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EQS Group AG, DE0005494165

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07.10.2021 - 14:33:18

Whistleblowing Report 2021: Nur jedes siebte deutsche Unternehmen erf?llt bereits alle Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie

"Whistleblowing Report 2021": Nur jedes siebte deutsche Unternehmen erf?llt bereits alle Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie

Die Inhalte der EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebenden erfahren bei den europ?ischen Compliance-Verantwortlichen gro?e Zustimmung, dennoch erf?llt bisher nur jedes siebte Unternehmen in Deutschland alle Anforderungen der neuen Regulierung, die am 17. Dezember 2021 in Kraft tritt. Das geht aus dem "Whistleblowing Report 2021", der im Rahmen der "European Compliance & Ethics Conference" vorgestellt wurde, hervor. F?r die internationale Studie, welche die Fachhochschule Graub?nden in Kooperation mit der EQS Group erstellt hat, wurden 1.239 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Gro?britannien und der Schweiz befragt.

"Wenige Monate vor dem Inkrafttreten der Richtlinie sind viele Unternehmen noch nicht ausreichend vorbereitet. Die Unternehmen sollten nun die verbleibende Zeit nutzen, um ein effizientes Meldesystem einzuf?hren, das ihre Prozesse und Kultur st?rkt", erkl?rt Professor Dr. Christian Hauser von der Fachhochschule Graub?nden, der als Projektleiter verantwortlich f?r die Erstellung des Reports war.

Mehr als ein Drittel der Unternehmen von Missst?nden betroffen

Bisher verf?gen 73,9 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit mehr als 249 Mitarbeitenden ?ber eine Meldestelle als Instrument zur Pr?vention und Aufdeckung von Missst?nden und erf?llen damit eine der zentralen Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (20 bis 249 Mitarbeitende) liegt der Anteil dagegen erst bei 43,7 Prozent, allerdings fallen die meisten von diesen (ab 50 Mitarbeitende) auch erst in zwei Jahren unter die Richtlinie. Die kleineren Unternehmen mit 20 bis 49 Mitarbeitenden sind davon gar nicht betroffen.

Wie wichtig ein funktionierendes Meldesystem ist, zeigt die Tatsache, dass 37,1 Prozent der Unternehmen in Deutschland im Jahr 2020 von illegalem und unethischem Verhalten betroffen waren, das sind mehr als in Gro?britannien (35,8 %), Frankreich (32,8 %) und der Schweiz (32,5 %). Den finanziellen Schaden durch die Missst?nde beziffert gut ein Viertel der betroffenen deutschen Unternehmen mit mehr als 100.000 Euro. Erfreulich dabei war jedoch, dass mithilfe der Meldestelle fast 40 Prozent der befragten deutschen Unternehmen ?ber 80 Prozent des finanziellen Gesamtschadens aufdecken konnten.

Coronabedingte Entlassungen erh?hen Wahrscheinlichkeit von Missst?nden

Der Report untersucht au?erdem die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Meldebereitschaft. Im vergangenen Jahr erhielten die europ?ischen Unternehmen mit Meldestelle im Schnitt 34 Hinweise, was einen deutlichen R?ckgang gegen?ber dem Jahr 2018 (52) bedeutet. Basierend auf den Befunden anderer Studien l?sst sich hier ableiten, dass die Pandemie zu gewissen Dysfunktionalit?ten von Prozessen und Strukturen gef?hrt hat, die auch die Meldestellen betreffen. Unternehmen, bei denen es coronabedingt zu einem Mitarbeiterabbau kam oder in denen ein Gro?teil der Mitarbeitenden im Homeoffice (> 66 %) gearbeitet hat, verzeichneten hingegen mehr Meldungen als andere Unternehmen. Allerdings war bei diesen auch die Wahrscheinlichkeit h?her, von Missst?nden betroffen zu sein.

Missbr?uchliche Hinweise sind die Ausnahme

Die Studie widerlegt auch noch einmal eindrucksvoll den h?ufig ge?u?erten Vorbehalt, dass Meldestellen vermehrt missbr?uchlich genutzt werden k?nnten. In Deutschland hatte jedoch nur jede zehnte Meldung nicht wahrheitsgem??e oder verleumderische Inhalte. Dieser Wert lag auch bei den Unternehmen nicht h?her, die anonyme Hinweise erlauben.

"Unternehmen sollten deshalb anonyme Meldungen zulassen, ansonsten laufen sie Gefahr, dass wichtige Hinweise auf Rechtsverst??e sie nicht oder nur versp?tet erreichen", erkl?rt Marcus Sultzer, Mitglied des Vorstands der EQS Group. In Deutschland k?nnen bereits bei 73,2 Prozent der Meldestellen Hinweise ohne Angaben zur Identit?t eingereicht werden. In der Schweiz (57,1 %), Gro?britannien (55,3 %) und Frankreich (48,8 %) sind es deutlich weniger.

Die vollst?ndige Studie zum Herunterladen finden Sie hier: Whistleblowing Report

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Kontakt

Ulrike Dittmar

Marketing EQS Group

ulrike.dittmar@eqs.com +49 (0)89 444430-173

Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: EQS Group AG Schlagwort(e): Unternehmen

07.10.2021 Ver?ffentlichung einer Pressemitteilung, ?bermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. F?r den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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