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BayWa AG, DE0005194062

BayWa AG, DE0005194062

26.03.2020 - 10:33:39

BayWa AG schließt Geschäftsjahr 2019 erfolgreich ab

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DGAP-News: BayWa AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis

26.03.2020 / 10:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

BayWa schließt Geschäftsjahr 2019 erfolgreich ab

München, 26. März 2020 - Im Geschäftsjahr 2019 stieg der Umsatz der BayWa

AG, München, auf 17,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 16,6 Mrd. Euro) an und überschritt

damit erstmals die Umsatzmarke von 17 Mrd. Euro. Auch eine deutliche

Ergebnisverbesserung wurde wie geplant erzielt: Das EBIT stieg auf 188,4

Mio. Euro (Vorjahr: 172,4 Mio. Euro). Die BayWa AG erreichte damit ihre

Jahresziele und will für 2019 die Dividende um 0,05 Euro auf dann 0,95 Euro

pro Aktie erhöhen.

"Die positive Entwicklung im Segment Energie hat den größten Anteil an der

guten Gesamtentwicklung der BayWa im vergangenen Jahr. Auch unser

Obstgeschäft Global Produce war erfolgreich und die Technik entwickelte sich

nach dem Rekordjahr 2018 deutlich besser als erwartet. Der Baubereich hat

sich ebenfalls sehr robust gezeigt", erläuterte der Vorstandsvorsitzende der

BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Der Agrarhandel sei insgesamt hinter den

Erwartungen geblieben. Internationale Handelsstreitigkeiten hätten das

Ergebnis genauso belastet wie die Trockenheit im Sommer in vielen Regionen

Deutschlands. "Vor allem die abermals gestiegenen Ergebnisse im

regenerativen Energiegeschäft und bei der klassischen Energie haben dazu

geführt, dass die Auswirkungen der schwierigen Marktbedingungen bei Agrar

überkompensiert werden konnten", so Lutz. Er wies außerdem darauf hin, dass

die Belastungen aus dem zum Jahresende abgeschlossenen Kartellverfahren

sowie die damit verbundenen Kosten in diesem Jahresergebnis verarbeitet

worden sind, ohne die Zielsetzungen 2019 zu gefährden.

Für das Jahr 2020 ist eine Ergebniseinschätzung zurzeit seriös nicht

möglich, auf Grund der nicht abschätzbaren Auswirkungen der Covid-19 Krise.

"Mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell fühlen wir uns angesichts der

schwierigen Situation aber gut aufgestellt und sind fest entschlossen,

unsere Grundversorgungsfunktion für die Menschen zu erfüllen", so Klaus

Josef Lutz.

Segment Energie übertrifft erneut Erwartungen

Das Segment Energie steigerte seinen Umsatz 2019 auf 4,47 Mrd. Euro

(Vorjahr: 4,0 Mrd. Euro) und das EBIT auf 127,4 Mio. Euro (Vorjahr: 96,0

Mio. Euro). Damit erzielte das Segment erneut eine Höchstmarke und lag

deutlich über den Planungen.

Im Geschäftsfeld Regenerative Energien entwickelten sich alle Aktivitäten

ausgesprochen erfolgreich: Mit einer Gesamtleistung von 911,6 Megawatt (MW)

(Vorjahr: 453 MW) verdoppelte sich der Verkauf von Wind- und

Solarenergieanlagen im Vergleich zum Vorjahr. Der Handel mit

Photovoltaikkomponenten stieg um gut 70 Prozent auf 927,0 Megawatt peak,

getrieben vor allem durch die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aufgrund

sinkender Produktionskosten bei Modulen sowie die Akquisition eines

kanadischen Solarhändlers. Auch das Servicegeschäft wuchs weiter: Die

weltweit betreute Anlagenkapazität stieg auf 8,3 Gigawatt (GW) (Vorjahr: 5,7

GW).

Das Geschäftsfeld Klassische Energie entwickelte sich ebenfalls sehr

positiv: Das Absatzvolumen bei Heizöl stieg genauso wie der Verkauf von

Holzpellets, der von einem niedrigen Preisniveau und der Kooperation mit der

WUN Pellets GmbH, einem Produzenten von Holzpellets, profitierte. Niedrigere

Heizölpreise und Kunden, die sich ab Herbst 2019 aufgrund des beschlossenen

Klimapakets der Bundesregierung noch einmal mit Brennstoff bevorraten

wollten, waren die Ergebnistreiber dieses Geschäftsfeldes.

Agrar: Unterschiedliche Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Das Segment Agrar schloss das Geschäftsjahr 2019 sowohl mit einem leichten

Umsatz- als auch einem EBIT-Rückgang ab: Der Umsatz betrug 10,9 Mrd. Euro

(Vorjahr: 11,0 Mrd. Euro). Das EBIT lag bei 96,6 Mio. Euro (Vorjahr: 100,1

Mio. Euro).

Der nationale und internationale Agrarhandel hatte sowohl unter den

Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China zu leiden

wie auch unter der erheblichen Sommertrockenheit in Deutschland. So ging bei

den internationalen Handelsaktivitäten im Geschäftsfeld BAST (BayWa Agri

Supply & Trade) das Handelsvolumen mit Getreide und Ölschroten um 1,6 Mio.

Tonnen auf 25 Mio. Tonnen zurück. Dies war vor allem auf die Einstellung des

Brotgetreidegeschäfts mit dem Iran zurückzuführen. Der Handel mit Sojabohnen

wurde erheblich durch die amerikanisch-chinesischen

Handelsauseinandersetzungen belastet.

Im Geschäftsfeld Agrar wurde nach einem guten, frühen Saisonstart das

inländische Betriebsmittelgeschäft durch die einsetzende Trockenheit in

vielen deutschen Regionen sowie speziell beim Dünger durch Preissteigerungen

im Vergleich zum Vorjahr und die Auswirkungen der Düngeverordnung teilweise

erheblich beeinträchtigt. Der Handel mit Agrarerzeugnissen entwickelte sich

nach einem guten ersten Quartal in der zweiten Jahreshälfte schwierig: Durch

positive Ernteerwartungen und eine gute Versorgungslage sanken die

Getreidepreise kontinuierlich und damit auch die Bereitschaft der Landwirte,

Getreide abzugeben. Deshalb standen geringere Vermarktungsbestände und

schlechtere Margen mit entsprechenden Ergebnisauswirkungen zur Verfügung.

Das nationale und internationale Fruchtgeschäft entwickelte sich dagegen im

vergangenen Jahr positiv: Das Geschäftsfeld Global Produce konnte das

Vermarktungsvolumen um insgesamt 8 Prozent auf 380.550 Tonnen steigern. Das

inländische Kernobstgeschäft profitierte in der ersten Jahreshälfte durch

Aufbereitungs- und Packdienstleistungen von den höheren Beständen aufgrund

der Rekordernte im Vorjahr, allerdings auf relativ niedrigem Preisniveau. Ab

der neuen Ernte konnten bei besserer Fruchtqualität wieder höhere Preise

erzielt werden. Steigerungsraten im Fruchtgemüse und bei Südfrüchten

erzielte die neuseeländische Beteiligung T&G Global Limited (T&G Global),

die besonders im asiatisch-pazifischen Markt erfolgreich war. Gegenläufig

entwickelte sich das Geschäft mit Äpfeln, da die neuseeländische Ernte durch

Spätfröste mit entsprechend kleineren Fruchtgrößen und geringerer Qualität

belastet wurde. Durch den Immobilienverkauf des Verwaltungsgebäudes von T&G

Global konnte ein Sonderertrag erzielt werden.

Das Geschäftsfeld Technik erreichte erwartungsgemäß das Rekordniveau von

2018 nicht ganz, lief aber deutlich besser als erwartet. Dies ist vor allem

auf die Auswirkungen des starken Neumaschinenverkaufs im Jahr 2018

zurückzuführen, als Kunden aufgrund der milden Witterung zum Jahresende ihre

bestellten Maschinen vorzeitig abgerufen hatten. Der

Gebrauchtmaschinenhandel mit in Zahlung genommenen Fahrzeugen als auch das

Servicegeschäft stiegen erheblich. Das Gleiche gilt für den Absatz von

Maschinen und Zubehör bei Flüssigdungtechnik und mechanischer

Unkrautbekämpfung.

Bau: Positive Entwicklung durch gute Baukonjunktur und Eigenmarken

Der Umsatz des Segments Bau legte im Jahr 2019 mit 1,7 Mrd. Euro leicht zu

(Vorjahr: 1,6 Mrd. Euro). Das EBIT verbesserte sich auf 32,1 Mio. Euro

(Vorjahr: 31,1 Mio. Euro).

Treiber dieser positiven Entwicklung waren neben dem Hoch- und Tiefbau auch

der Garten- und Landschaftsbau. Alle Bereiche profitierten von der anhaltend

guten Baukonjunktur. Besonders hohe Zuwächse gab es im Verkauf von

Baugeräten und Werkzeugen, wozu auch der Online-Handel wesentlich beitrug.

Auch die erfolgreiche Erweiterung des margenstarken Eigenmarkensortiments

sowie die Vernetzung des digitalen mit dem stationären Vertriebskanal

("Click & Collect") trugen deutlich zu der Ergebnisverbesserung in diesem

Segment bei. Die Verbindung von digitalem und analogem Geschäft ist

zentraler Bestandteil der Strategie, die BayWa im Baubereich als

integrierten Multispezialisten zu positionieren.

Innovation & Digitalisierung mit leichter Umsatzsteigerung

Das Segment Innovation & Digitalisierung lag mit einem Umsatz von 10,6 Mio.

Euro im Geschäftsjahr 2019 auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 10,7 Mio. Euro).

Das EBIT lag plangemäß bei minus 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: minus 12,3 Mio.

Euro).

Die weitere Verschärfung der Düngeverordnung, die von den Agrarbetrieben

eine Optimierung der Düngermengen und die Einhaltung strengerer

Dokumentationspflichten erfordert, führte zu einem gestiegenen Interesse der

Landwirte an Digital Farming bzw. Farm-Management-Produkten sowie deutlich

höheren Verkaufszahlen des Software-Pakets "NEXT Farming LIVE". Über die

Hälfte des Umsatzes entfiel auf Software-Lizenzen und

-Wartungsverträge. Ein Drittel des Umsatzes wurde in diesem Segment mit

digitalem Kartenmaterial einschließlich Analysen und Beratungen sowie

Bodenprobenentnahmen verzeichnet. Die Entwicklung des EBIT ist zum einen auf

die hohen Investitionen für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen und

zum anderen auf die Bereitstellung sowie Weiterentwicklung des BayWa Portals

als Servicefunktion für die operativen Geschäftsfelder zurückzuführen, der

keine unmittelbaren Erträge gegenüberstehen.

Entwicklung BayWa Konzern zum 31. Dezember 2019

Umsatz1 EBIT2

in Mio. Euro 2019 2018 % 2019 2018 %

17.059,0 16.625,7 + 2,6 188,4 172,4 + 9,3

Entwicklung Segment Energie

Umsatz EBIT

in Mio. Euro 2019 2018 % 2019 2018 %

Regenerative Energien 1.975,3 1.530,2 + 29,1 101,0 72,5 + 39,3

Klassische Energie 2.499,0 2.438,3 + 2,5 26,4 23,5 + 12,3

Segment Energie 4.474,3 3.968,5 + 12,7 127,4 96,0 + 32,7

Entwicklung Segment Agrar

Umsatz EBIT

in Mio. Euro 2019 2018 % 2019 2018 %

BAST 4.875,8 5.286,8 - 7,8 19,1 31,1 - 38,6

Global Produce 843,9 807,9 + 4,5 36,9 27,2 + 35,7

Agrar 3.454,4 3.298,8 + 4,7 7,8 5,2 + 50,0

Technik 1.683,4 1.622,4 + 3,8 32,8 36,6 - 10,4

Segment Agrar 10.857,5 11.015,9 - 1,4 96,6 100,1 - 3,5

Entwicklung Segment Bau

Umsatz EBIT

in Mio. Euro 2019 2018 % 2019 2018 %

Segment Bau 1.702,8 1.617,5 + 5,3 32,1 31,1 + 3,2

Entwicklung Segment Innovation & Digitalisierung

Um- EBIT

satz

in Mio. Euro 2019 2018 % 2019 2018 %

Segment Innovation & 10,6 10,7 - - - -

Digitalisierung 0,9 14,6 12,3 18,7

1 Beinhaltet die Zahlen der Segmente Energie, Agrar, Bau, Innovation &

Digitalisierung und die Sonstigen Aktivitäten.

2 Beinhaltet die Zahlen der Segmente Energie, Agrar, Bau, Innovation &

Digitalisierung, die Sonstigen Aktivitäten sowie die Überleitung.

Kontakt:

Marion Danneboom, BayWa AG, Leiterin PR/Corporate Communications/Public

Affairs,

Tel. 0 89/92 22-36 80, Fax 0 89/92 12-36 80,

E-Mail: marion.danneboom@baywa.de

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