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INFINEON TECHNOLOGIES AG, DE0006231004

NEUBIBERG - Beim Chiphersteller Infineon laufen derzeit die Geschäfte rund.

12.07.2021 - 08:33:27

INFINEON IM FOKUS: Halbleiterboom trifft auf Lieferengpässe. Der boomende Halbleitermarkt und die fortgesetzte Erholung der Automobilmärkte treiben derzeit die Nachfrage. Der sich durch die Corona-Pandemie beschleunigte Trend zur Digitalisierung sorgt auch langfristig für gute Aussichten. Lieferengpässe könnten die Entwicklung jedoch kurzfristig dämpfen. Was bei Infineon los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

profitierten derzeit am meisten vom Nachfrageanstieg. Eine spürbare Besserung der Angebotssituation sei frühestens für das erste Halbjahr 2022 zu erwarten. Zudem werde mit steigenden IT-Ausgaben gerechnet.

Das durchschnittliche Kursziel der dpa-AFX-Analyser vertretenen Analysten, die seit Mai ihre Schätzungen aktualisiert haben, liegt bei gut 40 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Am optimistischsten ist dabei die Berenberg Bank mit einem Kursziel von 45 Euro. Mit 32,50 Euro sieht Warburg Research dagegen den Spielraum ausgereizt, sie gehört zu den wenigen Instituten, die das Papier lediglich zum "Halten" empfiehlt.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Nach einem Höhenflug seit dem Corona-Crash kann die Infineon-Aktie derzeit nicht vom Halbleiter-Boom profitieren. Seit Ende 2020 entwickelt sich das Papier deutlich schwächer als in den vergangenen Jahren. Zwar erreichte es Anfang April mit 37,30 Euro den höchsten Stand seit 2001 - seitdem geht es jedoch bergab. So fiel das Papier bis Mitte Mai wieder auf gut 30 Euro. Seitdem hat wieder eine leichte Erholung eingesetzt. Einen deutlichen Ausbruch nach oben schaffte Infineon jedoch nicht. Aktuell notiert die Aktie bei gut 33 Euro.

So steht in diesem Jahr bislang nur ein vergleichsweise geringes Kursplus von etwas mehr fünf Prozent zu Buche. In den vergangenen drei Monaten ist der Trend sogar negativ - hier verlor das Papier fast sieben Prozent. Dennoch hat der Kurs in der Corona-Krise eine beeindruckende Entwicklung genommen. So war die Aktie beim Corona-Crash an den Aktienmärkten im März vergangenen Jahres auf bis zu gut 10 Euro abgestürzt, bevor sie zu einem Erfolgslauf ansetzte, der in diesem Frühjahr sein vorläufiges Ende fand.

Blickt man auf die Bilanz der vergangenen zwölf Monate, steht damit unterm Strich immer noch ein Anstieg von gut 50 Prozent. Die Dreijahresbilanz fällt ähnlich robust aus. Blickt man fünf Jahre zurück, steht sogar ein Kursplus von mehr als 150 Prozent zu Buche. Durch diese Rally ist das im Dax notierte Unternehmen an der Börse zuletzt erheblich wertvoller geworden. Aktuell kommt Infineon auf eine Marktkapitalisierung von rund 43 Milliarden Euro und liegt damit im Mittelfeld des deutschen Leitindex.

Infineon war seit dem spektakulären Börsengang im Jahr 2000 so gut wie immer im Dax vertreten. Bereits wenige Monate nach der Erstnotiz wurde das Papier in die erste Börsenliga aufgenommen. 2009 war das Papier allerdings für einige Monate nicht im Dax gelistet, da der Kurs wegen der Insolvenz der Speicherchip-Sparte Qimonda bis auf 34 Cent gefallen war. Damals war Infineon selbst auch in schwerem Fahrwasser und die Geschichte des Technologie-Vorzeigeunternehmens schien am Ende.

Infineon gilt auch als ein Symbol der Blase von Technologieaktien in Deutschland. Das Unternehmen wurde im März 2000 von der früheren Mutter Siemens an die Börse gebracht. Die Nachfrage damals war unter anderem wegen des großen Interesses von Privatanlegern riesig. Am ersten Handelstag verdoppelte sich der Kurs der für 35 Euro je Anteil platzierten Anteile. Bis zum Sommer ging es auf um Kapitalmaßnahmen bereinigte 84 Euro nach oben - kurz danach platzte die sogenannte Dotcom-Blase.

@ dpa.de