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NEMETSCHEK AG, DE0006452907

MÜNCHEN - Der Bausoftware-Konzern Nemetschek notierten Münchener das Geschäft stetig mit Übernahmen ausgebaut.

05.01.2021 - 08:33:29

NEMETSCHEK IM FOKUS: Bleibt Corona für den Bausoftwarespezialisten glimpflich?. Auch in der Corona-Krise kam Nemetschek bisher nicht vom Kurs ab, auch wenn der rasante Aktienkursanstieg der letzten Jahre etwas ins Stocken geriet.

übernommenen Stuttgarter Rib Software auch über Zukäufe. Mittlerweile beschäftigt Nemetschek nach eigenen Angaben mit seinen 16 Tochtermarken über 3000 Mitarbeiter.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Das Gros der Analysten ist zwar zuversichtlich bis neutral, einige sind angesichts der Corona-Krise und wegen des in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Aktienkurses allerdings vorsichtig geworden. Vier der im dpa-AFX-Analyser erfassten Expertinnen und Experten raten zum Kauf, vier zum Halten und zwei empfehlen den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp unter 64 Euro und damit etwas über dem aktuellen Kurs von rund 60 Euro.

Zu den Skeptikern zählen Knut Woller von der Baader Bank und Adam Wood von Morgan Stanley. Beide sehen die Marktschätzungen für das Wachstum als zu hoch an. Woller zufolge dürfte zum einen der starke Euro weiter bis zur Mitte des Jahres Gegenwind liefern. Zum anderen habe sich bereits das Wachstum der Wartungserlöse abgeschwächt, was eine Folge der Lizenzschwäche über die ersten neun Monaten sein dürfte. Ohnehin laufe der Konzern in den kommenden Jahren Gefahr, dass die zunehmende Ausrichtung auf Abos die Gesamterlöse belasten könnte.

Zuversichtlicher ist dagegen Mohammed Moawalla von Goldman Sachs . Die erhöhte Bewertung der Aktie sei gerechtfertigt. Die Gewinndynamik sollte dank Übernahmen noch zunehmen. Ähnlich sieht es DZ-Bank-Experte Armin Kremser: Der IT-Dienstleister komme deutlich besser durch die Corona-Krise als erwartet. Vor allem die Ergebnisseite entwickle sich sehr erfreulich. Im Nachgang der Pandemie sollte 2021 auch wieder ein zweistelliges Umsatzplus drin sein.

DAS MACHT DIE AKTIE (Stand 4. Januar 14.30 Uhr):

Die längerfristig investierten Aktionäre haben viel Freude an der Aktie des Bausoftwarespezialisten. Lag das Nemetschek-Papier noch bis ins Frühjahr 2017 bei unter 20 Euro, stand es zuletzt bei rund 60 Euro. Der bisherige Rekord liegt bei 74,35 Euro im Mai im Aufschwung infolge des Corona-Crashs. In diesem war der Kurs bis auf 32,46 Euro abgerutscht, fing sich aber schnell wieder. Unter dem Strich gab es im Jahr 2020 aber nur ein kleines Kursplus von 2 Euro.

Auf drei Jahre gesehen ist Nemetschek aber immer noch in der Spitzengruppe des MDax vertreten. Mit einem Kursplus von gut 140 Prozent muss sich der Softwareanbieter unter den aktuellen Mitgliedern derzeit nur Varta , Hellofresh , Sartorius , Shop Apotheke , Bechtle und Puma geschlagen geben.

Aktuell ist das Unternehmen an der Börse mit fast 7 Milliarden Euro bewertet. Firmengründer und Aufsichtsratsmitglied Georg Nemetschek hält zusammen mit seiner Familie die Mehrheit der Anteile, gut 48 Prozent der Aktien sind im Streubesitz.

@ dpa.de