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hkp/// group, corporate

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08.09.2021 - 12:09:24

hkp/// group: HR Management: Digitalisierung schreitet voran - ethische Leitplanken gew?nscht

HR Management: Digitalisierung schreitet voran - ethische Leitplanken gew?nscht

- Fast ein Drittel der HR-Abteilungen haben digitale Technologien implementiert, pilotiert oder planen deren Einsatz

- HR-Verantwortliche bef?rworten klare ethische Rahmenbedingungen in der Nutzung von KI und sonstigen modernen Technologien

- Richtlinien des Ethikbeirat HR-Tech neben Wei?buch der Europ?ischen Kommission und KI-Strategie der Bundesregierung als bekanntes Regularium

Aktuelle Umfrage des Bundesverbands f?r Personalmanager BPM & Ethikbeirat HR-Tech

Berlin/Frankfurt am Main, 08. September 2021. Moderne Technologien und K?nstliche Intelligenz (KI) werden st?rker denn je im HR-Management diskutiert und finden hier zunehmend Verbreitung. Rund 30 Prozent der Unternehmen haben schon entsprechende Anwendungen implementiert, pilotiert oder planen deren Einsatz. Dabei sind es vor allem Recruiting-nahe Anwendungsf?lle, wie die Optimierung von Stellenanzeigen, die Analyse von Lebensl?ufen oder die Integration von Chatbots, bei denen die Nutzung entsprechender Anwendungen erfolgt und als sinnvoll erachtet wird. Gleichzeitig ist der Wunsch nach mehr Sicherheit und Verbindlichkeit in diesem Prozess gro?. So w?nscht eine deutliche Mehrheit der HR-Professionals verbindliche Richtlinien f?r den Einsatz entsprechender Technologien. Die Vorgaben m?ssen dabei nicht gesetzlicher Natur sein, auch Hilfestellungen von Fachgremien auf gesellschaftlicher bzw. wirtschaftlicher Ebene werden akzeptiert, sind aber noch zu wenig pr?sent.

Die bekanntesten Richtlinien in diesem Feld sind das Wei?buch der Europ?ischen Kommission zu KI, die KI-Strategie der Bundesregierung und die Richtlinien f?r den verantwortungsvollen Einsatz von KI und weiteren digitalen Technologien in der Personalarbeit des Ethikbeirats HR-Tech - die meisten Richtlinien sind aber fast der H?lfte der PersonalerInnen unbekannt. Die Richtlinien des Ethikbeirats HR-Tech finden eine sehr hohe Zustimmung. Sie sind nach Einsch?tzung der Befragten weder zu streng, noch zu schwach. Sie stellen eine gute Grundlage f?r die Entwicklung handlungsleitender unternehmenseigener Richtlinien dar, die drei Viertel der StudienteilnehmerInnen als erforderlich erachten.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Bundesverbands der Personalmanager BPM und des Ethikbeirat HR-Tech unter dem Titel "Zwischen Angst und Aufbruch - Moderne Technologien und KI im HR-Management". Die Analyse wird wissenschaftlich betreut durch Martin Kersting, Professor f?r psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universit?t Gie?en und Mitglied des Ethikbeirat HR-Tech. Sie st?tzt sich auf einen umfassenden Online-Fragebogen, den mehr als 300 EntscheiderInnen aus dem HR-Management zwischen 5. Juli und 18. August beantwortet haben.

"Digitale Technologien wie KI befinden sich im Personalmanagement immer mehr im Aufwind. HR-Professionals m?ssen ?ber das R?stzeug verf?gen, mit den modernen Technologien im Berufsalltag sicher und weitsichtig umzugehen", betont Inga Dransfeld-Haase, Pr?sidentin des BPM. "Unsere Studie unterstreicht die Notwendigkeit pragmatischer, handlungsleitender ethischer Richtlinien f?r den verantwortungsvollen Einsatz von KI und moderner Technologie in HR."

Anwendungsfelder von KI und moderner Technologie in HR Im Rahmen der aktuellen Befragung von BPM und Ethikbeirat HR-Tech wurden die TeilnehmerInnen zu acht Anwendungsfeldern von KI und modernen Technologien im HR-Management befragt. Konkret ging es um: Analyse von Lebensl?ufen, Optimierung von Stellenanzeigen, Chatbots als Ansprechpartner, Matching von Profilen, Erstellung eines Rankings, Vorschl?ge f?r Entwicklungsma?nahmen, Analyse von Audio- und Video-Aufnahmen sowie Vorhersage der K?ndigungsabsicht.

Diejenigen, die KI und moderne Technologien in diesen Anwendungsfeldern bereits nutzen oder einf?hren wollen, sch?tzen deren Einsatz mit deutlicher Mehrheit als sinnvoll im Sinne einer qualitativen Verbesserung der Personalarbeit ein. Die Spitzenpl?tze belegen die Chatbot-Nutzung (93 % "voll und ganz sinnvoll" bzw. "sinnvoll"), die Optimierung von Stellenanzeigen (92 %) und Matching von Profilen (91 %). Die vollautomatisierte Analyse von Lebensl?ufen wird etwas kritischer eingestuft (84 %).

Mit Blick auf den Nutzungsgrad bestimmter Anwendungen in der Personallandschaft f?hrt die automatisierte Analyse von Lebensl?ufen, auch bekannt als CV Parsing (fl?chendeckende Verbreitung 11 %), vor der Optimierung von Stellenanzeigen (7 %) sowie der Nutzung von Chatbots als Ansprechpartner und dem Matching von Profilen (jeweils 5 %). Demgegen?ber haben die in letzter Zeit heftig diskutierte automatisierte Analyse von Audio- und Videoaufnahmen sowie die Vorhersage der K?ndigungsabsicht bisher de facto noch nicht ihren Weg in die Organisationsrealit?t gefunden - hier melden die StudienteilnehmerInnen keine Verbreitung, abgesehen von (sehr seltenen) Pilotprojekten.

HR muss Technologie-Kompetenz aufbauen und Verantwortung ?bernehmen

Die Arbeit mit KI und modernen Technologien setzt eine sorgf?ltige Pr?fung der im Rahmen der Anwendungen genutzten historischen Datenbest?nde voraus, um in die Zukunft gerichtete Diskriminierung und sonstige Fehlentwicklungen auf Basis historischer Daten zu vermeiden. In dieser Hinsicht identifiziert die Studie einen beunruhigenden Befund: Je nach Anwendung wird in fast einem Drittel bis zur H?lfte der F?lle auf Tests der Anwendungen verzichtet. Aus Sicht des Ethikbeirats HR-Tech sind Tests ein unabdingbarer Arbeitsschritt in der Einf?hrung von modernen Technologien. Wurden in den Unternehmen der StudienteilnehmerInnen Tests durchgef?hrt, dann in den Themenfeldern Vorschl?ge f?r Entwicklungsma?nahmen und Nutzung von Chatbots, hier insbesondere auch unter Einbeziehung des Betriebsrats.

Ankn?pfend an die identifizierten Defizite dr?ngt Dr. Elke Eller, Co-Chair des Ethikbeirats HR-Tech, Personalverantwortliche in der Technologienutzung mutig voranzuschreiten und Verantwortung zu ?bernehmen: "HRler m?ssen sich mit den Wirkungsmechanismen von KI und modernen Technologien auseinandersetzen, um die Qualit?t von Anwendungen bewerten zu k?nnen. Sie tragen die Verantwortung f?r HR-Entscheidungen und HR-Prozesse - egal ob sie offline, digital oder mit Hilfe KI-basierter Technologien ablaufen. Umso wichtiger werden Lern- und Weiterbildungsangebote auf diesem Gebiet sein, um HR-Organisationen f?r diese Herausforderungen fit zu machen."

Gutes Zeugnis f?r Richtlinien des Ethikbeirat HR-Tech Erfreulich ist die mit der Studie untermauerte Relevanz der durch den Ethikbeirat HR-Tech im Jahr 2020 ver?ffentlichten Richtlinien f?r den verantwortungsbewussten Einsatz von KI und modernen Technologien (siehe https://www.ethikbeirat-hrtech.de/). "Die an der Studie teilnehmenden HR-Professionals votieren klar daf?r, dass es einerseits derartige Leitplanken f?r die Nutzung von digitalen Technologien im Unternehmenskontext braucht. Andererseits stellen sie den durch den Ethikbeirat HR-Tech erarbeiteten Vorgaben ein erstklassiges Zeugnis aus - das gilt sowohl f?r die Inhalte, die konkrete Sch?rfe in der Formulierung wie auch deren Praktikabilit?t", erkl?rt Michael H. Kramarsch, Co-Chair des Beirats.

Insgesamt erzielen in der Studie alle zehn Richtlinien des Ethikbeirats HR-Tech eine hohe Zustimmung ("wichtig" und "sehr wichtig" zusammen immer ?ber 80 % Zustimmung). Als besonders relevant bewerten die StudienteilnehmerInnen die Forderung, dass die letzte Entscheidungsbefugnis f?r die Nutzung bzw. den Einsatz einer Technologie einer nat?rlichen Person obliegt und nicht ein Algorithmus alleine entscheidet.

Gefragt wurde nicht nur, wie wichtig die Richtlinien sind, sondern auch, ob sich diese im Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und Freiheit gut positionieren, ob die Richtlinien (viel) zu mild, genau richtig oder (viel) zu streng sind. In neun von zehn F?llen wurde die "Strenge" der Richtlinien des Ethikbeirats von ?ber 80 % der Befragten als "genau richtig" reingestuft. Lediglich die Richtlinie 8, nach der keine Daten ohne Einwilligung der Betroffenen erhoben werden d?rfen, fanden nur 75 % "genau richtig", 4 % als (viel) zu mild und 21 % als (viel) zu streng. Ein etwas kurioser Befund, da die Richtlinie lediglich die aktuelle Rechtslage wiedergibt.

"Die aktuelle Studie belegt, dass die Digitalisierung in HR angekommen ist. Noch ist Zeit, die damit verbundenen praktischen und ethischen Herausforderungen breiter zu diskutieren und die Einf?hrung und Nutzung der Technologien verantwortungsvoll zu gestalten. PersonalerInnen sp?ren die Notwendigkeit, sich des Zukunftsthemas anzunehmen - noch besteht aber eine erhebliche Kluft zwischen dem Anspruch einerseits und der digitalen Elementarbildung und dem Handlungswissen andererseits," res?miert Prof. Dr. Martin Kersting, Professor f?r psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universit?t Gie?en und Mitglied des Ethikbeirats HR-Tech. Diese Entwicklung gelte es zu unterst?tzen und HR zu bef?higen, moderne Technologien in ihrem Spektrum von Chancen und Risiken sowie Nutzen und Kosten zu identifizieren und die richtigen Entscheidungen im Sinne einer nachhaltig verantwortungsvollen und qualitativ hochwertigeren HR-Praxis zu f?llen. "Die Richtlinien des Ethikbeirat HR-Tech k?nnen dabei als wirksame Grundlage dienen", so der wissenschaftliche Studienleiter.

Hintergrundinformationen zur Studie Die aktuelle Studie von BPM und Ethikbeirat HR-Tech tr?gt den Titel "Zwischen Angst und Aufbruch - Moderne Technologien und KI im HR-Management" st?tzt sich auf einen umfassenden Online-Fragebogen, den mehr als 300 EntscheiderInnen aus dem HR-Management im Juli/August 2021 beantwortet haben. Die Analyse wird wissenschaftlich betreut durch Martin Kersting, Professor f?r psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universit?t Gie?en und Mitglied des Ethikbeirat HR-Tech. Aktuell ist die Teilnahme an der Studie unter https://link.hkp.com/UmfrageKI noch m?glich

Im Nachgang zu der Befragung von HR-Professionals startet im Herbst 2021 eine vergleichbare Umfrage unter VertreterInnen der Mitbestimmung/Gewerkschaften. Die Spiegelung beider Perspektiven wird wichtige Impulse f?r die Verankerung von handlungsleitenden ethischen Richtlinien im Einsatz moderner Technologien im HR-Management geben.

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse kann formlos per E-Mail bestellt werden unter: info@hkp.com.

Hintergrundinformation zu BPM & Ethikbeirat HR-Tech

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) ist die berufsst?ndische Vereinigung f?r Personalmanager/innen aus Unternehmen, Organisationen und Verb?nden. Der Verband f?rdert den Wissensaustausch unter HR-Verantwortlichen und vertritt die Interessen seiner 4.600 Mitglieder gegen?ber Politik und Wirtschaft. Die Mitglieder des Verbands sind HR-Professionals aus allen Personalfunktionen und F?hrungsebenen, vom HR-Generalisten im Start-up bis zum Personalvorstand im Dax-Konzern.Details: https://www.bpm.de

Der Ethikbeirat HR-Tech, gegr?ndet im Dezember 2019, besteht aus namhaften WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus Verhaltens?konomie, Personalmanagement, Psychologie, Wirtschaftsethik und Recht. Unter ihnen sind unter anderem HR-Executives etablierter Unternehmen, erfahrene HR-PraktikerInnen, Gr?nderInnen, CEOs und VertreterInnen der Zivilgesellschaft. Ziel des Gremiums ist es, insbesondere HR-Professionals Orientierung f?r einen verantwortungsvollen Einsatz von modernen Technologien zu geben. Nach Vorlage der Richtlinien f?r den verantwortungsvollen Einsatz von KI und digitalen Technologien in der Personalarbeit liegt der Fokus des Ethikbeirats HR-Tech derzeit auf der Bef?higung von HR-Professionals in den relevanten Fragestellungen. Details: https://www.ethikbeirat-hrtech.de/

Kontakt: thomas.mueller@hkp.com,Tel. 0176 100 88 237

Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: hkp/// group Schlagwort(e): Unternehmen

08.09.2021 Ver?ffentlichung einer Pressemitteilung, ?bermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. F?r den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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