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BASF SE, DE000BASF111

LUDWIGSHAFEN - Für den Chemiekonzern BASF laufen die Geschäfte wieder deutlich besser, und das Management des Dax-Konzerns zeigt sich deshalb zunehmend optimistischer.

14.07.2021 - 08:34:31

BASF IM FOKUS: Chemiekonzern wieder zurück auf Vorkrisenniveau. Das sind gute Nachrichten nach einem schwierigen Jahr. Denn 2020 konnten die Ludwigshafener wegen des coronabedingten Einbruchs im zweiten und dritten Quartal beim Ergebnis nicht annähernd den Vorjahreswert erreichen. Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

in der Nordsee einen der größten Windparks der Welt errichten.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Von den 16 seit April im dpa-AFX-Analyser erfassten Experten, die sich mit BASF näher befasst haben, empfehlen neun die Aktie zum Kauf. Sieben raten zum Halten. Keiner empfiehlt den Verkauf. Im Schnitt liegt das Kursziel bei rund 81 Euro. Allerdings weisen die Schätzungen mit 72 bis 108 Euro eine große Spanne auf. Aktuell kosten die Papiere rund 69 Euro.

Die Eckdaten lägen klar über den Markterwartungen, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank in einer jüngsten Studie. Zudem habe BASF deutlich den Ausblick erhöht. Mit Blick auf die Branche sieht Mayer positive Signale für Covestro und Lanxess, eher durchwachsene für Evonik und negative für DSM.

Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern weist BASF laut Analyst Oliver Schwarz von Warburg Research für das zweite Quartal einen neuen Rekord für den Berichtszeitraum aus. Zudem würde ein bereinigtes Ebit von 7,0 bis 7,5 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2021 deutlich über den Ergebnissen von 2019 und 2018 vor Corona liegen und fast das Niveau des Rekordergebnisses von 2017 von 7,65 Milliarden erreichen. Schwarz bereinigt dabei in früheren Bilanzen das operative Ergebnis um den Beitrag von Wintershall.

Der deutliche Aufwärtstrend bei Basischemikalien, Materialien für die Kunststoffproduktion und Industrielösungen stützt nach Ansicht von Analyst Laurence Alexander von der Investmentbank Jefferies den Optimismus hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten für bestimmte Chemieprodukte und die industriellen Endmärkte. Dem gegenüber stehe aber eine enttäuschende Entwicklung bei Agrarprodukten sowie in der Sparte Nutrition & Care.

Für Analystin Georgina Iwamoto von der US-Investmentbank Goldman Sachs fielen die Eckzahlen im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen von Investoren aus. Die Erhöhung der Prognosen sei aber positive Überraschung gewesen. Das Ausmaß der Anhebung dürfte das Vertrauen des Managements in die Aussichten für das zweite Halbjahr widerspiegeln, insbesondere im Upstream-Geschäft.

Der starke Erholungstrend der Industrie in den Segmenten Chemicals und Materials sei deutlich stärker ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Der Börsengang von Wintershall Dea könnte 2022 ein positiver Impuls für den BASF-Aktienkurs sein. Für Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan sind die Aktien nun vernünftig bewertet.

Mit der Veräußerung der Beteiligung am US-Spezialchemieunternehmen Solenis und dem jüngst abgeschlossenen Verkauf des Pigmentgeschäfts hebt BASF dem Baader-Experten Mayer zufolge verborgene Werte. Der daraus erwachsende Barmittelzufluss sei noch nicht gänzlich in der Bewertung der Aktien berücksichtigt.

DAS MACHT DIE AKTIE:

In der ersten Phase der Corona-Krise vor mehr als einem Jahr rutschte der Kurs innerhalb weniger Wochen um mehr als 40 Prozent ab. Mitte März 2020 kostete die BASF-Aktie mit 37,36 Euro so wenig wie seit 2009 nicht mehr. Inzwischen konnte sich die Aktie wieder erholen. Der Kurs liegt mit rund 68 Euro leicht über dem Niveau vom November 2019.

Mit einem Plus von rund 6 Prozent seit Anfang des Jahres schnitt die Aktie aber schlechter ab als der Dax , der seitdem um gut 15 Prozent zulegen konnte. Mittelfristig haben die Aktionäre wenig Freude an dem Papier. Seit dem Rekordhoch von 98,80 Euro Anfang 2018 sank der Kurs um mehr als 30 Prozent.

Über die vergangenen zehn Jahre konnten die Papiere kaum zulegen, während der deutsche Leitindex und der europäische Branchenindex Stoxx 600 Chemie sich mehr als verdoppelt haben.

Aktuell beträgt der Börsenwert des Konzerns rund 62 Milliarden Euro. Damit liegt BASF auf dem elften Platz im Dax. Zur Amtsübernahme Brudermüllers im Mai 2018 hatte BASF mit ungefähr 80 Milliarden noch auf dem sechsten Platz gelegen.

@ dpa.de

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