STOXX Europe 600 Travel & Leisure, CH0019112744

FRANKFURT - In einem erholten Marktumfeld für europäische Aktien ragt am Donnerstag der Reisesektor heraus.

23.12.2021 - 12:25:28

AKTIEN IM FOKUS: Airlines in freundlichem Aktienumfeld besonders stark erholt. Allen voran Fluggesellschaften zeigten sich erholt - getrieben von neuer Hoffnung, dass Infektionen mit der Coronavirus-Variante Omikron vergleichsweise milde verlaufen könnten. Am Markt wurde darauf verwiesen, dass britische Studien die Thesen aus Südafrika untermauern, dass die Variante zwar weitaus ansteckender ist als Delta, aber viel seltener ins Krankenhaus führe.

wurde damit nicht zur Stimmungsbremse. Auch die Papiere der Iren stiegen an der Dubliner Börse davon ungetrübt um 2,0 Prozent, während die IAG -Aktien in London sogar um 3,5 Prozent anzogen. Der gesamteuropäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Travel & Leisure , dem Fluggesellschaften angehören, war derweil führend in der europäischen Sektorwertung mit einem Anstieg um 1,9 Prozent.

"Kurz vor dem Weihnachtsfest bestimmen die Hoffnung machenden Signale über einen milderen Krankheitsverlauf durch die neue Virus-Variante das Geschehen", sagte der Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Dazu trügen neuerdings auch positive Nachrichten zu Corona-Medikamenten und neuen Impfstoffen bei. Die Reisebranche gilt in der Krise als stark abhängig von der Corona-Lage, weil sie von neuen Einschränkungen besonders stark betroffen ist. Der Billigflieger Ryanair rechnet wegen Omikron denn auch mit einem höheren Verlust als bisher prognostiziert.

Ryanair kalkuliert nun mit einem Fehlbetrag für das bis Ende März 2022 laufende Geschäftsjahr von 250 bis 450 Millionen Euro, nachdem die Fluggesellschaft zuletzt von einem Minus von 100 bis 200 Millionen Euro ausgegangen war. Dies wurde in dem hoffnungsvolleren Umfeld aber nicht nochmals zur Belastung - weder für die Aktien des irischen Billigfliegers noch für die Branche. Zuletzt hatte sich der Ryanair-Kurs im Bereich von 14 Euro seinem bisherigen Jahrestief genähert.

@ dpa.de