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hkp/// group, corporate

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04.06.2021 - 11:04:38

Corona wirbelt CEO-Verg?tung in Europa durcheinander

Krisenbedingte Verg?tungsverzichte des Top-Managements europaweit Bez?ge der CEOs in STOXX-Unternehmen 2020 auf geringstem Niveau seit 2011 Unterschiedliche Ausweisstandards verhindern europaweiten Vergleich der tats?chlich zugeflossenen Verg?tungen

hkp/// group Analyse Executive and Non-Executive Director Compensation in Europe 2020

Frankfurt, 04. Juni 2021. Im Krisenjahr 2020 ist die Verg?tung des Top-Managements in den f?hrenden b?rsennotierten Unternehmen Europas deutlich gesunken. Mit einem Minus zum Vorjahr von rund 12 Prozent bel?uft sich der Wert f?r die durchschnittliche CEO-Direktverg?tung eines in den STOXX-Indices gelisteten Unternehmens in 2020 auf rund 5,3 Mio. Euro - der geringste Wert seit der erstmaligen hkp/// group Analyse in 2011.

Gr?nde f?r diese Entwicklung sind zum einen freiwillige Verg?tungsverzichte der CEOs, vor allem aber performancebedingte R?ckg?nge in den variablen Bez?gen. Dabei sind die STOXX-Unternehmen unterschiedlich stark von der Krise betroffen, sodass es zahlreiche Ver?nderungen in der Rangreihe der h?chsten und geringsten Verg?tungen gibt. Unangefochten an der Spitze des Verg?tungsrankings steht jedoch der CEO von Linde mit rund 13,9 Mio. Euro. Die h?chsten Verg?tungen nach L?ndern werden einmal mehr in der Schweiz erzielt - ein Bild, das sich noch pr?gnanter bei den Aufsichtsrats-/ Verwaltungsratsvorsitzenden (Chairmen) zeigt. Hier wird die Verg?tungsrangreihe durch Roche mit 4,7 Mio. Euro angef?hrt. Auf den weiteren Pl?tzen folgen mit UBS, Novartis, Nestl? und Zurich Insurance vier weitere Schweizer Konzerne. Im Unterschied zur CEO-Verg?tung steigt die durchschnittliche Chairman-Verg?tung in STOXX-Unternehmen um gut 6 Prozent auf rund 861 Tsd. Euro. Dieser gegenl?ufige Trend begr?ndet sich in der deutlich geringeren bzw. fehlenden Kopplung der Chairman-Bez?ge an die Unternehmensperformance.

Zu diesen Erkenntnissen kommt die Analyse Executive and Non-Executive Director Compensation in Europe 2020 der Unternehmensberatung hkp/// group. Die Auswertung basiert auf den in den aktuellen Gesch?ftsberichten ver?ffentlichten Angaben der in den B?rsenindices STOXX(R) Europe 50 und EURO STOXX 50(R) gef?hrten Unternehmen zur Verg?tung ihres Top-Managements.

W?hrend in Deutschland mit seinem hohen Ausweisstandard die f?r ein Gesch?ftsjahr zugeflossene Gesamtverg?tung analysiert werden kann, lassen sich angesichts geringerer Transparenzanforderungen auf europ?ischer Ebene u. a. Altersversorgung und Nebenleistungen nicht in den Verg?tungsvergleich einbeziehen. "Die Ausweispraxis in Europa kommt einem Flickenteppich gleich. Den deutlichsten Effekt hat dabei, dass l?nder?bergreifend nur die in Aussicht gestellte und nicht die tats?chlich realisierte Langfristverg?tung verglichen werden kann.", erkl?rt Regine Siepmann, Leiterin der Board Services Practice und Partnerin der hkp/// group.

Mit Blick auf die konkreten Verg?tungsentwicklungen erg?nzt hkp/// group Studienautorin Verena Vandervelt: "Wie prognostiziert sehen wir in diesem Jahr aufgrund der spezifischen Krisen-Belastung der Unternehmen deutlich geringere, aber auch stark unterschiedliche Vorstandsverg?tungen in Europa. W?hrend die Bez?ge in den meisten Branchen sanken, sind sie beispielsweise im Health Care Sektor und in der Technologiebranche sogar gestiegen." Die Beraterin f?hrt die R?ckg?nge vor allem auf die schw?chere Performance und die damit gesunkenen Auszahlungen der einj?hrigen variablen Verg?tung sowie die Verzichte der CEOs auf Teile ihrer Verg?tung zur?ck. Letztere seien besonders h?ufig in wirtschaftlich stark betroffenen Branchen aufgetreten.

Unterschiedliche Transparenzvorschriften verhindern Vergleich realisierter Bez?ge

Der aktuelle Spitzenplatz der Direktverg?tung ist wie im Vorjahr durch den CEO von Linde mit 13,9 Mio. Euro belegt, gefolgt von Roche (13,0 Mio. Euro) und Iberdrola (11,2 Mio. Euro). Dennoch gibt es auch deutliche Ver?nderungen zur Rangfolge des Vorjahres. So belegt der CEO von Anheuser-Busch InBev, f?r den 2018 noch der STOXX-Spitzenwert von 32,7 Mio. EUR ausgewiesen wurde, in diesem Jahr mit Bez?gen in H?he von 1,24 Mio. Euro den drittletzten Platz im Ranking. Diese signifikante ?nderung erkl?rt sich durch einen Verzicht in der Grundverg?tung, den Ausfall der einj?hrigen variablen Verg?tung sowie die fehlende Gew?hrung von Langfristverg?tungen.

F?r eine tragf?hige Aussage zur tats?chlich realisierten Verg?tung sind jedoch die zugeflossenen Bez?ge relevant. Diese beliefen sich f?r den Anheuser-Busch InBev CEO aufgrund von Auszahlungen aus in den Vorjahren gew?hrten Aktienpl?nen in 2020 auf rund 95 Mio. Euro. Auch die zugeflossene Direktverg?tung des CEOs von Linde liegt mit 50,8 Mio. Euro in 2020 weit ?ber der europaweit vergleichbaren ICDS-Verg?tung, die die Gew?hrung mehrj?hriger variabler Verg?tung anstatt des Zuflusses ber?cksichtigt.

Die geringste CEO-Verg?tung im Kreis der STOXX-Unternehmen ist in diesem Jahr f?r das neu in den STOXX aufgenommene niederl?ndische Unternehmen Adyen zu verzeichnen. Mit einer Direktverg?tung von rund 600 Tsd. Euro liegt der Wert deutlich unter den im Index ?blichen Verg?tungsh?hen.

Abb. 1: Top-Verg?tungen von CEOs in Europa 2020, Werte in Tsd. EUR

Mit Blick auf die Branchen werden die h?chsten CEO-Direktverg?tungen weiterhin im Gesundheitswesen und in der Konsumg?terbranche gezahlt. Die Verg?tungen in der Finanzindustrie weisen aufgrund entsprechender regulatorischer Anforderungen den h?chsten Anteil an Fixverg?tung auf. Er liegt aktuell bei 39 % und damit deutlich ?ber dem Durchschnitt aller Branchen (28 %).

Verg?tungsverzicht und Performance-Einbr?che

In Verbindung mit der COVID-19-Krise haben im Gesch?ftsjahr 2020 insgesamt 22 STOXX-CEOs auf Teile ihrer Verg?tung verzichtet, um Solidarit?t mit den durch die Krise betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu zeigen. Besonders h?ufig traten K?rzungen und Verzichte in franz?sischen und spanischen Unternehmen sowie in den besonders betroffenen Branchen der Konsum- und Industrieg?ter auf. Die Reduktionen beziehen sich bei 16 CEOs auf das Grundgehalt, w?hrend 6 CEOs auf Auszahlungen aus der einj?hrigen variablen Verg?tung und 3 CEOs auf die Gew?hrung von mehrj?hriger variabler Verg?tung verzichteten.

"Die Verg?tungsverzichte der CEOs sind sehr unterschiedlich und reichen von rein symbolischem Charakter von wenigen Prozent der Grundverg?tung bis hin zu betr?chtlichen Summen von mehr als 2 Mio. Euro", erkl?rt hkp/// group Verg?tungsexpertin Verena Vandervelt. Sie verweist zugleich auf die Effekte durch die Pay-for-Performance-Logik der variablen Verg?tungssysteme, die sich 2020 in deutlich geringeren Auszahlungen in der einj?hrigen variablen Verg?tung niederschlug. "Sofern es noch einen Lackmustest f?r professionelle Verg?tungssysteme im Top-Management brauchte, dann war dies die COVID-19-Pandemie."

Aufsichtsratsverg?tung: Erh?hung trotz Pandemie

Im Gegensatz zur CEO-Verg?tung sind die Bez?ge bei den STOXX-Aufsichtsrats-/ Verwaltungsratsvorsitzenden (Chairmen) in diesem Jahr gestiegen - um rund 6 % auf 861 Tsd. Euro. "Die Aufsichtsratsverg?tung ist in vielen L?ndern ?blicherweise nicht an die Unternehmensperformance gebunden und ist deshalb im Vergleich zur CEO-Verg?tung auch im Krisenjahr relativ stabil", res?miert hkp/// group Partnerin Regine Siepmann. Der aktuelle Verg?tungsanstieg ist aus Sicht der Studienautorin haupts?chlich durch regul?re Erh?hungen der Aufsichtsratsbez?ge zu erkl?ren. Verg?tungsverzichte gab es hingegen bei 12 Unternehmen und damit seltener als bei den CEOs.

Schon traditionsgem?? bilden Unternehmen mit Stammsitz in der Schweiz mit deutlichem Abstand die Verg?tungsspitze. Sie wird gebildet von Roche (4,7 Mio. Euro), UBS (4,6 Mio. Euro), Novartis (3,6 Mio. Euro) und Nestl? (3,3 Mio. Euro). Schweizer Verg?tungsniveaus fallen aufgrund des landesspezifischen Governance-Systems und der damit verbundenen gr??eren Aufgabenvielfalt f?r Verwaltungsratsvorsitzende traditionell h?her aus.

Der erste deutsche Vertreter in der Rangreihe f?r 2020 ist auf Platz 10 Volkswagen mit einer Verg?tung in H?he von 900 Tsd. Euro. Am Ende des Verg?tungsrankings befinden sich die Chairmen von LVMH (47 Tsd. Euro) und Essilor Luxottica (50 Tsd. Euro), die auf einen betr?chtlichen Anteil ihrer Verg?tung verzichtet haben. Die relativ niedrigen Chairman-Verg?tungen am unteren Ende des Rankings ergeben sich zudem aus Governance-Aspekten, da die Chairmen gleichzeitig die Rolle des CEOs innehaben und daf?r eine separate Verg?tung erhalten. Diese Konstellation kommt aus historischen Gr?nden insbesondere bei franz?sischen Unternehmen vor, wird aber im Sinne einer guten Corporate Governance zunehmend aufgel?st.

Abb. 2: Top-Verg?tungen von Aufsichts-/Verwaltungsratsvorsitzenden in Europa 2020, Werte in Tsd. EUR Hintergrundinformationen zur Analyse

Die hkp/// group Analyse "Executive and Non-Executive Director Compensation in Europe 2020" untersucht die Verg?tungen der Top-F?hrungskr?fte in Unternehmen aus 11 L?ndern, die in den bedeutendsten europ?ischen Aktienindizes - STOXX(R) Europe 50 und EURO STOXX 50(R) - gef?hrt werden (insgesamt 72 Unternehmen). Die Analyse st?tzt sich auf Daten aus den Gesch?ftsberichten mit Bezug auf die Gesch?ftsjahre, die in 2020 endeten.

Kontakt hkp/// group:

Thomas M?ller, Partner, Leiter Marketing & Communication, Mobile + 49 176 100 88 237, Thomas.Mueller@hkp.com

Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: hkp/// group Schlagwort(e): Finanzen

04.06.2021 Ver?ffentlichung einer Pressemitteilung, ?bermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. F?r den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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