes Finanzmanagement nun die Frage nach der Ausrichtung der strategischen Verm?gensallokation.

Asset Allocation unter verschiedenen Inflationsbedingungen

In der wissenschaftlichen Forschung besteht ein breiter Konsens dar?ber, dass ein Inflationsniveau zwischen 0 und 3 % als normal, ?ber 3 % und bis zu 10 % als hohe Inflation und ?ber 10 % als Hyperinflation gilt, was impliziert, dass die Inflation au?er Kontrolle ger?t. Einig ist man sich auch dar?ber, dass sich die Finanz- und Immobilienm?rkte in Zeiten normaler Inflation anders verhalten als in Zeiten hoher Inflation.

In Zeiten normaler Inflation ist der wichtigste Marktfaktor das Wirtschaftswachstum. Der Aktienmarkt wird zum Treiber, da das Wachstum sein wichtigster Indexierungsfaktor ist. Die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen ist daher eher negativ. Dies war w?hrend der Globalisierungsphase zu beobachten, als das Wachstum im Wesentlichen von der Nachfrage ohne Einschr?nkungen des Angebots abhing.

In Zeiten hoher Inflation ist der wichtigste Marktfaktor die Inflation. Der Anleihemarkt wird zum Treiber, da die Zinss?tze in erster Linie auf die Inflationserwartungen reagieren. Die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen ist daher recht positiv. Dies d?rfte angesichts der r?ckl?ufigen Globalisierung und der Tatsache, dass das Wachstum im Wesentlichen von der Verf?gbarkeit des Angebots abh?ngt, eintreten.

Immobilien bewegen die M?rkte nur selten, und wenn, dann nur w?hrend einer gro?en Finanzkrise. Diese Anlage reagiert vor allem auf Realzinsen. Ein Zinsanstieg, der ?ber der Inflation liegt, f?hrt zu einem R?ckgang der Immobilienpreise. In diesem Fall ist die Korrelation zwischen Immobilien und Anleihen positiv. F?llt der Zinsanstieg hingegen geringer aus als die Inflation, behaupten sich Immobilien, und die Korrelation ist negativ. Dies ist normalerweise der Fall, da die Zinss?tze mit Verz?gerung und schw?cher auf die Inflation reagieren.

Zusammenfassend l?sst sich sagen, dass sich die Verm?gensallokation in Zeiten hoher Inflation von der Allokation in Zeiten normaler Inflation nicht nur dadurch unterscheidet, dass der Schwerpunkt auf der realen und nicht auf der nominalen Performance liegt, sondern auch durch die Konstruktion eines Portfolios, das ein Gleichgewicht zwischen Wertpapieren und Immobilien und nicht zwischen Aktien und Anleihen bevorzugt.

Welche Asset Allocation f?r einen mittel-/langfristigen Anlagehorizont?

Abgesehen von den negativen Auswirkungen auf das Realwachstum, die unsere Volkswirtschaften derzeit erleben, stellt sich die Frage, wie wir diesen Paradigmenwechsel auf unsere Verm?gensallokationen f?r professionelle Investoren mit einem Anlagehorizont von mehr als f?nf Jahren ?bertragen k?nnen.

Der Klimawandel und der allm?hliche R?ckgang der Reserven an fossilen Brennstoffen werden in den kommenden Jahren zu h?heren Energiepreisen f?hren. Bei der Verm?gensallokation d?rfte dies zu einem st?rkeren Exposure gegen?ber Rohstoffen und Sektoren f?hren, deren Gewinne positiv mit diesen Assets korreliert sind. Dies gilt sowohl f?r Aktien als auch f?r Anleihen. Umgekehrt k?nnten Gesch?ftsmodelle, die von einer stabilen, preisg?nstigen Energieversorgung abh?ngen, gr??ere Schwierigkeiten haben.

Wir steuern m?glicherweise auf eine sehr unsichere Zeit zu, in der Inflation und Disinflation, Wachstum und Rezession aufeinander folgen k?nnten. Diese Zeiten f?rdern eine starke Differenzierung zwischen den verschiedenen Wirtschaftssegmenten. Langfristige Trends wie die Urbanisierung, die Dekarbonisierung und digitale Innovationen bieten Raum f?r die Entwicklung der gro?en Akteure von morgen, wie es in den letzten 20 Jahren bei der Entwicklung des Internets der Fall war. Unserer Ansicht nach sollten diese Trends die Grundlage f?r eine langfristige Asset Allocation bilden, und zwar unabh?ngig von den in Frage kommenden Verm?genswerten.

Die massiven Investitionen, die zur Bew?ltigung der anstehenden Herausforderungen erforderlich sind, werden auch eine sehr starke Unterst?tzung durch die Staaten erfordern, deren Finanzierungsbedarf steigen wird. Die derzeit restriktiven Finanzbedingungen werden wahrscheinlich mittelfristig gelockert werden m?ssen, um eine solche Finanzierung zu erm?glichen. Dies d?rfte mit niedrigeren Realzinsen (allerdings nicht so niedrig wie in den letzten zehn Jahren) und h?heren Breakeven-Inflationsraten als momentan einhergehen. Hierbei f?llt auf, dass die Finanzm?rkte heute davon ausgehen, dass die Inflation sehr schnell zu den Zielwerten der Zentralbanken von etwa 2 % zur?ckgeht, was in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen ist.

Staatsanleihen sind strukturell untergewichtet. Abgesehen von der Inflationsentwicklung, die sich nachhaltig negativ auf diese Anlageklasse auswirken sollte, d?rften die Ma?nahmen der Regierungen den Anleihemarkt belasten. Das Beispiel Gro?britanniens zeigt, dass es f?r die Zentralbanken schwierig sein wird, eine restriktive Geldpolitik ?ber einen l?ngeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.

Um es noch deutlicher zu machen: Eine Phase hohen nominalen Wachstums d?rfte dazu beitragen, dass die Unternehmensgewinne stabil bleiben, selbst wenn es zu gro?en sektoralen Unterschieden kommt. Dieser positive Faktor wird jedoch durch voraussichtliche Erh?hungen der Unternehmenssteuern wieder aufgehoben. Die Gesamtentwicklung k?nnte daher letztlich ziemlich chaotisch, aber nicht unbedingt negativ sein, zumindest nominal.

Auch bei den Unternehmensanleihen wird es wahrscheinlich viele Unterschiede geben. Einige Unternehmen, die ihre Existenz ausschlie?lich den extrem niedrigen Finanzierungss?tzen verdanken, werden es schwer haben zu ?berleben. Mittelfristig ist daher mit einem Anstieg der Ausfallraten zu rechnen. Daher bevorzugen wir Anleihen von guter Qualit?t mit einem Rating von BB oder besser. Dabei ist zu beachten, dass diese Anlagen recht empfindlich auf das Zinsrisiko reagieren.

Immobilien hingegen bieten in Inflationsphasen einen interessanten Schutz, da ihre Ertr?ge an die Inflation gekoppelt sind. Dieser Inflationsschutz kann in den Mietvertr?gen vorgesehen sein. Dies ist insbesondere in Frankreich der Fall, wo die Mietvertr?ge an Indizes gebunden sind, die direkt mit der Inflation verkn?pft sind. Dies ist auch in Spanien und den Niederlanden ?blich. In Deutschland ist dies weniger verbreitet und in Gro?britannien, mit Ausnahme von Superm?rkten, selten der Fall.

Der Inflationsschutz kann jedoch durch Obergrenzen f?r die Indexierungsindizes eingeschr?nkt sein. Diese Obergrenzen sollen die Kaufkraft der Immobiliennutzer bewahren. Sie sind normalerweise bei Wohn- und einigen Gewerbeimmobilien zu finden. Ebenso k?nnten mehrere erhebliche Erh?hungen der Indexierungsindizes die Zahlungsf?higkeit der Mieter untergraben. Nutzer mit erheblicher Preissetzungsmacht, d. h. die in der Lage sind, die erh?hten Kosten auf ihre Verkaufspreise umzulegen, sollten bevorzugt werden.

In Inflationsphasen ist eine Queranalyse nach Objektart und Wirtschaftszweig notwendig, um die Objekte zu ermitteln, die den besten Inflationsschutz bieten. Wir bevorzugen B?ros, die an Wachstumsbranchen (Luxus, Energie, Verkehr usw.) vermietet sind, Immobilien des Gesundheitswesens oder verwaltete Wohnimmobilien, die kaum von Konjunkturzyklen betroffen sind, sowie Einzelhandelsmarken in Wachstumsbranchen.

Die steigende Inflation kann zu h?heren Kapitalisierungs- und Finanzierungss?tzen f?hren. Um die negativen Folgen dieses Anstiegs zu begrenzen, sind seltene Objekte zu bevorzugen, d. h. solche mit geringem Leerstand am Markt. Der niedrige Leerstand setzt sich zusammen aus der Grundst?cksknappheit in st?dtischen Gebieten und Vorschriften. Letztere schr?nken die Entstehung neuer Angebote ein, um die angestrebte starke Reduzierung des Fl?chenverbrauchs zu erreichen. Wir bevorzugen verdichtete st?dtische Gebiete, in denen das Geb?ude bei Bedarf einer anderen Nutzung zugef?hrt werden kann. Weinberge, deren Bodenwert auf der Zugeh?rigkeit zu einem begrenzten Anbaugebiet beruht und deren Preise voraussichtlich an die Inflation ankn?pfen, k?nnen ebenfalls eine interessante L?sung bieten.? ?

La Fran?aise Pressekontakt La Fran?aise Systematic Asset Management GmbH Alexandra Kohlstrung Neue Mainzer Stra?e 80 60311 Frankfurt Tel. +49 (0)69 97 57 43 -26 akohlstrung@la-francaise.com??www.la-francaise-systematic-am.de Heidi Rauen +49 69 339978 13 | hrauen@dolphinvest.eu ?

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen dienen ausschlie?lich Informationszwecken und stellen unter keinen Umst?nden ein Angebot oder eine Aufforderung zur Investition, eine Anlageberatung oder eine Empfehlung f?r bestimmte Investitionen dar. Die bereitgestellten spezifischen Informationen, Meinungen und Zahlen werden zum Zeitpunkt ihrer Erstellung auf der Grundlage der aktuellen Wirtschafts-, Finanz- und B?rsenlage als fundiert oder zutreffend erachtet und spiegeln die aktuelle Meinung der La Fran?aise Gruppe zu den M?rkten und Marktentwicklungen wider. Sie haben keinen vertraglichen Wert und k?nnen sich ?ndern, und sie k?nnen von den Meinungen anderer Fachleute abweichen. Bitte beachten Sie auch, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit keine Garantie f?r zuk?nftige Ergebnisse ist und dass das Niveau der Wertentwicklung im Laufe der Zeit nicht konstant ist. Herausgegeben von La Fran?aise AM Finance Services, mit Sitz in 128, boulevard Raspail, 75006 Paris, Frankreich, zugelassen von der ACPR (?Autorit? de contr?le prudentiel et de r?solution?), ist ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen unter der Nr. 18673. La Fran?aise Asset Management ist eine Verwaltungsgesellschaft, die von der AMF unter der Nr. GP97076 am 1. Juli 1997 zugelassen wurde. Die Portfoliomanagementgesellschaft La Fran?aise Real Estate Managers erhielt am 26. Juni 2007 die AMF-Zulassung Nr. GP-07000038 und am 24.6.2014 die AIFM-Zulassung gem?? Richtlinie 2011/61/EU (www.amf-france.org).

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