Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Analyse, Empfehlungen

(im Titel wird die Schreibweise der DZ Bank richtiggestellt)

17.11.2020 - 12:07:27

WDH/ANALYSE: DZ Bank erwartet 2021 einen 'Post-Corona-Boom' in Deutschland

FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der DZ Bank im kommenden Jahr unter anderem dank starker Nachholeffekte kräftig zulegen. "Das Wachstum dürfte sich 2021 sehr erfreulich entwickeln", sagte Chefvolkswirt Stefan Bielmeier am Dienstag beim online abgehaltenen Jahresausblick der DZ Bank. Der Aufschwung dürfte allerdings erst mit einiger Verzögerung seine Kraft entfalten. Wegen der zweiten Infektionswelle in der Corona-Pandemie werden die Wintermonate nach Einschätzung von Bielmeier noch vergleichsweise schwach verlaufen.

Die Konjunkturerholung dürfte erst im Frühjahr an Schwung gewinnen, wenn sich das Infektionsgeschehen dank wärmerer Temperaturen abschwächt, erwartet Bielmeier. Nach Einschätzung der DZ Bank wird 2021 von einem "Post-Corona-Boom" geprägt sein. Für Deutschland wird eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,0 Prozent erwartet. Damit liegt die Wachstumsprognose unter den Erwartungen des Sachverständigenrates der Bundesregierung. Die "Wirtschaftsweisen" haben in ihrem Jahresgutachten für 2021 ein Wachstum von 3,7 Prozent erwartet.

Einen starken Wachstumstreiber sieht Experte Bielmeier bei Nachholeffekten. Demnach sei in Deutschland eine ähnliche Entwicklung wie derzeit in China zu erwarten, wo die Verbraucher das Geld bereits "mit vollen Händen ausgeben". Während die USA und Europa unter einer zweiten Welle in der Corona-Krise leiden, kann sich das chinesische Wachstum bereits ungestört entfalten.

Außerdem dürften auch staatliche Hilfsprogramme im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im kommenden Jahr ihre Kraft entfalten. Nach Einschätzung von Bielmeier sollte sich die aktuelle Blockade der milliardenschweren Corona-Konjunkturhilfen der EU durch Ungarn und Polen lösen lassen. "Dafür ist zu viel Geld im Spiel", sagte der Ökonom.

Durch den Machtwechsel im Weißen Haus rechnet die DZ Bank nicht mit größeren Veränderungen in der amerikanischen Handelspolitik. Auch unter dem neuen Präsidenten Joe Biden werde die Politik des "Amerika First" wohl grundsätzlich fortgesetzt werden, sagte Bielmeier. Demnach dürften die USA in der Handelspolitik ihren harte Kurs gegen China fortsetzen. Dies sollte die Globalisierung dämpfen und die deutschen Exportgeschäfte ein Stück weit belasten.

Für konjunkturellen Rückenwind werden nach Einschätzung der DZ Bank hingegen die führenden Notenbanken sorgen. Eine nach wie wie vor niedrige Inflation gebe der Europäischen Zentralbank den notwendigen Spielraum für eine weiter extrem lockere Geldpolitik. Die Leitzinsen bleiben auf ihrem aktuellen tiefen Niveau "festgemauert", sagte Bielmeier. Im laufenden Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft aus Sicht der DZ Bank um 5,2 Prozent schrumpfen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIEN IM FOKUS: Opec-Einigung beflügelt auch die US-Ölwerte. Dort profitierten Größen wie Chevron oder ExxonMobil ebenfalls deutlich davon, dass sich der Ölverbund Opec+ auf eine geringere Steigerung der Ölförderung einigte als in einem früheren Plan vorgesehen. NEW YORK - Eine Rally bei europäischen Ölwerten hat sich am Freitag mit viel Schwung auch bei den New Yorker Branchenwerten gezeigt. (Boerse, 04.12.2020 - 17:23) weiterlesen...

NIKOLA IM FOKUS: Hype und Attacke schütteln US-Elektro-Truckhersteller durch. Auf einen Kurshype folgte schnell der Absturz nach einer Attacke von Leerverkäufern. Darüber hinaus sieht sich Nikola-Ex-Chef Trevor Milton Anschuldigungen ausgesetzt. Was bei Nikola los ist, wie Analysten die Lage einschätzen und was die Aktie macht. PHOENIX - Wie gewonnen, so zerronnen: So turbulent wie zuletzt beim US-Elektro-Truckkonzern Nikola geht es wohl bei den wenigsten Unternehmen zu. (Boerse, 04.12.2020 - 15:15) weiterlesen...

ANALYSE: Deutsche Wirtschaft findet 2021 zurück zur Normalität - Julius Bär. "Die zweite Infektionswelle in der Pandemie wird die Konjunktur noch bis zum kommenden Frühjahr belasten", sagte der Chefvolkswirt von Julius Bär, David Kohl, am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Ab dem zweiten Quartal 2021 dürfte die größte europäische Volkswirtschaft wieder Fahrt aufnehmen. "Die wirtschaftliche Traumatisierung durch die Krise wird generell sehr gering ausfallen", versicherte Kohl. FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Bankhauses Julius Bär die Corona-Krise im kommenden Jahr überwinden und zurück zur Normalität finden. (Boerse, 04.12.2020 - 11:06) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Fraport auf 'Buy' - Ziel hoch auf 60 Euro. Die jüngsten Impfstoffmeldungen und die möglichen Zeitachsen für eine Herdenimmunität deckten sich mit ihren Erwartungen an eine Erholung des Luftverkehrs in der zweiten Jahreshälfte 2021, schrieb Analystin Siobhan Lynch in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Die Flughafenbetreiber Fraport, Aena und Zurich Airport dürften im Jahr 2023 wieder das Verkehrsaufkommen des Jahres 2019 erreichen, ADP im Jahr 2024. FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Fraport von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 35 auf 60 Euro angehoben. (Boerse, 04.12.2020 - 09:48) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Munich Re auf 275 Euro - 'Buy'. Trotz der Belastungen durch die Corona-Krise sei die Schaden-Kostenquote des Rückversicherers erheblich besser als nach dem Hurrikanjahr 2017, schrieb Analyst Philip Kett in einer am Freitag vorliegenden Studie. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Munich Re von 250 auf 275 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 04.12.2020 - 09:36) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Moderna auf 'Buy' - Ziel 139 Dollar. Der Impfstoffentwickler habe die Produktionskapazität für den Covid-19-Impfstoff bestätigt, schrieb Analystin Salveen Richter in einer am Freitag vorliegenden Studie. NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Moderna auf "Buy" mit einem Kursziel von 139 US-Dollar belassen. (Boerse, 04.12.2020 - 09:35) weiterlesen...