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Evonik, DE000EVNK013

(Mehr Details aus der SocGen-Studie und zur Kursentwicklung)

11.06.2021 - 13:30:28

AKTIE IM FOKUS 2: Socgen-Abstufung belastet Evonik nur vorübergehend

FRANKFURT - Die Bedenken eines Analysten hinsichtlich der weiteren Strategie des Evonik-Mehrheitseigners RAG haben die Anleger am Freitag letztendlich kaum irritiert. Nach einem anfänglichen Kursrutsch auf 27,85 Euro erholten sich die Papiere schnell und notierten gegen Mittag mit 0,07 Prozent im Plus bei 28,53 Euro.

Analyst Thomas Swoboda von der französischen Bank Societe Generale verwies in einer aktuellen Studie auf das Risiko weiterer Anteilsplatzierungen durch den Evonik-Mehrheitseigentümer RAG-Stifung. Auf ihrer Jahrespressekonferenz habe RAG von einer weiteren Reduzierung der Beteiligung gesprochen, erklärte der Experte. Die neue Strategie könnte einen Abbau auf 20 bis 30 Prozent erlauben, glaubt er. Zuletzt hatte RAG Anfang 2020 einen größeren Anteil verkauft. Aktuell hält die Stiftung 58,9 Prozent an Evonik.

Da RAG schon in der Vergangenheit Kurse um die 30 Euro für eine Platzierung genutzt habe - also in etwa das aktuelle Kursniveau - und da Evonik auch gerade erst die Dividende ausgeschüttet habe, erscheine das Risiko einer Platzierung hoch, erklärt Swoboda. Allerdings stehe die Stiftung, die die Ewigkeitslasten des Bergbaus im Ruhrgebiet schultert, nicht unter Zeitdruck. Denn Evonik zahle eine ordentliche Dividende, und alternative Investments zu einem vernünftigen Preis seien aktuell schwer zu finden.

Vor diesem Hintergrund strich der Analyst seine Kaufempfehlung für die Aktien und stuft sie bei einem von 36 auf 30 Euro gesenkten Kursziel nun mit "Halten" ein. Er betonte aber zugleich, dass sich Evonik finanziell in die richtige Richtung bewege. Zudem habe der Gewinnausblick des Konzerns für das laufende Jahr Luft nach oben.

Das Evonik-Management um Christian Kullmann war erst Anfang Mai optimistischer für 2021 geworden. Dem Aktienkurs konnte das allerdings keine frischen Impulse verleihen. Seit dem Mehrjahreshoch bei 31 Euro Anfang April ging es bislang gut acht Prozent nach unten. Davor hatten die Papiere im Zuge der allgemeinen Impfstoff-, Konjunktur- und US-Wahl-Rally an den Börsen binnen gut fünf Monaten um mehr als die Hälfte zugelegt.

@ dpa.de

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