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EVN AG, AT0000741053

EVN AG, AT0000741053

27.05.2021 - 07:33:32

EVN AG: Gesch?ftsverlauf im ersten Halbjahr des Gesch?ftsjahres 2020/21

Kennzahlen

- Umsatz: +7,6 % auf 1.284,8 Mio. Euro

- EBIT: +10,3 % auf 254,5 Mio. Euro

- Konzernergebnis: +15,3 % auf 176,0 Mio. Euro

- Nettoverschuldung: 929,9 Mio. Euro (30. September 2020: 1.037,7 Mio. Euro)

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie Dank des integrierten Gesch?ftsmodells und der breiten Kundendiversifikation der EVN hatte die Covid-19-Pandemie bisher nur punktuelle Auswirkungen auf die Gesch?fts- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Verz?gerungen bei Bauvorhaben bzw. Investitionen im Segment Netze konnten w?hrend des ersten Halbjahres 2020/21 bereits teilweise wieder aufgeholt werden. Nationale Lockdowns, Reisebeschr?nkungen und Beeintr?chtigungen internationaler Lieferketten erschweren jedoch das internationale Projektgesch?ft. ?

Energiewirtschaftliches Umfeld Das erste Halbjahr 2020/21 war in allen drei Kernm?rkten der EVN von niedrigeren Temperaturen gepr?gt als die Vergleichsperiode des Vorjahres; in ?sterreich lag der temperaturbedingte Energiebedarf auch ?ber dem langj?hrigen Durchschnitt. Die Marktpreise f?r Grund- und Spitzenlaststrom, Erdgas und CO2-Emissionszertifikate sind im Berichtszeitraum allesamt gestiegen. ?

Umsatz, EBIT und Konzernergebnis ?ber Vorjahreswert Die Umsatzerl?se der EVN beliefen sich im ersten Halbjahr 2020/21 auf 1.284,8 Mio. Euro und verzeichneten damit einen Anstieg um 7,6 %. Zur?ckzuf?hren war dies vor allem auf das internationale Projektgesch?ft und hier auf das im Sommer 2020 gestartete Abwasserprojekt in Kuwait. Zuw?chse ergaben sich zudem im Netzbetrieb - neben der k?hleren Witterung in allen drei Kernm?rkten wirkten sich hier die per 1. J?nner 2021 von der E-Control in ?sterreich festgelegten h?heren Netznutzungsentgelte aus. Gegenl?ufig dazu wirkten geringere Bewertungseffekte aus Absicherungsgesch?ften f?r die Stromerzeugung sowie geringere Umsatzerl?se aus dem Erdgashandel.

Der bei den sonstigen betrieblichen Ertr?gen verzeichnete Anstieg auf 165,5 Mio. Euro (Vorjahr: 41,9 Mio. Euro) ist prim?r den Effekten aus der ?bernahme eines zus?tzlichen Strombezugsrechts geschuldet. Der Aufwand f?r Fremdstrombezug und Energietr?ger nahm aufgrund der im zweiten Quartal 2020/21 erforderlich gewordenen Dotierung einer R?ckstellung f?r belastende Vertr?ge um 2,4 % auf 568,7 Mio. Euro zu. Gegenl?ufig dazu wirkte der Umsatzr?ckgang im Erdgashandel aufwandsmindernd.

Getrieben durch die Entwicklungen im internationalen Projektgesch?ft stiegen die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand um 81,4 % auf 240,8 Mio. Euro an. Mit 176,9 Mio. Euro lag der Personalaufwand im Berichtszeitraum um 4,1 % ?ber dem Vorjahresniveau. Neben kollektivvertraglichen Anpassungen beruhte dies u. a. auf der Aufnahme zus?tzlicher Mitarbeiter f?r das Abwasserprojekt in Kuwait.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verbesserte sich auf 127,3 Mio. Euro (Vorjahr: 61,2 Mio. Euro), wesentlich beeinflusst von einer operativen Ergebnisverbesserung sowie Ver?nderungen von Bewertungseffekten aus Absicherungsgesch?ften bei der EVN KG. Neben h?heren Ergebnisbeitr?gen der RAG und der Energie Burgenland trug zu dieser Verbesserung auch noch eine Wertaufholung von 9,6 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta dank der wieder gesunkenen L?nderrisikopr?mie bei. Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im ersten Halbjahr 2020/21 mit 535,8 Mio. Euro um 37,8 % ?ber dem Vorjahreswert.

Die planm??igen Abschreibungen stiegen investitionsbedingt sowie infolge der Abschreibung von aktivierten Projektvorlaufkosten f?r das Projekt in Kuwait um 17,2 % auf 168,2 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit der ?bernahme des zus?tzlichen Strombezugsrechts waren zudem Wertminderungen auf ein thermisches Kraftwerk im Ausma? von 113,1 Mio. Euro erforderlich. Per Saldo erzielte die EVN damit ein um 10,3 % h?heres EBIT von 254,5 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis verbesserte sich insbesondere aufgrund einer verbesserten Performance des R 138-Fonds um 27,8 % auf -21,0 Mio. Euro. In Summe ergab sich daraus im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in H?he von 176,0 Mio. Euro. Gegen?ber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 15,3 %. ?

Solide Bilanzstruktur Die EVN verf?gt ?ber eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine gute Grundlage f?r die Umsetzung des umfassenden Investitionsprogramms in den Bereichen Versorgungssicherheit, CO2-freie Energiezukunft und Trinkwasserversorgung der n?chsten Jahre bildet. Die Nettoverschuldung bewegt sich konstant auf einem Niveau um rund 1 Mrd. Euro. ?

Energie. Wasser. Leben. - Entwicklungen im Energie- und Umweltgesch?ft Energiegesch?ft Die Stromerzeugung der EVN lag im ersten Halbjahr 2020/21 mit 2.079 GWh, wovon 1.112 GWh (Vorjahr: 1.155 GWh) auf die erneuerbare Erzeugung entfielen, um 3,1 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Anteil der erneuerbaren Erzeugung lag im Berichtszeitraum bei 53,5 % (Vorjahr: 53,8 %). Das Windaufkommen lag im ersten Halbjahr 2020/21 deutlich unter dem Vorjahresniveau und dem langj?hrigen Mittelwert. Das Wasserdargebot war jedoch ?berdurchschnittlich gut. Die Stromerzeugung in den W?rmekraftwerken ist aufgrund einer geringeren Anzahl an Abrufen des Kraftwerks Thei? zur Netzstabilisierung um 2,4 % auf 968 GWh gesunken.

Umwelt- und Wassergesch?ft Die Verbesserung der Versorgungssicherheit und -qualit?t der Trinkwasserversorgung in Nieder?sterreich bildet einen Investitionsschwerpunkt der EVN. Der Bau der f?nften Naturfilteranlage in Petronell-Carnuntum, die gem?? aktuellem Baufortschritt wie geplant im Winter 2021/22 in Betrieb gehen soll, sowie der Ausbau der ?berregionalen Versorgungsleitungen sind aktuell die wichtigsten Projekte.

Im internationalen Projektgesch?ft konnte im Februar 2021 mit dem Auftrag zur Sanierung und Modernisierung der Trinkwasseraufbereitungsanlage Gilau zur Versorgung der Stadt Cluj-Napoca mit einem Auftragswert von rund 12 Mio. Euro ein neues Projekt in Rum?nien gewonnen werden. Zum Stichtag 31. M?rz 2021 arbeitete die WTE Wassertechnik demnach an der Planung und Errichtung von neun Projekten im Bereich der Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermischen Kl?rschlammverwertung in Deutschland, Polen, Litauen, Rum?nien, Bahrain und Kuwait sowie an drei weiteren Kl?rschlammverwertungsprojekten in Deutschland (Halle-Lochau, Hannover und Straubing) im Rahmen des Joint Venture sludge2energy. ?

Investitionsprogramm f?r die n?chsten Jahre F?r die n?chsten Jahre plant die EVN ein umfassendes Investitionsprogramm mit j?hrlichen Investitionen von bis zu 450 Mio. Euro, von denen rund drei Viertel auf Nieder?sterreich entfallen werden. Umfangreiche Netzinvestitionen sichern die Versorgungssicherheit, eine CO2-freie Energiezukunft sowie das Wachstum im Segment Netze. Auch die erneuerbare Erzeugung in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biomasse sowie die Trinkwasserversorgung bilden Investitionsschwerpunkte f?r die EVN. ?

Best?tigung des Ausblicks f?r das Gesch?ftsjahr 2020/21 Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwartet die EVN f?r das Gesch?ftsjahr 2020/21 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von etwa 200 bis 230 Mio. Euro. Der weitere Verlauf der Coronakrise und daraus folgende gesamtwirtschaftliche Auswirkungen k?nnten einzelne Gesch?ftsbereiche der EVN und damit die Ergebnisentwicklung des Konzerns jedoch negativ beeinflussen.

Den Aktion?rsbrief ?ber das erste Halbjahr des Gesch?ftsjahres 2020/21 finden Sie unter www.investor.evn.at.

27.05.2021 Ver?ffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, ?bermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. F?r den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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