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LÜBECK - Von der grauen Maus zum Shootingstar: Die Corona-Krise hat Drägerwerk die Produktion immer weiter aus.

23.07.2020 - 15:33:30

DRÄGERWERK IM FOKUS: Der Corona-Boom nimmt kein Ende. Die Jahresprognose hat Dräger mittlerweile angehoben. Doch wie lange hält die gute Entwicklung an? Über 2020 hinaus haben erste Experten Zweifel. Was sonst noch bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

notierten Vorzugspapiere nämlich fast nur den Weg nach unten. Im vergangenen Jahr pendelten sie dann in der Spanne zwischen 40 und 60 Euro hin und her. Den am 24. Februar einsetzenden weltweiten Börsen-Crash angesichts der Corona-Pandemie haben die Dräger-Aktien schließlich so gut wie unbeschadet überstanden.

Spätestens seit Mitte März wird Dräger an der Börse als Krisengewinner gehandelt. Für die Anteilsscheine ging es steil bergauf, in der Spitze Ende März sogar fast bis auf 110 Euro. Dieses Niveau, das die Papiere zuletzt 2017 erreicht hatten, konnten sie allerdings nicht halten. Vom Rekordhoch aus 2015 bei 123,70 Euro waren sie noch weit entfernt. Zunächst ließ die Euphorie spürbar nach, zudem haben zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen die Aktien immer wieder ausgebremst.

Im Zuge der Eckdaten zum zweiten Quartal sowie der Prognoseerhöhung zogen die Papiere Mitte Juli erneut in Richtung von 90 Euro an. Zuletzt ging es aber tagelang wieder nur seitwärts. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von mehr als 50 Prozent zu Buche, was auch etwa den Kursgewinnen seit Beginn des Corona-Crashs entspricht. Damit zählt Drägerwerk an der Börse nach wie vor zu den größten Profiteuren der Virus-Pandemie.

Da der Schwung nachgelassen hat, wird Dräger allerdings von mehreren anderen Krisengewinnern überflügelt. Während Teamviewer ähnlich stark zugelegt hat wie Drägerwerk, ist der Börsenwert von Hellofresh und Zooplus seit dem Corona-Crashs um drei Viertel gestiegen. Die Aktie der Shop Apotheke hat ihren Wert seit 24. Februar sogar verdreifacht.

Das Aktienkapital des derzeit mit 1,45 Milliarden Euro bewerteten Unternehmens ist in Stamm- und Vorzugsaktien unterteilt. Von den 10,2 Millionen Stammpapieren liegen etwas mehr als 70 Prozent bei der Familie Draeger. Beim aktuellen Kurs von 71,60 Euro je Stammaktie ist das Paket der Familie etwas mehr als eine halbe Milliarde Euro wert. Neben den Stammaktien gibt es 7,6 Millionen Vorzugspapiere, die sich zu 100 Prozent im Streubesitz befinden und sowohl im SDax und TecDax notiert sind.

@ dpa.de