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Encavis, DE0006095003

HAMBURG - Mit dem Klimawandel steigt vielerorts auch die Einsicht nach der Notwendigkeit sauberer Energieträger.

05.07.2021 - 08:33:28

ENCAVIS IM FOKUS: Wenn der Wind nicht weht. Regierungen rund um den Globus erhöhen den Anteil an regenerativen Energien. Neben Asien als Antreiber erhielt die Branche zuletzt einen Stimmungsschub durch den Machtwechsel in den USA, wo der demokratische Präsident Joe Biden einen starken Ausbau der Windenergiekapazitäten plant.

in den Index der mittelgroßen Werte MDax .

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erfassten sieben Analysten sind überwiegend positiv gestimmt. Vier raten zum Kauf der Papiere, drei zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 18 Euro und damit gut ein Zehntel über dem aktuellen Kursniveau von 16,28 Euro.

Zafer Rüzgar vom Investmenthaus Pareto liegt mit seinem Ziel von 18,50 Euro über dem Mittelwert aller Experten. Neben den guten Aussichten für erneuerbare Energien betont er die langfristigen Verträge des Unternehmens, die für zuverlässige und gut absehbare künftige Erträge sorgten. Der Experte geht zudem davon aus, dass das Unternehmen in puncto Profitabilität das derzeitige hohe Niveau halten wird. Auch für die Wachstumspläne von Encavis ist Rüzgar zuversichtlich gestimmt und verweist auf Partnerschaften mit Projektentwicklern und die schon recht gut gefüllte "Pipeline".

Encavis sei auf einem eindeutigen Wachstumspfad, erklärt Analyst Jan Bauer von Warburg Research. So habe das Unternehmen erst jüngst mit dem Erwerb eines Windparks in Finnland diesen Markt betreten. Der MDax-Konzern dürfte aus Sicht des Branchenkenners im Jahresverlauf weitere Akquisitionen ankündigen, was einen klaren Wachstumspfad darstelle und zu noch höheren Kurszielen führen sollte. Diese Wachstumsaussichten sowie die Fähigkeiten des Unternehmens, einen Mehrwert zu schaffen, seien nicht angemessen in den Kurs eingepreist. Vor diesem Hintergrund rät auch Bauer zum Kauf.

Skeptischer ist Martin Comtesse vom Investmenthaus Jefferies. Seine Einschätzung verdeutlicht, wie wetterabhängig Encavis ist. Er äußerte sich im Mai mit Blick auf die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal enttäuscht. Ungünstiges Wetter habe auf der Ökostromproduktion gelastet. Da die Fixkosten des Unternehmens sehr hoch seien, habe das zu deutlichen Einbußen bei der Profitabilität geführt. Comtesse rät bei einem Ziel von 15,50 Euro zum Halten der Aktien.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Für die Anleger ist die Encavis-Aktie in den vergangenen Jahren zur Erfolgsgeschichte geworden. Dabei brauchen die Anteilseigner allerdings immer wieder gute Nerven, um teils deutliche Rückschläge auszusitzen. Von ihrem Tief bei umgerechnet 8 Euro-Cent im Jahr 2004 kletterten sie bis zum Januar diesen Jahres auf einen Rekord von 25,55 Euro. Dabei verloren sie 2015 bis ins Jahr 2016 hinein sowie 2020 und auch im Frühjahr dieses Jahres jeweils über 40 Prozent an Wert. In der Vergangenheit konnten Encavis-Papiere die Scharte im Chart immer recht schnell wieder auswetzen. Auch aktuell sieht es eher nach Bodenbildung denn nach einem tieferen Rückschlag aus.

Im Mai und Juni fanden sich jeweils im Bereich von rund 14 Euro wieder Käufer, die für eine Kurserholung sorgten. In trockenen Tüchern ist eine Bodenbildung allerdings noch nicht. Dazu müssten es die Aktien zunächst über ihre 200-Tage-Linie schaffen, die bei Börsianern als ein Gradmesser für den längerfristigen Trend gilt. Seit April bremst die Durchschnittslinie eine weitere Erholung oder gar einen neuen Aufschwung aus.

Richtig optimistisch dürfen die Anleger wieder werden, wenn auch die Charthürde um 19 Euro überwunden werden kann. Dort liegen mehrere Zwischenhochs aus dem Herbst 2020 und dem März 2021. Damit wäre auch etwa die Hälfte des Rückweges zum Rekordhoch geschafft. An der Börse bringt es Encavis aktuell auf eine Bewertung von gut 2,25 Milliarden Euro. Das reicht aber nur für einen der letzten Plätze im MDax.

@ dpa.de