Encavis, DE0006095003

HAMBURG - Der Solar- und Windparkbetreiber Encavis gehört beim geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien zu den Profiteuren.

19.08.2022 - 13:27:28

ENCAVIS IM FOKUS: Rückenwind für den neuen Chef. Das gilt sowohl für den Aktienkurs als auch das operative Geschäft, sodass die mittelfristigen Prognosen vermutlich schon früher erreicht werden. Dorthin wird den Konzern allerdings bald jemand anderes führen, denn der bisherige Chef verkündete Anfang Juli seinen Rücktritt zum Ende des Jahres. Was bei Encavis los ist, wie die Aktie läuft und was die Analysten sagen.

notiert, dem Index der mittelgroßen Werte, und gehört mit über 40 Prozent Gewinn seit Jahresbeginn zu den großen Gewinnern am Markt.

Dabei kletterte der Kurs vor allem von Ende Februar bis Anfang April kräftig nach oben. Anschließend bewegte er sich zwischen 17 und gut 21 Euro. Anfang Juli nahm das Papier dann Anlauf und stieg in den darauf folgenden Wochen bis auf 23,58 Euro und damit auf ein Hoch seit Februar 2021. Kurz zuvor hatte sie damals ihr Rekordhoch bei 25,55 Euro erreicht.

Zuletzt kamen die Hamburger auf eine Marktkapitalisierung von rund 3,6 Milliarden Euro. Dabei entfällt gut ein Viertel auf einen Pool von Ankeraktionären, die übrigen knapp drei Viertel befinden sich im Streubesitz.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN

Die Analysten halten sich mit ihren Einschätzungen zur Encavis-Aktie eher zurück, operativ sind sie aber zufrieden. Seitdem der Konzern Anfang August die Jahresprognose erhöht hat, haben sich fünf Experten geäußert. Drei empfehlen, die Aktie zu halten, zwei würden sie kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 23 Euro und trifft damit in etwa den aktuellen Kurs.

Allerdings zieht dabei das mit der Kaufempfehlung verbundene Kursziel über 30 Euro von Hauck Aufhäuser Investment Banking den Schnitt nach oben. Analyst Simon Jouck ist optimistisch und schraubte seine Umsatz- und Gewinnprognosen bis 2024 deutlich hoch, nachdem auch das Encavis-Management zuversichtlicher geworden ist.

Für das operative Geschäft sind derweil auch die anderen Experten zufrieden. Jefferies-Analyst Martin Comtesse passte seine Prognosen rund um Encavis an. Er habe das verbesserte Strompreisumfeld berücksichtigt, dadurch stiegen seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2022 bis 2024 um ein Viertel.

Und auch Analyst Jan Bauer vom Analysehaus Warburg Research schrieb, er bleibe durchaus optimistisch für die Geschäftsaussichten des Solar- und Windparkbetreibers. Er geht davon aus, dass Encavis angesichts des "hervorragenden Geschäftsverlaufs", die mittelfristigen Ziele bis 2025 anheben wird.

@ dpa.de