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Ströer, DE0007493991

KÖLN - Die Wirtschaft erholt sich zusehends von der Corona-Krise, Unternehmen nehmen wieder mehr Geld für Werbung in die Hand: Ein Trend, der dem Werbevermarkter Ströer Rückenwind beschert.

07.07.2021 - 08:33:30

STRÖER IM FOKUS/Corona ade: Außenwerbung ist wieder gefragt. So hatten in der Krise zusammengestrichene Marketingbudgets das Unternehmen, zu dem auch das Nachrichtenportal T-Online gehört, im vergangenen Jahr teils stark belastet. Was bei Ströer los ist, was die Aktie macht und was die Analysten sagen.

oder auch WPP . Bis zum durchschnittlichen Kursziel von rund 82 Euro hat die Aktie nach dem Kursrutsch in den vergangenen Monaten noch ein weites Stück vor sich.

DAS MACHT DIE AKTIE

An der Börse änderten die jüngsten Geschäftszahlen und der Ausblick nichts am kurzfristigen Abwärtstrend. Mit aktuell knapp 68 Euro kosten die seit 2010 an der Börse notierten Papiere fast ein Fünftel weniger als zum Rekord von 82,50 Euro Ende 2020.

Damit zählen die Aktien im MDax zu den größten Verlierern im bisherigen Jahresverlauf. Dafür hatte das Papier 2019 und auch 2020 zu den Gewinnern gehört. Aktionäre der ersten Stunde können sich ebenfalls freuen: Seit dem Sommer 2011 hat sich der Werte der Aktien mehr als verdreifacht.

Allerdings brauchten die Anleger in den ersten Jahren auch viel Geduld. Der Ausgabepreis beim Börsengang 2010 betrug 20 Euro, bis Herbst 2012 ging es fast auf 6 Euro nach unten. Doch von da an ging es unter anderem dank vieler Übernahmen und den Ausbau des Digitalgeschäfts nach oben - allerdings unter teils heftigen Ausschlägen.

Diese wurden zum Teil auch von Angriffen von Leerverkäufern wie Muddy Waters ausgelöst. Dieser hatte den Konzern im 2016 unter anderem wegen angeblich zu hoch gegriffener Wachstumskennziffern attackiert und den Kurs stark belastet. Inzwischen ist diese Scharte im Kurschart ausgewetzt.

Trotz des Kursrückgangs in den vergangenen Monaten bringt Ströer immer noch 3,8 Milliarden Euro auf die Börsenwaage. Die Marktkapitalisierung des französischen Werbevermarkter JCDecaux liegt bei 5,1 Milliarden Euro, obwohl der deutlich größer ist.

Damit wird JCDeceaux derzeit an der Börse mit dem 1,9-fachen des für 2021 erwarteten Umsatzes auf Basis der aktuellen Bloomberg-Daten bewertet. Bei Ströer liegt der Faktor bei 2,4 - und auch beim operativen Ergebnis liegt die Bewertung Ströers deutlich über der von JCDecaux.

Größte Anteilseigner des Konzerns ist der Mitgründer und Co-Vorstandschef Udo Müller, der rund 22 Prozent der Anteile hält. Dirk Ströer, Erbe des anderen Mitgründers Heinz Ströer, hält knapp ein Fünftel der Anteile. Die Deutsche Telekom ist seit dem Verkauf von T-Online mit knapp 10 Prozent beteiligt.

@ dpa.de