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NEW YORK - Die Entwicklungen im Bereich Fernsehwerbung in Europa verschlechtern sich laut der US-Bank JPMorgan zusehends.

06.07.2017 - 11:44:24

ANALYSE: JPMorgan skeptischer für TV-Aktien wegen Konkurrenz um Werbeetat. Im zweiten Quartal habe sich die Eintrübung fortgesetzt, obwohl sich die Wirtschaft im Aufschwung befinde und das Verbrauchervertrauen gestiegen sei, schrieb Analyst Marcus Diebel in einer Studie vom Donnerstag. Er senkte daher sein Bewertungsurteil für eine Reihe auf das Fernsehen fokussierter Unternehmen wie etwa spanische Sender oder die französische TF1 , die er von "Neutral" auf "Underweight" senkte.

kappte er das Kursziel von 42 auf 40 Euro, behielt die Einstufung "Neutral" allerdings bei. Damit sieht er aktuell noch ein Kurspotenzial von etwas weniger als 6 Prozent.

Dass sich die TV-Werbetrends von starken Konjunkturdaten entkoppelten, "ist eine neue Entwicklung", schrieb Diebel. "Dadurch entfällt eines der Kernargumente für ein Investment in die TV-Branche." Denn trotz seines weiterhin eher positiven Blicks auf die Medienbranche, würden die meisten europäischen TV-Aktien deutlich über ihren historischen Durchschnittsniveaus gehandelt. Das wiederum werde mit Hoffnungen auf eine deutliche Erholung in diesem Bereich begründet, die jedoch wegen der zunehmend unabhängigen Entwicklung von Wirtschaft und TV-Werbung zunehmend gefährdet seien.

Zusätzlich machten sich OTT-Player (Over the Top) wie der Internethändler Amazon mit seinem Video-on-Demand-Diensten oder der Online-Filmverleiher Netflix immer breiter. Darüber hinaus seien in Europa soziale Netzwerke und Online-Dienste nach wie vor angesagt. Auch sie beeinflussten das Zeitbudget, das fürs Fernsehen bleibe, und potenzielle Werbeboykotte gegen Facebook oder Youtube wegen Fake-Profilen und manipulierten Klickzahlen erschienen zudem eher Gerede zu sein.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie von ProSieben in den kommenden sechs bis zwölf Monaten im Gleichklang mit dem Medien-Sektor entwickeln wird./ck/ag/stb

Analysierendes Institut JPMorgan.

@ dpa.de

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