Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

SAP SE, DE0007164600

SAP IM FOKUS: Die Zeit nach 'Bill' - Wie schnell setzen die neuen Chefs Akzente?

08.11.2019 - 16:15:25

SAP IM FOKUS: Die Zeit nach 'Bill' - Wie schnell setzen die neuen Chefs Akzente?. WALLDORF - Europas größter Softwarehersteller SAP steht vor einer Weichenstellung. Die neuen Chefs müssen dem Konzern schnell ihren Stempel aufdrücken, denn die Messlatte für die kommenden Jahre hat der abgetretene US-Amerikaner Bill McDermott gelegt. Am kommenden Dienstag (12. November) will das Vorstandsduo Analysten und Investoren erklären, wie der Kurs der kommenden fünf Jahre aussieht. Was im Unternehmen los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt lief.

lag auch zuletzt noch komfortabel über dem Wert.

Zwar sind die Geschäfte von SAP nicht eins zu eins mit Oracle vergleichbar, dennoch soll Schluss sein mit dem Margenschwund. McDermott gab vor, dass die Kennzahl in den kommenden fünf Jahren um insgesamt fünf Prozentpunkte klettern soll. Umsetzen müssen das nun die beiden neuen Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein. Sie wollen den Investoren am Dienstag auf einem Kapitalmarkttag vorstellen, wie das vonstatten gehen soll.

Klar ist, dass vor allem die Cloudsoftware nun zeigen muss, dass sie so profitabel sein kann wie das angestammte Lizenzgeschäft. Dabei sitzt dem Konzern der Cloudprimus Salesforce aus den USA im Nacken, der die Deutschen auch beim Gesamtumsatz überflügeln will. SAP will dagegen halten und sieht seine Vorteile vor allem in einem runden Angebot für die Kunden.

Interessiert zusehen dürfte beim anstehenden Kapitalmarkttag wohl auch der umtriebige US-Investor Paul Singer, der im April eine Beteiligung an SAP in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bekanntgab. In den Führungsetagen ist der Amerikaner mit seinem Hedgefonds Elliott nicht gern gesehen, weil er sich lautstark in die strategischen Belange der Unternehmen einmischt, um den Wert seiner in aller Regel recht geringen Beteiligungen in die Höhe zu treiben. Es wird sich zeigen müssen, ob Elliott nicht doch mehr Unruhe stiftet, als den Walldorfern lieb ist.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Die bereits angekündigten höheren Ausschüttungen über Sonderdividenden oder Aktienrückkäufe im kommenden Jahr würden die Anleger wohl nicht mehr als besonders positive Überraschung werten, schreibt JPMorgan -Analystin Stacy Pollard. Das SAP-Management hatte einen solchen Schritt bereits im April in Aussicht gestellt. Der Betrag von bis zu 1,5 Milliarden Euro dürfte aber Anklang finden, so die Expertin. Auf dem Kapitalmarkttag könnte das Unternehmen aber ein mehrjähriges Programm vorstellen, mit dem Anleger zusätzlich Geld von der Firma erhalten würden.

Auch Mohammed Moawalla von Goldman Sachs glaubt, dass SAP dank des von ihm erwarteten Wachstums beim Mittelzufluss Raum für höhere Ausschüttungen in der mittleren Frist hat. Er bezieht für die Jahre 2021 bis 2023 jeweils 2 Milliarden Euro an Sonderausschüttungen in seine Berechnungen ein. Selbst dann sei SAP noch gering verschuldet und habe finanziellen Spielraum, schreibt er. Zudem rechnet der Experte auf der Veranstaltung mit mehr Klarheit zur Entwicklung der Margen.

UBS -Experte Michael Briest könnte sich vorstellen, dass SAP Aktienrückkäufe zwar jährlich neu ankündigt, aber den Investoren immerhin etwas Orientierung dazu geben will.

Bei den im dpa-AFX-Analyser erfassten Analysten zeigt sich eine generell sehr positive Haltung zur Aktie. 16 von 23 Experten raten zum Kauf, 7 zum Halten und keiner zum Verkauf der Papiere. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 128 Euro. Aktuell liegt der Kurs bei rund 122 Euro.

SO LIEF DIE AKTIE ZULETZT:

SAP hat in den vergangenen Jahren unter McDermott auch durch milliardenschwere Übernahmen von Cloudsoftware-Firmen deutlich an Börsenwert gewonnen und ist mit knapp 151 Milliarden Euro der mit Abstand wertvollste Dax -Konzern. Zum Amtsantritt des Amerikaners als Co-Chef mit Jim Hagemann Snabe 2010 war SAP gerade einmal gut 40 Milliarden wert. Als McDermott das Ruder 2014 alleine übernahm, waren die Walldorfer an der Börse gut 70 Milliarden Euro schwer.

Doch ist der Weg in diese Sphären mitunter steinig gewesen, so zum Beispiel auch in diesem Jahr. Im April legte die Aktie in einem Knalleffekt an einem Tag um 12,5 Prozent zu, als sich McDermott endlich dazu hinreißen ließ, eine klare Marschroute für die operative Marge zu verkünden - und sich als Konzern auch darauf zu verpflichten. Für einen Dax-Konzern, zumal den gewichtigsten, ist das ein sehr deutlicher Kurssprung.

Als das Unternehmen im Juli mit den Zahlen zum zweiten Quartal enttäuschte, ging es um 5,6 Prozent runter, und auch in der Folge schien sich der Kurs eher wieder den 100 Euro anzunähern. Doch als McDermott mit einem starken dritten Quartal abtrat, machte das Papier wieder einen Satz um 10,2 Prozent nach oben.

Auch in den Vorjahren war die Schwankungsbreite des Aktienkurses teils recht hoch. Zum Jahreswechsel war das Papier etwa weniger als 90 Euro wert. Auf mittlere Sicht aber haben die Aktionäre gute Gewinne einstreichen können. Wer im Hoch der Dotcom-Blase im März 2000 bei über 70 Euro zugegriffen hat, musste jedoch länger warten, bis das Niveau wieder erreicht war - bis ins Jahr 2015 nämlich.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Ziel für SAP auf 140 Euro - 'Outperform'. Mit der Prognose eines bis 2023 steigenden Cashflow zeigte sich Analyst Mark Moerdler in einer am Montag vorliegenden Studie zufrieden. NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für SAP nach einem Kapitalmarkttag von 137 auf 140 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. (Boerse, 18.11.2019 - 11:30) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für SAP auf 145 Euro - 'Buy'. Die anvisierte Steigerung des Free Cashflow bis 2023 sei eine gute Nachricht, schrieb Analyst Antonin Baudry in einer am Montag vorliegenden Studie. LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für SAP nach dem Kapitalmarkttag von 135 auf 145 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 18.11.2019 - 07:25) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: UBS belässt SAP auf 'Neutral' - Ziel 125 Euro. Der Softwarehersteller habe eine klare Strategie aufgezeigt, um die Umsatz- und Gewinnziele bis 2023 zu erreichen, schrieb Analyst Michael Briest in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für SAP nach einem Kapitalmarkttag auf "Neutral" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. (Boerse, 13.11.2019 - 12:15) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für SAP auf 142 Euro - 'Buy'. Im Mittelpunkt der Diskussionen hätten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung gestanden, schrieb Analyst Julian Serafini in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für SAP nach dem Kapitalmarkttag von 140 auf 142 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 13.11.2019 - 07:18) weiterlesen...

SAP sieht bis 2023 bedeutenden Spielraum für zusätzliche Ausschüttungen. Er sehe wegen der guten Entwicklung beim geplanten Zufluss finanzieller Mittel "ziemlich bedeutenden Spielraum" für Ausschüttungen, die über die reguläre Dividendenzahlung hinausgingen, sagte Finanzchef Luka Mucic am Dienstag auf einer Investorenveranstaltung in New York. "Wir horten kein Cash", sagte der Manager. NEW YORK - Europas größter Softwarehersteller SAP erwartet auch über das Jahr 2020 hinaus gute Möglichkeiten für zusätzliche Ausschüttungen an die Aktionäre. (Boerse, 12.11.2019 - 18:44) weiterlesen...

Neue SAP-Chefs wollen Effizienz mit Maßnahmenbündel voranbringen. "Wir werden Silodenken im Konzern beseitigen und Doppelarbeit reduzieren", sagte Co-Chefin Jennifer Morgan am Dienstag auf einer Investorenveranstaltung in New York. "Es wird einen klaren Fokus auf Verantwortlichkeit geben", sagte die seit rund einem Monat amtierende erste Frau auf dem Spitzenposten bei einem Dax -Konzern. Der Konzern wolle auch Hierarchien reduzieren, sagte der mit ihr in die Unternehmensführung aufgestiegene Christian Klein. Die beiden hatten das Amt von Ex-Chef Bill McDermott nach dessen überraschendem Abgang übernommen. Der US-Amerikaner war seit 2010 Vorstandssprecher, zuerst ebenfalls in einer Doppelspitze, ab 2014 allein. NEW YORK - Europas größter Softwarehersteller SAP will in den kommenden Jahren mit einem Maßnahmenbündel profitabler werden. (Boerse, 12.11.2019 - 16:59) weiterlesen...