Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

MICROSOFT CORP, US5949181045

REDMOND - Der US-Konzern Microsoft ist vielen vor allem als Hersteller des PC-Betriebssystems Windows und der Bürosoftware Office bekannt.

15.01.2020 - 08:32:24

MICROSOFT IM FOKUS: Windows-Konzern mit guten Aussichten in der Cloud. Dass Microsoft an der Börse dank des seit Jahren anhaltenden Höhenflugs der Aktie fast alle anderen US-Tech-Giganten in den Schatten stellt, hat aber einen anderen Grund. Was im Konzern los ist, wie die Analysten das Unternehmen beurteilen und wie sich die Aktie entwickelt hat.

mit seinem Börsenwert die beeindruckende Marke von einer Billion US-Dollar. Aktuell bringt Microsoft knapp 1,25 Billionen Dollar (1,12 Bio Euro) auf die Waage. Apple ist derzeit mit 1,37 Billionen Dollar etwas mehr wert.

Die hohe Wertschätzung der Anleger hat Microsoft aber seit einigen Jahren weniger den bei Privatanwendern bekanntesten Programmen zu verdanken. Das Zauberwort lautet stattdessen Azure - so nennen die Manager um Konzernchef Satya Nadella ihren Clouddienst, auf dem Kunden ihre eigenen Anwendungen und Daten für eine durchgehende Nutzung über das Internet speichern können. Mit dem Angebot konkurriert Microsoft mit Marktführer Amazon Web Services und der Google Cloud Platform vom Alphabet -Konzern.

Die Cloudsparte war im ersten Geschäftsquartal (Ende September) mit 10,8 Milliarden Dollar Umsatz zwar noch die kleinste der drei Hauptsparten des Konzerns aus Redmond (US-Bundesstaat Washington). Bei einem Wachstumstempo von mehr als einem Viertel dürften die Büro- und Gewerbeanwendungen sowie das Geschäft mit Windows, der Spielekonsole XBox, Geräten und Onlinewerbung aber bald das Nachsehen haben.

Allein Azure wuchs auf Jahressicht um 59 Prozent - in den Quartalen davor legte die Cloudplattform sogar noch schneller zu. Im Oktober gewann Microsoft zudem einen großen Cloud-Auftrag vom US-Verteidigungsministerium zur Modernisierung der IT-Infrastruktur der US-Streitkräfte. Damit setzte sich der Konzern unter anderem gegen den Wettbewerber Amazon durch, der später gegen die Vergabe klagte. Der Auftrag hat ein Volumen von 10 Milliarden Dollar und läuft über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Das 2016 übernommene Online-Karriereportal Linkedin wächst ebenfalls kräftig, auch die Abonnementversion des Büroprogramms Office kann spürbar zulegen.

Microsoft zeigt auch unter dem Strich Stärke. Im ersten Quartal stieg der Nettogewinn um ein gutes Fünftel auf 10,7 Milliarden Dollar. Neben einer Ausschüttung von 3,9 Milliarden an Dividenden kaufte der Konzern für 4 Milliarden Dollar Aktien zurück. Im September beschloss das Unternehmen gar, eigene Aktien im Wert von bis zu 40 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Mit Aktienrückkäufen können Unternehmen überflüssiges Geld ausschütten und den Kurs ihrer Papiere durch zusätzliche Nachfrage nach oben treiben.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Experten sind sich bei Microsoft weitgehend einig: Von den 37 bei Bloomberg erfassten Analysten raten 34 zum Kauf des Papiers. Drei empfehlen "Halten" - und keiner den Verkauf. Etwas weniger euphorisch ist das Bild beim Aufwärtspotenzial, das die Branchenkenner derzeit der Aktie zumessen. Das durchschnittliche Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten liegt bei knapp 169 Dollar und damit nur wenige Dollar über dem aktuellen Kurs.

Mark Moerdler von Bernstein Research geht davon aus, dass Microsoft mit Azure langfristig höhere Bruttomargen erzielen kann als Marktführer Amazon mit seiner Cloudplattform, auch wenn Microsoft hier in letzter Zeit etwas hinterhergehinkt sei.

Microsoft sei ein breit aufgestellter Konzern mit einer sehr gut abzuschätzenden Geschäftsentwicklung, meint zudem Jefferies-Experte Brent Thill. Neue Produktmerkmale sollten zusammen mit dem engagierten Umfeld aus Partnerfirmen dafür sorgen, dass das Unternehmen in der vorhersehbaren Zukunft weiter prozentual zweistellig wachsen dürfte.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Microsoft-Aktie kennt seit langer Zeit quasi nur den Weg nach oben. Ende 2018 hatte der Titel einen leichten Knick nach unten, weil Investoren Tech-Aktien schmähten und die Branche abverkauften. Doch dem längerfristigen Kursverlauf tat das kaum einen Abbruch. Mit einem starken Kursanstieg 2019 war die Delle schnell wieder behoben.

Anfang 2016 lag der Börsenwert noch bei rund 400 Milliarden Dollar, seitdem hat er sich ungefähr verdreifacht. Vergangenes Jahr war das Papier unter den Blue Chips im US-Leitindex Dow Jones der zweitbeste Wert mit einem Plus von über 55 Prozent - oder in absoluten Zahlen ausgedrückt rund 400 Milliarden Dollar. Nur Apple konnte das 2019 mit 86 Prozent Plus übertreffen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Microsoft schließt gravierende Windows-Schwachstelle nach NSA-Hinweis , Details zu Windows 7 (dritter Absatz)) (Boerse, 15.01.2020 - 15:45) weiterlesen...

Microsoft schließt Windows-Schwachstelle nach NSA-Hinweis. Der Hinweis kam vom US-Abhördienst NSA, der die Schwachstelle entdeckte und dem Software-Konzern meldete. Die Lücke kann nur durch die Installation des am Dienstag veröffentlichten Updates für Windows 10 und Windows Server geschlossen werden. REDMOND - Microsoft hat eine brisante Sicherheitslücke in seinem Windows-Betriebssystem geschlossen, dank der sich böswillige Schadsoftware als legitime Programme ausgeben konnte. (Boerse, 15.01.2020 - 09:44) weiterlesen...

Viele PC-Anwender ignorieren 'tickende Zeitbombe' Windows 7. Rund 30 Prozent aller PC-Anwender haben immer noch den Software-Dino im Einsatz. Das geht aus Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET hervor. Für Windows 7 gibt es von diesem Dienstag an keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. BERLIN - Experten warnen vor Windows 7 als einer "tickenden Zeitbombe für Privatanwender und Unternehmen" - doch auf vielen PCs läuft immer noch das Uralt-Betriebssystem von Microsoft . (Boerse, 13.01.2020 - 11:49) weiterlesen...

Ein Drittel aller PC-Anwender ignoriert Support-Ende von Windows 7. Das geht aus Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET hervor. Für die Uralt-Software gibt es von diesem Dienstag an keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. Außerdem unterstützt der Konzern künftig auch nicht mehr die Server-Betriebssysteme Microsoft Server 2008 und 2008 R2. "Wer weiterhin die drei Dinosaurier im Einsatz hat, muss mit gravierenden Folgen für die Sicherheit seiner Daten beziehungsweise seines Unternehmens rechnen", sagte Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann von ESET. BERLIN - Rund 30 Prozent aller PC-Anwender haben immer noch das veraltete Betriebssystem Windows 7 im Einsatz. (Boerse, 13.01.2020 - 10:25) weiterlesen...