WELLS FARGO & COMPANY, US9497461015

NEW YORK - Überwiegend enttäuschende Quartalszahlen hat den Anlegern von US-Banken den Start in die US-Berichtssaison verhagelt.

14.01.2022 - 16:47:25

AKTIEN IM FOKUS: Abwärts für JPMorgan und Citigroup nach Quartalszahlen. Die größte Wall-Street-Bank JPMorgan schnitt im Handelsgeschäft schwächer ab als erwartet. Zudem gingen sowohl die gewerblichen als auch die Konsumentenkredite im Vergleich zum Vorjahr zurück.

mit plus 3,7 Prozent. Im Gegensatz zu den Gewinneinbrüchen bei JPMorgan und der Citigroup steigerte Wells Fargo den Gewinn überraschend kräftig. Die Angst wegen fauler Kredite schwand. Insgesamt verdienten die großen US-Geldhäuser in der Corona-Pandemie prächtig, im jüngsten Quartal lief es aber weniger rund.

Die Autoren der Fuchs-Börsenbriefe zeichnen für US-Banken gleichwohl ein weiterhin positives Bild. Es gebe mehrere Faktoren, die den Banken Rückenwind verliehen. Steigende Zinsen etwa verbesserten die Margen im Kreditgeschäft. Auch strukturell verbessere sich die Situation weiter. Die Konjunktur brumme, die Kreditvolumina wüchsen und Risikorückstellungen könnten aufgelöst werden. Tatsächlich ist dies beispielsweise bei JPMorgan bereits der Fall. Die Bank löste Rückstellungen in Höhe von 9,3 Milliarden Dollar für Kreditausfälle auf, die sie im ersten Jahr der Pandemie vorsorglich gebildet hatte.

Die Ertragslage der Banken dürfte sich auch in den kommenden Monaten bessern, so die Fuchsbriefe-Autoren weiter. Trotz des guten Laufs bei einigen Bank-Aktien seien viele Titel fundamental weiterhin günstig bewertet. Auch die Papiere von JPMorgan seien bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter zwölf nicht teuer, auch mit Blick auf die Dividendenrendite.

@ dpa.de