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Teamviewer, DE000A2YN900

FRANKFURT - Schwache Quartalszahlen und vorsichtigere Töne zum Gesamtjahr haben am Donnerstag die Aktien von Teamviewer zum Absturz gebracht.

08.07.2021 - 12:16:33

AKTIE IM FOKUS: Teamviewer sacken nach Zahlen und Ausblick Richtung Ausgabepreis. Am Vormittag sackten sie um 13,5 Prozent auf 27,95 Euro ab. Damit waren sie weit abgeschlagenes Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte.

und rund um das Mercedes-Formel-1-Team hatten den Teamviewer-Aktienkurs in diesem Jahr belastet. Zudem versilberte der ehemalige Eigentümer, der Finanzinvestor Permira, nach und nach sein Investment, indem er größere Aktienpakete platziert und so seinen Anteil schon deutlich reduziert hat.

Unisono äußerten sich Analysten an diesem Tag vor allem enttäuscht über die Billings, also die in Rechnung gestellten Umsätze der kommenden zwölf Monate. Diese hätten im zweiten Quartal nicht nur die durchschnittliche Markterwartung und seine eigene Schätzung verfehlt, sondern auch die von Teamviewer selbst, schrieb unter anderem Goldman-Analyst Mohammed Moawalla. Die Folge daraus seien ebenfalls verfehlte Schätzungen für den Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis.

Zwar sei die Unternehmensdynamik weiterhin stark, doch mit Blick auf die Jahresziele für das Wachstum der Billings ist Moawalla zunehmend vorsichtig gestimmt. Er bleibe unter dem unteren Ende der Unternehmenszielspanne für 2021, betonte er. Denn "das untere Ende impliziert immer noch eine bedeutende Steigerung der Billings, nämlich eine Wachstumsverdoppelung auf etwa 40 Prozent".

UBS-Analyst Hannes Leitner äußerte sich mit Blick auf Teamviewer allgemein vor allem überrascht über die Diskrepanz zwischen den für den Softwareanbieter positiv gestimmten Sell-Side-Experten - etwa Investmentbanken - und den mehrheitlich negativ gestimmten Buy-Side-Experten, also Fonds und andere institutionelle Investoren. Investoren sähen Teamviewers Marktstellung in seinem Kerngeschäft mit Verbrauchern und kleinen bis mittleren Firmenkunden bedroht. Zudem bleibe die Langlebigkeit des Geschäfts mit großen Unternehmenskunden unklar, sobald Belegschaften wieder ins Büro zurückkehrten.

@ dpa.de