GLAXOSMITHKLINE, GB0009252882

LONDON - Aktien von GlaxoSmithKline 4,40 Prozent auf 1446 Pence ein und erreichten bei zwischenzeitlich 1430 Pence ihren tiefsten Stand seit Juni 2016, obwohl der Umsatz als erwartungsgemäß und der Gewinn je Aktie sogar als leicht positive Überraschung bezeichnet wurden.

26.10.2017 - 16:13:06

AKTIE IM FOKUS: Glaxo wegen Dividendensorgen deutlich unter Druck

schlechter ab als US-Rivalen, aber auch als etwa der europäische Konkurrent Barclays . Der Aktienhandel sowie das Beratungs- und Finanzierungsgeschäft mit Unternehmen, das sich unter anderem um Börsengänge und Fusionen dreht, schrumpfte ebenfalls. Dagegen erwies sich das Privat- und Firmenkundengeschäft als Stütze - hier verdiente die Bank fast so viel wie im sonst wesentlich lukrativeren Investmentbanking.

"Während das Umfeld für unsere Erträge eine Herausforderung bleibt, sind wir bei unseren wichtigen Initiativen deutlich vorangekommen", sagte Vorstandschef Cryan. So nimmt das gemeinsame Privat- und Firmenkundengeschäft mit der Postbank Gestalt an. Ab dem zweiten Quartal 2018 sollen rund 13 000 Beschäftigte der Deutschen Bank und 17 000 Beschäftigte der Postbank unter einem rechtlichen Dach arbeiten. Steuern wird die "Deutsche Privat- und Firmenkundenbank" ein gemeinsames Führungsteam von Frankfurt und Bonn aus.

Für die Kunden ändert sich zunächst nichts, beide Markennamen sollen erhalten bleiben. Mittel- bis langfristig müssen sich Mitarbeiter und Kunden aber darauf einstellen, dass Filialen abgebaut werden. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll jedoch in der neuen Einheit bis zum 30. Juni 2021 verzichtet werden. Dies ist Teil der Tarifeinigung mit den Gewerkschaften für die Beschäftigten der Postbank, der BHW-Gruppe und weiterer Töchter. Nach Angaben der Tarifpartner vom Donnerstag sollen zudem die Gehälter in drei Schritten steigen.

Ursprünglich wollte die Deutsche Bank die Postbank verkaufen, nun will der deutsche Branchenprimus mit gemeinsamer IT und Verwaltung im umkämpften Heimatmarkt schlagkräftiger werden. So soll ab Ende 2018 in Kooperation mit der Norisbank eine neue Digitalbank an den Start gehen, mit der die Deutsche Bank für jüngere Kunden attraktiver werden will.

Dagegen gibt der Konzern die Traditionsmarke Sal. Oppenheim auf. Die verbliebenen Kunden und Geschäfte der 1789 gegründeten und 2009 während einer Krise übernommenen Kölner Privatbank werden bis zum kommenden Jahr auf andere Bereiche aufgeteilt. Die Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim wird Teil der Deutschen Asset Management, die so vor ihrem anstehenden Börsengang aufgewertet wird.

Beim Abbau juristischer Altlasten kommt die Deutsche Bank mit großen Schritten voran. "Von den 20 Fällen, auf die noch Anfang des vergangenen Jahres rund 90 Prozent unserer finanziellen Rechtsrisiken entfielen, haben wir inzwischen 13 ganz oder teilweise beigelegt - bei nur geringen zusätzlichen Kosten in diesem Jahr", berichtete Bankchef Cryan. Im vierten Quartal dürften nach Erwartung des Vorstands aber noch einige teure Einigungen anstehen. Ende September hatte das Institut für solche Fälle 2,3 Milliarden Euro zurückgelegt.

Für das Gesamtjahr 2017 hatte die Deutsche Bank nach zwei Jahren mit Milliardenverlusten schwarze Zahlen in Aussicht gestellt. Allerdings machte der Vorstand wenig Hoffnung, dass das Tagesgeschäft zum Jahresende noch anspringen wird: Die Aktivität an den Kapitalmärkten sei auch im Oktober verhalten gewesen.

@ dpa.de

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