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Sixt-Staemme, DE0007231326

FRANKFURT / LONDON / PARIS - Wegen der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind die Anleger am Montag auf Abstand zu Reisewerten gegangen.

28.06.2021 - 12:26:29

AKTIE IM FOKUS: Angst vor der Delta-Variante grassiert bei Reisewerten. Die vor allem in Großbritannien rasch steigenden Ansteckungen schüren wieder Ängste vor einer weiteren Infektionswelle. Auch im Reiseland Portugal steigt die Verbreitung.

in London um 3,2 Prozent. Für die Papiere des Autovermieters Sixt und des Flughafenbetreibers Fraport ging es in Frankfurt sogar um jeweils vier Prozent nach unten. Die Aktien der Kreuzfahrt-Reederei Carnival verloren in London 2,2 Prozent an Wert.

Die Papiere der Lufthansa büßten nur relativ milde 1,4 Prozent ein. Für die stark auf Großbritannien fokussierten Fluggesellschaften IAG , Easyjet und Ryanair ging es da deutlich stärker zwischen gut zwei vier Prozent bergab. Allgemein urteilte der UBS-Analyst Jarrod Castle am Montag, auch wenn die Flugbuchungen weiter anzögen, seien Airlines auf bereits erholtem Kursniveaus jetzt weniger attraktiv als noch vor zwölf Monaten.

Am Samstag meldeten die Behörden in Großbritannien neue Coronavirus-Fälle, was den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten bedeutete. Merklich auf die Branchenstimmung drückt daraufhin ein Bericht der Zeitung "The Times", wonach Deutschland darauf drängt, keine Urlauber aus Großbritannien mehr in die EU lassen - unabhängig von ihrem Impfstatus. Für die Branche und die bei Briten beliebten Reiseländer wie etwa Spanien oder Griechenland wäre dies ein herber Dämpfer für die so wichtige Sommersaison. Allerdings sei der Widerstand gegen die kolportierten Beschränkungen groß, hieß es weiter.

Auch im Reiseland Portugal verbreitet sich die Delta-Variante stark, sodass dieses nun wie zuvor schon Großbritannien von Deutschland als Virusvariantengebiet eingestuft wird. Damit wird die Ein- und Ausreise massiv eingeschränkt, aus Portugal kommend müssen sich Einreisende ab Dienstag strengen Quarantäneregeln unterziehen. Hunderte Deutsche haben ihren Urlaub dort mittlerweile vorzeitig beendet. Tui sagte alle Pauschalreisen in das Land auf der Iberischen Halbinsel bis Ende Juli ab.

Die Tui-Aktien fielen am Montag auf ein Tief seit Mitte Juni, die seit Ende April zeitweise zu spürende Erholung ist hier längst wieder aufgezehrt. Damals hatte der Reiseveranstalter angekündigt, sein Angebot nach dem vieldiskutierten Oster-Neustart auszuweiten, Flug- und Bettenkapazitäten in allen beliebten Reiseländern wurden seither wieder massiv hochgefahren. Zeitweise hatte sich der Tui-Aktienkurs daraufhin dem bisherigen Hoch seit dem Ausbruch der Pandemie genähert.

@ dpa.de