Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

BLACKSTONE GROUP LP, US09253U1088

NEW YORK - Die zum Auftakt noch wenig bewegten Aktien des US-Softwareanbieters Kronos haben am Donnerstag nach einer Medienmeldung über Fusionspläne angezogen.

21.02.2020 - 17:10:38

AKTIE IM FOKUS: Kronos-Aktien ziehen an - WSJ nährt Spekulation über Fusion. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf Kreise, das Unternehmen wolle mit dem Branchenkollegen Ultimate Software zusammengehen. Dies ließ die Kronos-Aktien zuletzt um fast 5 Prozent steigen. Ultimate ist seit dem vergangenen Jahr nach einer Übernahme durch den Investor Hellman & Friedman nicht mehr börsennotiert.

TEHERAN - Der Iran hat inmitten einer schweren Wirtschaftskrise infolge der US-Sanktionen ein neues Parlament gewählt. Mehr als 7000 Kandidaten bewerben sich um die 290 Mandate. Überschattet wird die Wahl von der umstrittenen Ablehnung gemäßigter Kandidaten, die Präsident Hassan Ruhani nahestehen. Fast 75 Prozent der Kandidaten aus Ruhanis Lager sollen vom Wächterrat, der laut Verfassung über die ideologische Standfestigkeit der Kandidaten wacht, disqualifiziert worden sein. Der Wächterrat ist kein demokratisch gewähltes Gremium und seine Kriterien sind nicht transparent.

Damit hat die Opposition gegen Ruhani beste Chancen, erstmals nach sieben Jahren wieder eine Wahl zu gewinnen. Die Koalition der Konservativen und Hardliner mit dem ehemaligen Polizeichef Mohammed Bagher Ghalibaf als Spitzenkandidaten könnte Prognosen zufolge besonders die politisch wichtigen 30 Sitze in der Hauptstadt Teheran erobern und somit nach jahrelanger Abwesenheit ihr politisches Comeback feiern. Die Ergebnisse aus kleineren Provinzen sollen am Samstag veröffentlicht werden, die Auszählungen in größeren Städten dauern bis zu 72 Stunden.

Fast 58 Millionen der 83 Millionen Iraner waren wahlberechtigt, aber viele Beobachter gehen von einer niedrigen Wahlbeteiligung aus. Ihrer Einschätzung zufolge sind die meisten Menschen der Auffassung, dass das Parlament - egal in welcher Konstellation - nicht in der Lage sei, die politischen und wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen. Vielmehr seien diese nur über eine neue Außenpolitik, insbesondere eine Änderung der Nahost-Strategie und Verhandlungen mit dem Erzfeind USA zu bewältigen. Die 290 Abgeordneten hätten in der Hinsicht keine Autorität.

Vier Stunden nach Wahlbeginn gab es unterschiedliche Angaben zur Wahlbeteiligung. Das staatliche Fernsehen, das seit den frühen Morgenstunden live über die Wahlen berichtete, sprach von einer sehr hohen Wahlbeteiligung in der Hauptstadt Teheran und anderen Provinzen. Nach Angabe von Augenzeugen waren zumindest in Teheran die meisten Wahllokale jedoch leer. Einige Augenzeugen erklärten sogar, es seien mehr Reporter als Wähler da.

Es gab auch Spekulationen, dass die Wahlbeteiligung aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus niedriger ausfallen könnte. In den Wahllokalen trugen viele Wähler sowie Wahlbeobachter Masken. Im Iran sollen Berichten zufolge vier Patienten in den letzten 48 Stunden an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben sein.

Die iranische Führung erwartet eine Wahlbeteiligung zwischen 50 und 60 Prozent. Für sie ist eine hohe Beteiligung eine Bestätigung der iranischen Politik und somit die Unterstützung des Volkes für das islamische Regime. "Mit einer hohen Beteiligung werden wir auch die Verschwörungen unsere Feinde (USA) neutralisieren", sagte Präsident Ruhani am Freitag im Innenministerium.

Als erster wählte - wie immer - Irans Oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei. Er bezeichnete eine Stimmabgabe als "religiöse Pflicht". Jeder Iraner, dem die nationalen Interessen wichtig seien, sollte wählen gehen. Das Innenministerium verlängerte in großen Städten die Öffnungszeiten der Wahllokale um zwei Stunden bis 17.30 Uhr MEZ.

Um schon in der ersten Runde ins Parlament zu kommen, benötigen die Kandidaten mindestens 20 Prozent der abgegebenen Stimmen in ihren Wahlbezirken. Sonst müssen sie an einer Stichwahl teilnehmen, die für Mitte April geplant ist. Dann wird auch eine einfache Mehrheit ausreichen. Das neue Parlament nimmt seine Arbeit Ende Mai auf.

@ dpa.de