Auto1, DE000A2LQ884

FRANKFURT - Starke Quartalszahlen und eine erneut angehobene Umsatzprognose haben am Mittwoch der Erholung der Auto1 und setzten sich von der zuletzt umkämpften und kurzfristig relevanten 21-Tage-Trendlinie nach oben hin ab.

17.11.2021 - 11:46:30

AKTIE IM FOKUS: Auto1-Erholung neu angetrieben von Zahlen und Prognosen. Vom Rekordtief im Oktober bei 28,19 Euro haben sie sich nun wieder um fast ein Viertel erholt, obwohl der November bislang durchwachsen verlief.

Im Vergleich zu den durchschnittlichen Analystenerwartungen (Konsens) zogen Händler ein rundum positives Fazit des Zwischenberichts des Gebrauchtwagenhändlers nebst dessen Aussagen zum Ausblick. RBC-Analystin Sherri Malek lobte die starken Umsätze und die Gewinnkennziffern im abgelaufenen dritten Quartal. Sie sowie UBS-Kollege Adam Berlin sind sich einig, dass die aktualisierten Jahresprognosen sogar immer noch Luft nach oben ließen für die Konsensschätzungen. Berlin bezifferte das Steigerungspotenzial für das Rohergebnis auf etwa 5 Prozent.

Infolge des guten Quartals, das geprägt war von einem Rekordankauf von mehr als 160 000 Fahrzeugen, geht der Betreiber der Plattformen Autohero sowie wirkaufendeinauto.de nun davon aus, dass der Umsatz im laufenden Jahr auf 4,5 bis 4,6 Milliarden Euro klettern wird. Dabei war die Messlatte mit 4 bis 4,4 Milliarden Euro erst im Sommer höher gelegt worden. Zudem präzisierte das Unternehmen sein Ziel für die operative Marge, die nun mit 2,5 Prozent das obere Ende der zuvor gesenkten Spanne erreichen soll.

Trotz des Kurssprungs am Mittwoch lässt eine charttechnische Befreiung aber weiter auf sich warten: Das Erholungshoch zu Monatsbeginn von 35,20 Euro hat Bestand und die mittelfristig relevante 100-Tage-Durchschnittslinie wartet erst bei knapp 35,30 Euro. Für Aktionäre der ersten Stunde ist die Erholung aber ein Trostpflaster: Der Ausgabepreis hatte im Februar dieses Jahres bei 38 Euro gelegen. Am ersten Handelstag hatte der Börsengang mit einem Anstieg bis auf 56,76 Euro noch nach einem satten Erfolg ausgesehen, doch der Trend ging letztlich bis Oktober dann deutlich nach unten.

@ dpa.de