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VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Volkswagen (VW) ist wegen der Corona-Pandemie mittlerweile nur noch der europaweit grĂ¶ĂŸte Autokonzern - Erzrivale Toyota kam bei den StĂŒckzahlen nĂ€mlich besser durch das Corona-Jahr als die Wolfsburger.

26.02.2021 - 08:33:29

VOLKSWAGEN IM FOKUS: Blick nach vorne - Elektrooffensive muss sitzen. Aber das muss nicht viel heißen, stand VW doch am Ende des Jahres nach ersten Eckdaten trotzdem erstaunlich gut im Saft - zumindest beim operativen Gewinn. Bei den Details bleibt aber einiges offen, vor allem wie Vorstandschef Herbert Diess das nun begonnene Jahr einschĂ€tzt. Wie es beim Konzern rund um die an diesem Freitag zu erwartenden detaillierteren Zahlen aussieht, was Analysten sagen und wie die Aktie lĂ€uft.

Zoe konnte der ID.3 damit laut Daten des Auto-Analysten Matthias Schmidt noch nicht knacken - aber das VW-Modell kam auch erst im September auf den Markt. Vom Audi E-tron verkaufte der Konzern 2020 zusĂ€tzlich 47 300 StĂŒck. Damit war die VW-Gruppe im Jahr 2020 in Westeuropa laut Schmidt insgesamt klarer MarktfĂŒhrer vor Renault-Nissan-Mitsubishi und auch vor Tesla bei rein elektrischen Antrieben.

Das zweite Halbjahr 2020 war im TagesgeschĂ€ft auch in der Gesamtsicht weitaus erfreulicher als das erste und zweite Quartal, auch wenn nach fast ausgeglichenen Verkaufszahlen im dritten Quartal im Schlussjahresviertel wieder ein DĂ€mpfer erfolgte. Die Pandemie ist mit den aktuellen Lockdowns in vielen LĂ€ndern fĂŒr den Autobauer noch lange nicht ausgestanden. Doch VW ließ schon durchblicken, dass das operative Ergebnis vor SondereinflĂŒssen bei rund 10 Milliarden Euro (VJ: 19,3) gelegen haben dĂŒrfte - soviel hatte dann doch kaum einer auf dem Zettel.

Aktuell drĂŒckt mit dem Chipmangel aber neben den Lockdowns auch eine der vielen Folgelasten der Covid-Ausbreitung auf die Laune der Manager. Weil Chiphersteller beim Einbruch der AutomĂ€rkte umdisponierten und auch Rohmaterialien knapp geworden sind, kommen die Elektronikkonzerne derzeit nicht mit der Lieferung von Halbleitern hinterher. Nahezu alle Autobauer haben fĂŒr das erste Quartal zumindest teilweise Produktionsprobleme angekĂŒndigt. Umso spannender wird, wie der Konzern die Lage in diesem Jahr einschĂ€tzt, was Auslieferungen, Umsatz und operative Rendite angeht.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Trotz der UnwĂ€gbarkeiten rund um die Versorgung mit Chips rechnet JPMorgan-Analyst Jose Asumendi mit einem starken Jahr 2021 fĂŒr die Firma. George Galliers von Goldman Sachs geht jedoch davon aus, dass VW einen vorsichtigen Ton rund um den Ausblick anschlĂ€gt - eben wegen BeschrĂ€nkungen in der Krise und wegen der Flaute bei Chips. FĂŒr ihn dĂŒrfte VW einen Anstieg der Auslieferungen und ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 15 Prozent in Aussicht stellen, bei einer operativen Marge von 5,5 bis 6,5 Prozent. Er persönlich traut den Wolfsburgern aber zu, dass sie 6 bis 7 Prozent Marge schaffen können. Erst fĂŒr 2022 steht in der VW-Planung von Noch-Finanzchef Frank Witter schließlich wieder eine Marge von 6 bis 7 Prozent.

UBS-Analyst Patrick Hummel verwies nach einer Investorenveranstaltung mit Diess und Witter im Januar auf ein starkes Abschneiden im vierten Quartal dank guter Preis- und Mixentwicklung. Soll heißen: VW verkaufte anteilsmĂ€ĂŸig mehr teurere und neuere Modelle, was die Marge und das Ergebnis stĂŒtzt. Schon seit lĂ€ngerem setzt VW auf grĂ¶ĂŸere SUVs, zudem liefern auch neue Modelle wie der Golf 8 in dieser Kategorie Schub.

Zuletzt rĂŒckte bei den Finanzexperten auch die GerĂŒchtekĂŒche rund um einen möglichen Börsengang der Edeltochter Porsche wieder in den Blickpunkt. Das "Manager-Magazin" hatte berichtet, dass VW wieder stĂ€rker ĂŒber einen solchen Schritt nachsinnt - um den eigenen Börsenwert zu heben und mitunter Geld fĂŒr andere Zwecke wie die Elektrooffensive zu beschaffen. Das könnte andeuten, dass strukturelle Änderungen am VW-Gebilde nun tatsĂ€chlich auf dem Weg seien - oder immerhin wahrscheinlicher wĂŒrden, schrieb Stifel-Europe-Analyst Daniel Schwarz.

Die von Bloomberg bis Mittwoch befragten Analysten schĂ€tzen den noch offenen Nettogewinn bei Volkswagen fĂŒr das vergangene Jahr im Schnitt auf rund 6,5 Milliarden Euro. 2021 dĂŒrfte ihnen zufolge der Umsatz um rund 10 Prozent auf 244 Milliarden Euro steigen. Das operative Ergebnis wĂŒrde mit 15 Milliarden Euro eine Marge von gut 6,1 Prozent bedeuten.

Die in diesem Jahr im dpa-AFX-Analyser erfassten Analysten sind ĂŒberwiegend positiv gestimmt, was die weitere Aktienentwicklung angeht. Sie haben im Schnitt ein Kursziel von um die 190 Euro und damit rund 20 Euro mehr als derzeit. Bei 9 Kaufempfehlungen und 4 Empfehlungen zum Halten der im Dax notierten Vorzugsaktie gibt es unter ihnen kein Verkaufsvotum.

DAS MACHT DIE AKTIE

Die VW-Vorzugsaktie bĂŒĂŸte im Corona-Jahr 2020 mehr als 13 Prozent ihres Wertes ein. Derzeit steht das Papier mit rund 170 Euro aber wieder leicht ĂŒber dem Niveau von vor dem Corona-Crash, der die AktienmĂ€rkte vor rund einem Jahr mit voller Wucht erfasst hat.

Im Corona-Tief war der Kurs der VW-Vorzugspapiere bei unter 80 Euro sogar unter das Dieselkrisentief von gut 86 Euro im Herbst 2015 gerutscht. Vor allem mit dem Aufschwung seit Anfang November, als der Kurs bei rund 130 Euro dĂŒmpelte, hat das Papier Boden gutgemacht. Das Hoch aus dem FrĂŒhjahr 2015 bei ĂŒber 260 Euro ist aber nach wie vor in weiter Ferne.

Damit ist das von Diess ausgerufene Ziel, den Marktwert des Konzerns an die Marke von 200 Milliarden Euro heranzufĂŒhren, bislang nur ein Wunschtraum der Anleger. Vielmehr fokussieren sich die großen Profi-Investoren im Autobereich derzeit eher auf Tesla , auch wenn die scharfen KursrĂŒckgĂ€nge bei Tech-Aktien in den vergangenen Tagen auch die Kalifornier trafen. Der Elektroautopionier hat zuletzt bereits bewiesen, dass er mit den Batterieautos Geld verdienen kann - wenn auch viel Geld mit dem Handel von CO2-Emissionsrechten ins Haus kam.

Volkswagen ist an der Börse derzeit rund 91 Milliarden Euro wert, zusammen mit Daimler (rund 70 Mrd) und BMW (rund 46 Mrd) kommen die drei großen deutschen Autokonzerne auf 207 Milliarden Euro Marktkapitalisierung.

Zum Vergleich: Der US-Elektroautopionier Tesla bringt es nach einer beispiellosen Rally trotz der Kursverluste in den vergangenen Tagen derzeit auf umgerechnet rund 540 Milliarden Euro - und damit mehr als doppelt so viel wie alle deutschen Autokonzerne zusammen. Auch Toyota aus Japan steht in der Gunst der Anleger weit besser da: 26 Billionen Yen entsprechen rund 202 Milliarden Euro.

@ dpa.de

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