DEUTSCHE BANK AG, DE0005140008

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan rechnet mit positiven Überraschungen auf der Kostenseite der Deutschen Bank und erwartet für 2021 wieder eine Ausschüttung an die Aktionäre.

06.12.2021 - 12:55:27

ANALYSE/JPMorgan erwartet von Deutscher Bank Dividende - hoch auf 'Overweight'. Die Aktie sei vor diesem Hintergrund "anspruchlos bewertet", schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer am Montag vorliegenden Studie. Entsprechend stufte er die Papiere der Frankfurter Großbank von "Neutral" auf "Overweight" hoch und nahm sie auch in das Favoritenportfolio der europäischen Bankenbranche auf. Sein Kursziel hob er von 13,50 auf 15,00 Euro und sieht damit bis Juni 2023 ein Kurspotenzial von derzeit 37 Prozent.

Das Finanzinstitut habe seine 2019 vorgestellte Umbaustrategie unter dem derzeitigen Management konsequent und erfolgreich umgesetzt, lobte Abouhossein die Fortschritte der Deutschen Bank. Die Erträge stabilisierten sich, und der Kostenplan trage Früchte, was noch wichtiger sei. Er selbst liegt nun mit seiner Schätzung für das bereinigte Vorsteuerergebnis im kommenden Jahr um 14 Prozent und für 2023 um 19 Prozent über der durchschnittlichen Analystenerwartung.

Nachdem die Deutsche Bank jüngst ihr Ziel einer Cost-Income-Ratio (CIR) von 70 Prozent bekräftigt hat, sieht Abouhossein "Spielraum für Kostenanpassungen, falls die Erträge im Jahr 2022 unter der Erwartung von über 25 Milliarden Euro bleiben sollten".

Auch mit einer Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen rechnet der JPMorgan-Experte in Bälde. Bereits für das Jahr 2021 sollte es wieder eine Dividende geben, erste Aktienrückkäufe sollten im neuen Jahr wieder starten, schrieb er. Entsprechend rechnet er 2022 mit einer Gesamtausschüttung von 40 Prozent und einer Gesamtrendite von 5,9 Prozent. Im Jahr 2024 sollte die Gesamtausschüttung auf 50 Prozent steigen und die Gesamtrendite auf 9,1 Prozent.

Der Analyst wartet daher mit Spannung auf den "Investor Deep Dive"-Tag der Deutschen Bank am 10. März. Dieser Tag dürfte Abouhossein zufolge ein "potenzieller positiver Katalysator für die Aktie" sein, der Klarheit über die langfristigen Ausschüttungen und die weitere Wachstumsstrategie liefern dürfte.

Gemäß der Einstufung "Overweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der jeweilige Sektor entwickeln wird./ck/stw/eas

Analysierendes Institut JPMorgan.

Veröffentlichung der Original-Studie: 03.12.2021 / 17:18 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 06.12.2021 / 00:10 / GMT

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutsche Bank will Aktien zurückkaufen und Dividende ausschütten. Der Aktienrückkauf solle noch in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen sein, teilte das Dax -Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Alle Genehmigungen lägen dafür vor. FRANKFURT - Die Deutsche Bank will Aktien im Volumen von mehr als 300 Millionen Euro zurückkaufen und im Gegensatz zum Vorjahr wieder eine Dividende ausschütten. (Boerse, 26.01.2022 - 18:36) weiterlesen...

Deutsche Bank kündigt Kapitalausschüttungen an. Deutsche Bank kündigt Kapitalausschüttungen an Deutsche Bank kündigt Kapitalausschüttungen an (Boerse, 26.01.2022 - 18:27) weiterlesen...

DEUTSCHE BANK IM FOKUS: Milliardengewinn - und doch ein Zwerg. Was bei der Deutschen Bank los ist, was Analysten sagen und wie sich die Aktie entwickelt. FRANKFURT - Nach einer langen Krise hat die Deutsche Bank immer noch kleine Brötchen. (Boerse, 24.01.2022 - 14:37) weiterlesen...

Keine Einigung bei Tarifverhandlungen für öffentliche Banken. Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen ihre Gespräche aber fortsetzen, wie beide Seiten am Freitag versicherten. Ein neuer Termin wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Gewerkschaft Verdi will mit weiteren Warnstreiks Druck machen. FRANKFURT - Auch ein Verhandlungsmarathon hat in der fünften Tarifrunde für die öffentlichen Banken keinen Durchbruch gebracht. (Boerse, 21.01.2022 - 13:06) weiterlesen...

Verdi plant Warnstreiks bei Privatbanken im Südwesten. Verdi-Funktionär Christian Miska sagte in Stuttgart, erste befristete Arbeitsniederlegungen könnte es in der kommenden Woche geben. Die Mitglieder hätten kein Verständnis mehr für die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber. STUTTGART - Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für Deutschlands Privatbanken laufen bei Verdi im Südwesten die Vorbereitungen für Warnstreiks. (Boerse, 20.01.2022 - 05:56) weiterlesen...