Continental AG, DE0005439004

Continental AG, DE0005439004

08.11.2018 - 08:34:49

Continental bestätigt Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr

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DGAP-News: Continental AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen/Quartalsergebnis

08.11.2018 / 08:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

- Umsatz im dritten Quartal trotz starker Marktabschwächung bei 10,8

Milliarden Euro

- Auftragseingang: knapp 30 Milliarden Euro, fast auf sehr hohem

Vorjahresniveau

- Bereinigtes Operatives Ergebnis bei 772 Millionen Euro (Marge: 7,2

Prozent)

- CEO Dr. Degenhart: "Unser Umsatzwachstum und unser Auftragseingang für

Automobilelektronik sind angesichts des schwachen Marktumfeldes ein gutes

Zeichen."

Hannover, 8. November 2018. Mit der Vorlage ihrer Neunmonatszahlen bestätigt

Continental ihre angepasste Ergebnis- und Cash-Flow-Prognose für das

laufende Geschäftsjahr. Im dritten Quartal erreichte das

Technologieunternehmen mit Sitz in Hannover einen Umsatz von 10,8 Milliarden

Euro. Das bereinigte operative Ergebnis belief sich im selben Zeitraum auf

772 Millionen Euro. Dies entspricht einer bereinigten operativen Marge von

rund 7 Prozent. Der Free Cashflow bereinigt um Zukäufe und die Dotierung der

US-Pensionen liegt nach neun Monaten bei rund 370 Millionen Euro (Q3: 74

Millionen Euro). Bis Jahresende soll der bereinigte Free Cashflow

unverändert rund 1,6 Milliarden Euro erreichen.

"Trotz des deutlich eingetrübten Marktumfeldes konnten wir unsere zuletzt

geänderten Ziele beibehalten", erläuterte der Vorstandsvorsitzende von

Continental, Dr. Elmar Degenhart, die heute in Hannover vorgelegten

Geschäftszahlen. "Insbesondere in Europa und in China ist die Produktion von

Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im dritten Quartal deutlich zurückgegangen",

erklärte Degenhart. "China und Europa zusammen stehen mittlerweile für mehr

als die Hälfte der globalen Fahrzeugproduktion. Angesichts der Marktschwäche

in beiden Regionen ist unser leichtes Umsatzwachstum daher ein gutes

Zeichen. Genauso unsere Auftragseingänge für Automobilelektronik: sie liegen

mit knapp 30 Milliarden Euro nach neun Monaten fast auf dem sehr hohen

Vorjahresniveau und untermauern unsere strategische Ausrichtung", fügte er

hinzu.

Der Umsatz der Automotive Group ist organisch um 1,7 Prozent gewachsen - und

damit mehr als 4 Prozentpunkte stärker als der Markt bzw. die weltweite

Fahrzeugproduktion, die nach vorläufigen Daten um etwa 2,5 Prozent

zurückging. Sollte dieser negative Trend im vierten Quartal zunehmen, sieht

das Dax-Unternehmen Risiken, den prognostizierten Konzernumsatz für das

Geschäftsjahr 2018 in Höhe von rund 44,5 Milliarden Euro nach

Wechselkurseffekten zu erreichen.

Zur aktuelle Lage des Technologieunternehmens sagte Degenhart: "Wir haben

wie angekündigt in allen Unternehmensbereichen umfassende Maßnahmen zur

Steigerung der Effizienz eingeleitet. Dazu zählen unter anderem die

Optimierung unserer Lieferkette und Produktionsprozesse sowie eine

gründliche Überprüfung unserer Kosten." In diesem Zusammenhang betonte er:

"Unsere Kunden weltweit schätzen unsere Produkte und Lösungen, weil sie

Mobilität immer sicherer, sauberer und intelligenter machen. Mit der

Agilität und Flexibilität, die unsere neue Organisationsstruktur ermöglichen

wird, werden wir unsere erfolgreiche Stellung noch weiter ausbauen."

Mit Blick auf die Automobilindustrie unterstrich Degenhart die enormen

technischen Herausforderungen: Digitalisierung, Automatisierung, Vernetzung

und Elektrifizierung seien jeweils für sich selbst betrachtet die größten

Umwälzungen, die die Industrie in ihrer über 100-jährigen Geschichte erlebt

habe. Insbesondere bei den derzeit diskutierten künftigen CO2-Zielen komme

es darauf an, den Klimaschutz und die Wettbewerbsfähigkeit einer der

wichtigsten Industrien Europas in einen vernünftigen Einklang zu bringen.

"Die Chancen, die sich durch klimafreundliche und vernetzte Mobilität für

unsere Gesellschaften ergeben, sind beträchtlich. Geschäftsmodelle dafür

können nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn sie sich im freien

Wettbewerb durchsetzen. Konsumenten sollen sich auch morgen noch frei für

die effizienteste Lösung entscheiden dürfen."

Continental wächst weiter trotz rückläufiger Produktionszahlen in Europa und

China

Im dritten Quartal erreichte das Technologieunternehmen einen Umsatz von

10,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem berichteten Umsatzwachstum von

knapp 1 Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne Konsolidierungskreis- und

Wechselkursveränderungen, konnte das Unternehmen 2,1 Prozent zulegen.

Im Berichtsquartal erreichte das bereinigte operatives Ergebnis (EBIT

bereinigt) 772 Millionen Euro, die bereinigte operative Marge lag bei rund 7

Prozent. "Das bereinigte EBIT des dritten Quartals liegt ein wenig über

unserer Prognose von Ende August", erläuterte Finanzvorstand Wolfgang

Schäfer.

Grund hierfür ist, dass nicht alle Aufwände für Rückstellungen und

Gewährleistungsfälle, die am 22. August 2018 angekündigt wurden, bereits im

dritten Quartal angefallen sind. Es kommt zu einer Verlagerung über den

Quartalsstichtag hinweg. "Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit

einer bereinigten EBIT-Marge von mehr als 9 Prozent", unterstrich Schäfer

den Ausblick.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns

1. Januar Drittes

bis 30. Quartal

September

Mio. EUR 2018 2017 Verände- 2018 2017 Verände-

rung in rung in

% %

Umsatz 33.174,3 32.725,6 1,4 10.787,8 10.692,7 0,9

EBITDA 4.624,2 4.873,1 -5,1 1.411,8 1.582,2 -10,8

in % vom 13,9 14,9 13,1 14,8

Umsatz

EBIT 2.989,8 3.304,9 -9,5 851,6 1.037,5 -17,9

in % vom 9,0 10,1 7,9 9,7

Umsatz

Konzerner- 2.185,8 2.224,1 -1,7 626,1 729,1 -14,1

gebnis

den

Anteils-

eignern

zuzurech-

nen

Ergebnis 10,93 11,12 3,13 3,64

pro Aktie

in EUR,

unverwäs-

sert

Ergebnis 10,93 11,12 3,13 3,64

pro Aktie

in EUR,

verwäs-

sert

For- 2.534,3 2.356,9 7,5 821,4 777,5 5,6

schungsun-

d

Entwick-

lungskos-

ten

(netto)

in % vom 7,6 7,2 7,6 7,3

Umsatz

Abschrei- 1.634,4 1.568,2 4,2 560,2 544,7 2,8

bungen1

davon 12,3 31,0 8,4 28,4

Wertminde-

rungen2

Investi- 1.956,2 1.794,9 9,0 781,8 636,8 22,8

tionen3

in % vom 5,9 5,5 7,2 6,0

Umsatz

Operative 24.209,6 22.431,9 7,9

Aktiva

(zum

30.09.)

Anzahl 244.582 233.270 4,8

Mitarbei-

ter (zum

30.09.)4

Umsatz 33.065,9 32.704,7 1,1 10.778,6 10.678,8 0,9

bereinig-

t5

Bereinig- 2.992,0 3.435,1 -12,9 771,8 1.104,4 -30,1

tes

operati-

ves

Ergebnis

(EBIT

bereinigt-

)6

in % des 9,0 10,5 7,2 10,3

bereinig-

ten

Umsatzes

Net- 2.995,1 3.297,9 -9,2

to-Finanz-

schulden

(zum

30.09.)

Gearing 16,9 21,0

Ratio in

%

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie

erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus

Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und

Sondereffekte.

Das bereinigte EBIT lag im abgelaufenen Quartal um rund 80 Millionen Euro

unter dem berichteten EBIT (EBIT-Marge: 7,9 Prozent). Hintergrund ist die

bereits im ersten Halbjahr 2018 angekündigte, positive Wirkung der Gründung

des Joint Ventures mit Osram auf das berichtete EBIT.

"Das Marktumfeld wird schwieriger. Seit knapp zehn Jahren haben wir im

abgelaufenen Quartal zum ersten Mal einen substanziellen Rückgang der

weltweiten Fahrzeugproduktion gesehen", ordnete Schäfer das derzeitige

Marktumfeld ein. In China lag der Rückgang der Produktion von Pkw und

leichten Nutzfahrzeugen im dritten Quartal bei 5 Prozent im Vergleich zum

Vorjahresquartal, in Europa bei 6 Prozent. Die Fahrzeugproduktion in

Nordamerika hingegen legte um 2 Prozent zu. Mit Blick auf die Marktschwäche

in Europa erläuterte Schäfer: "Die Nachfrageschwächen in Deutschland, dem

Vereinigten Königreich und der Türkei sowie die Effekte aus der Umstellung

auf das neue Abgastestverfahren WLTP haben zu rückläufigen Produktionszahlen

in Europa beigetragen. Den genauen WLTP-Anteil können wir nicht beziffern."

Continental geht davon aus, dass das Marktumfeld auch im verbleibenden

Quartal dieses Jahres schwach bleiben wird. Für das vierte Quartal geht das

Unternehmen weiter von rückläufigen Produktionsraten aus, für das Gesamtjahr

wird in Summe nun eine Seitwärtsbewegung der globalen Produktion von Pkw und

leichten Nutzfahrzeugen erwartet.

Die Automotive Group konnte ihren Umsatz im abgelaufenen Quartal trotz

weltweit rückläufiger Automobilproduktion um 1 Prozent gegenüber dem

Vorquartal steigern. Organisch lag das Wachstum bei 1,7 Prozent. Der Umsatz

summierte sich in diesem Zeitraum auf 6,4 Milliarden Euro. Die bereinigte

operative Marge lag bei 4 Prozent (Vorjahr: 7,8 Prozent).

Die Rubber Group setzte im dritten Quartal rund 4,4 Milliarden Euro um, was

ein leichtes Umsatzplus gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum

bedeutet. Das organische Wachstum lag im dritten Quartal 2018 bei 2,7

Prozent. Mit Blick auf den positiven Verlauf des Winterreifengeschäfts

führte Schäfer aus: "Unter anderem aufgrund der hohen Performance unserer

Winterreifen und deren wiederholt hervorragenden Testergebnissen rechnen wir

damit, das Rekordabsatzniveau in Europa aus dem letzten Jahr in 2018 noch

einmal übertreffen zu können."

In den ersten neun Monaten tätigte Continental Investitionen von mehr als

1,9 Milliarden Euro in Sachanlagen und Software. Damit belief sich die

Investitionsquote auf 5,9 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent). Für Forschung und

Entwicklung wendete das Technologieunternehmen netto mehr als 2,5 Milliarden

Euro auf. Dies entspricht einer Quote von 7,6 Prozent bezogen auf den

Unternehmensumsatz. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 7,2

Prozent.

Zum Ende des dritten Quartals 2018 beschäftigte Continental mehr als 244.000

Mitarbeiter. Dies entspricht mehr als 9.000 zusätzlichen Mitarbeitern im

Vergleich zum Vorjahresende. Knapp drei Viertel des Zuwachses ist auf die

Verstärkung des weltweiten Forschungs- und Entwicklungsteams sowie

gestiegene Produktionsvolumina in der Automotive Group zurückzuführen. Rund

ein Viertel der zusätzlichen Belegschaft wurde in der Rubber Group

eingestellt. Diese Mitarbeiter kommen vor allem in der ausgeweiteten

Produktion und im wachsenden Vertrieb zum Einsatz.

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die

nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871

gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente

und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport.

Continental erzielte 2017 einen Umsatz von 44 Milliarden Euro und

beschäftigt aktuell mehr als 244.000 Mitarbeiter in 61 Ländern und Märkten.

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Henry Schniewind

Pressesprecher Wirtschaft & Finanzen

Continental AG

Telefon: +49 511 938-1278

Mobil: +49 151 688 64 262

E-Mail: henry.schniewind@conti.de

Vincent Charles

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Mobil: +49 173 314 50 96

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