NORDEX AG, DE000A0D6554

FRANKFURT - Schwache Quartalszahlen und erneut gekappte Umsatzziele haben am Dienstag die Aktien von Nordex weiter unter Druck gesetzt.

14.11.2017 - 14:41:24

AKTIE IM FOKUS: Nordex fallen nach 'desaströsen Zahlen' auf Vierjahrestief. Händler sprachen von "desaströsen Zahlen" und verwiesen vor allem auf die Auftragsflaute des Windkraftanlagen-Herstellers.

eine Gewinnwarnung ausgegeben und ein paar Wochen später noch einen trüben Ausblick gegeben. Auch der dänische Konkurrent Vestas hatte kürzlich vor schwachen Aussichten gewarnt und Senvion waren am vergangenen Freitag nach Zahlen auf Talfahrt gegangen.

All diese Meldungen hatten auch stets die Nordex-Aktien kräftig belastet, die in diesem Jahr zum ersten Mal im Februar nach gekappten Umsatzzielen schwer eingebrochen waren und sich der Abwärtsdynamik dann nicht mehr entziehen konnten. Denn schon zuvor - im November 2016 - hatte Nordex über eingetrübte Umsatzaussichten geklagt.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2017 gab es schließlich noch zunehmend negative Analystenkommentare, etwa Anfang Oktober von der Investmentbank Goldman Sachs, die in Erwartung schwerer Zeiten für das Windgeschäft in Deutschland das Nordex-Papier zum Verkauf empfahl. Kepler-Experte Lindahl hatte - ebenfalls im Oktober - sein Kursziel für das Nordex-Papier wegen des harten Wettbewerbs und daher rückläufiger Aufträge kräftig auf 6,70 Euro gesenkt.

Warburg-Analyst Roshan Zamir, der ebenfalls sein Kursziel für Nordex im Oktober bereits gesenkt und dabei auf seine deutlich unter den Marktschätzungen liegenden Prognosen für Umsatz und operativen Gewinn verwiesen hatte, ist dennoch nicht nur pessimistisch. Zwar rechnet er mit deutlichen Korrekturen der Analysten an ihren Schätzungen für das kommende Jahr und auch die Management-Aussagen über ein sehr herausforderndes 2018 decken sich seinen Worten zufolge mit seinen Prognosen. "Trotzdem und zugleich ist es möglich, dass die Auftragsdynamik im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen kann", schrieb er in seiner Studie.

@ dpa.de

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