BEIERSDORF AG, DE0005200000

ZÜRICH - Die UBS sieht das künftige Wachstum des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf und auch die Gewinnentwicklung 2019 kritischer.

14.01.2019 - 09:20:25

ANALYSE/UBS: Jahr 2019 wird für Beiersdorf schwieriger - Abstufung auf 'Sell'. Analystin Pinar Ergun warnte deshalb in einer am Montag vorliegenden Studie vor überzogenen Erwartungen und rät zum Verkauf der Aktien. Sie stufte die Aktie von "Neutral" auf "Sell" ab und kappte das Kursziel von 94 auf 85 (Schlusskurs Freitag: 90,50) Euro. Der Konzern legt an diesem Donnerstag seine Umsatzzahlen für 2018 vor.

Im Detail rechnet die Expertin damit, dass Beiersdorf sowohl mit dem Umsatzwachstum aus eigener Kraft als auch mit der operativen Profitabilität enttäuschen wird. Steigende Kosten dürften die Margen belasten, präzisierte sie unter anderem mit Verweis auf die gesteigerten Ausgaben für Werbung und auch die inzwischen schwächere Gesamtmarktsituation. Sie rechnet damit, dass Analysten ihre Ergebniserwartungen je Aktie senken und dies Druck auf die Aktie ausüben werde.

Das neue Management-Team müsse zudem den Markt überzeugen, dass es künftig anders mit den Barmitteln umgehen werde. Die 4,5 Milliarden Euro netto Barvermögen seien in mehr als einer Dekade nicht dazu verwendet worden, Aktionärswert zu schaffen, monierte sie.

Nach einem starken Jahr 2018 sei die Beiersdorf-Aktie auch hoch bewertet, fügte sie hinzu. Sie habe seit Mitte 2017 im Vergleich zum Sektor eine Neubewertung erfahren und werde mittlerweile mit einem etwa 30-prozentigen Aufschlag an der Börse gehandelt. "Ein verlangsamter Schwung rechtfertigt diesen Zuschlag nicht mehr", so die Expertin.

Mit der Einstufung "Sell" geht die UBS davon aus, dass die Gesamtrendite der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent unter der von der UBS erwarteten Marktrendite liegt./ck/tih/jha/

Analysierendes Institut UBS.

Veröffentlichung der Original-Studie: 11.01.2019 / 18:22 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.01.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

@ dpa.de

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