ProSiebenSat.1, DE000PSM7770

LONDON - Die Zahlen für das dritte Quartal inklusive Umsatzwarnung von ProSiebenSat.1 haben laut britischen Bank HSBC Investoren die Augen geöffnet.

09.11.2018 - 10:18:24

ANALYSE: Nach dem Dritten sieht man besser - HSBC stuft ProSiebenSat.1 ab. Die Aktien des Senders gingen auf Talfahrt und Analysten senkten die Daumen. Analyst Christopher Johnen bezeichnete das Zahlenwerk in einer am Freitag veröffentlichten Studie als neuen Tiefpunkt und eine ernüchternde Erfahrung für die Anleger. Entsprechend stufte der Experte die Aktie von "Buy" auf "Hold" ab und strich das Kursziel von 30 auf 20 Euro zusammen.

Die gesenkten Prognosen des Senders sind dem Analysten ein Dorn im Auge. Er reduzierte daraufhin seine Schätzungen für den bereinigten Gewinn je Aktie in den Jahren 2019 und 2020 um bis zu rund 20 Prozent. Hoffnungsschimmer sind für Johnen zunächst nicht auszumachen. Das kommende Jahr dürfte ein Übergangsjahr werden. Angesichts sinkender Werbeeinnahmen im Fernsehgeschäft, einem drastischen Wechsel in der Programmstrategie und einem massiv eingetrübten Ausblick für die Ergebnisse sieht der Experte keinen Grund dafür, die Aktie derzeit zu kaufen.

Dass sein Kursziel dennoch über dem aktuellen Kurs liegt, begründet Johnen mit der trotz allem immer noch hohen Profitabilität von ProSiebenSat.1. Ein Ziel von deutlich unter 20 Euro, würde nur ein massiver Einbruch der Werbeeinnahmen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gewinne rechtfertigen.

Um die Lücke zu seinen Wettbewerbern in der Bewertung zu schließen, müsse der Sender sich operativ stärker entwickeln und das Vertrauen der Anleger durch eine verbesserte Kommunikation zurückgewinnen. Die jüngste Veröffentlichung sei allerdings das Gegenteil davon gewesen.

HSBC stuft solche Aktien immer mit "Hold" ein, deren Kursziel bis zu 5 Prozent über oder unter dem aktuellen Kurs liegt./mf/she/mis

Analysierendes Institut HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Datum der Analyse: 09.11.2018

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Macquarie hebt ProSiebenSat.1 auf 'Neutral' - Ziel bleibt 18 Euro. Der strukturelle Gegenwind sei inzwischen in den Markterwartungen enthalten, schrieb Analyst Giasone Salati in einer am Montagabend vorliegenden Studie. LONDON - Die australische Investmentbank Macquarie hat ProSiebenSat.1 von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel mit 18 Euro bestätigt. (Boerse, 13.11.2018 - 08:26) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt ProSiebenSat.1 auf 'Hold' - Ziel 18,50 Euro. Die Anleger könnten sich nicht sicher sein, dass sich die neuen Investitionen des Medienkonzerns auszahlen, schrieb Analystin Laurie Davison in einer am Dienstag vorliegenden Studie. FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat ProSiebenSat.1 von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 30 auf 18,50 Euro gesenkt. (Boerse, 13.11.2018 - 08:22) weiterlesen...

VERMISCHTES: RTL-Familien-Show liegt vorn - Talent kommt vor Verbrechen. 2,53 Millionen schalteten die RTL-Familien-Show ab 20.15 Uhr ein. Das entspricht einem Marktanteil von 17,4 Prozent. Knapp dahinter lag das ZDF mit einer neuen Folge der Krimi-Serie "Stralsund". 2,34 Millionen Zuschauer (15,8 Prozent) verfolgten, wie die Kommissare Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und Karl Hidde (Alexander Held) den Motiven eines Sprengstoffanschlags nachgehen. BERLIN - Ein tanzendes Kind, ein Gummi-Mensch, ein Akrobat, der sich aus einer Badewanne räkelt: "Das Supertalent" mit seinen Juroren Sylvie Meis, Dieter Bohlen und Bruce Darnell lag beim Fernseh-Publikum am Samstagabend vorn. (Boerse, 11.11.2018 - 14:44) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: ProsiebenSat.1 mit neuem Tief seit 2012 - Analysten stufen ab. Die Aktien büßten am Freitag nochmals um mehr als 4 Prozent auf nur noch 17,02 Euro ein - ein neues Tief seit sechs Jahren. Nach einer Umsatzwarnung und einer angekündigten Dividendenkürzung waren die Aktien am Donnerstag bereits sehr kräftig um 14 Prozent abgerutscht. Nun folgten Analysten mit einer Reihe von pessimistischeren Kommentaren. FRANKFURT - Die Aktien von ProsiebenSat.1 befinden sich zum Wochenschluss weiter im freien Fall. (Boerse, 09.11.2018 - 10:23) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt ProSiebenSat.1 auf 'Hold' und Ziel auf 20 Euro. Der Medienkonzern habe mit seinem "Tabula rasa" erneut viele auf dem falschen Fuß erwischt, schrieb Analyst Christopher Johnen in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er selbst stampfte seine Schätzungen für das bereinigte Ergebnis bis 2020 bis zu 19 Prozent ein. LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat ProSiebenSat.1 von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 30 auf 20 Euro gesenkt. (Boerse, 09.11.2018 - 08:04) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt ProSiebenSat.1 auf 'Equal Weight' - Ziel 22 Euro. Der Medienkonzern habe alle schlechten Nachrichten schon vor den anstehenden Investorentagen mitgeteilt, um den erwarteten Fünfjahresplan nicht negativ zu überschatten, schrieb Analyst Julien Roch in einer am Freitag vorliegenden Studie. Investoren dürften den Zielen aber erst Glauben schenken, sobald es Anzeichen für einen Erfolg gibt. LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat ProSiebenSat.1 nach Zahlen und gesenkten Umsatzzielen von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft und das Kursziel von 29 auf 22 Euro gesenkt. (Boerse, 09.11.2018 - 07:36) weiterlesen...