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Wirecard, DE0007472060

FRANKFURT - Nach Kursverlusten von gut 86 Prozent innerhalb von drei Handelstagen haben die Aktien von Wirecard am Dienstag einen leichten Aufschwung hingelegt.

23.06.2020 - 11:42:24

AKTIE IM FOKUS: Wirecard stabilisieren sich nach Absturz etwas. Die von mehreren Hiobsbotschaften gebeutelten Papiere des Zahlungsabwicklers stiegen im frühen Handel um bis zu 22 Prozent. Im weiteren Verlauf bröckelten sie jedoch wieder ab und notierten zuletzt noch 14,83 Prozent höher bei 17,58 Euro.

In den Vorwärtsdrang der Aktien kam die Nachricht, dass die Staatsanwaltschaft München den ehemaligen Vorstandschef Markus Braun wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und Bilanzfälschung festnehmen ließ. Demnach sei bereits am Montag ein Haftbefehl beantragt worden. "Er hat sich gestellt", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nun soll das Münchner Amtsgericht im Laufe des Tages über die Fortdauer der Haft entscheiden.

Braun war am vergangenen Freitag nach Bekanntwerden des Skandals zurückgetreten. Seine ehemalige rechte Hand Jan Marsalek wurde am Montag vom Aufsichtsrat fristlos gefeuert. Marsalek hatte das Tagesgeschäft geleitet.

Am Dienstag hatten die Wirecard-Anteilsscheine gut 44 Prozent an Wert eingebüßt, nachdem das Unternehmen eingeräumt hatte, dass Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro, die bisher als Aktivposten in der Bilanz ausgewiesen waren, "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen".

Unterdessen versucht der Bezahldienstleister, seine Geschäfte in Singapur mit einer eigenen Lizenz in dem Land am Laufen zu halten. Ein entsprechender Antrag des Unternehmens sei bei Singapurs Zentralbank eingegangen, teilte die dortige Finanzaufsicht MAS am Dienstag mit. Die Behörde verlangt von dem Unternehmen eine solche Lizenz nach dem neuen Gesetz für Zahlungsverkehrdienste. Vorerst arbeite Wirecard mit einer Ausnahmeregelung, hieß es.

Die Zukunft von Wirecard hängt vom Wohlwollen der Banken ab. Diese könnten Wirecard den Geldhahn abdrehen, nachdem die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young das Testat für den Jahresabschluss wegen der fehlenden Gelder verweigert hatten. Dass die Kredite nicht sofort fällig gestellt wurden, hatte Analyst Markus Jost von Independent Research tags zuvor als derzeit einzigen Lichtblick in der Causa Wirecard hervorgehoben.

@ dpa.de

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