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DAIMLER AG, DE0007100000

FRANKFURT - In einem eingetrübten Umfeld am Aktienmarkt sind die Aktien von Daimler um mehr als ein Prozent fiel, drehten Daimler-Aktien nach schwachem Start und der Vorlage von überzeugenden Eckdaten schnell ins Plus.

29.01.2021 - 12:04:36

AKTIE IM FOKUS: Daimler erntet Lob mit starken Zahlen gerade beim Mittelzufluss. Zeitweise betrug dieses gut zwei Prozent, dann ließ der Rückenwind wieder nach. Für den Sprung über die 60-Euro-Marke und ein erneutes Hoch seit 2018 fehlte der Schwung. Zuletzt blieben sie mit einem Anstieg um 0,59 Prozent auf 57,93 Euro aber einer von wenigen Dax-Gewinnern.

Die Anleger freuten sich zu Wochenschluss über ein überraschend starkes Schlussquartal des Autobauers, das einem Börsianer zufolge noch besser ausfiel als jenes von Volkswagen . 2020 verdiente Daimler deutlich mehr als erwartet. Begeistert waren Marktbeobachter vor allem von der Entwicklung des Zuflusses an freien Barmitteln. Dies gelte insbesondere im Vergleich mit BMW , so ein Händler.

"Chapeau", titelte Analyst Arndt Ellinghorst von Bernstein Research in seiner ersten Einschätzung. Er lobte das hervorragende Abschneiden in der Kernsparte Mercedes-Benz Cars, aber auch auf Konzernebene. Zum Treiber erkoren Experten vor allem die operative Marge in der Autosparte, die mit 13,3 Prozent laut George Galliers von Goldman Sachs ein Hoch der jüngeren Zeit erreichte. Am Markt hieß es, der Konsens habe hier nur eine Stelle vor dem Komma erwartet.

Galliers betonte, die Gewinnspanne sei ein Beleg der Strategie von Daimler, den Fokus stärker auf die Profitabilität als auf Masse zu legen. Sein Kollege Jose Asumendi von JPMorgan analysierte, Daimler habe im vierten Quartal von einer positiven Preisentwicklung am Automarkt, einem vorteilhaften Produktmix, Kostenkürzungen auch dank Rohstoffpreisen und einer höheren Auslastung in seinen Werken profitiert.

Nach seiner Kenntnis attestierte der Goldman-Experte Galliers den Stuttgartern beim freien Mittelzufluss eine Rekordrendite im Vergleich mit dem Aktienkurs. Er brachte dies auch mit anhaltend diszipliniertem Wirtschaften beim Umlaufkapital in Zusammenhang. Deshalb könne nun vermehrt die Frage gestellt werden, was mit den Geldern passiert. Er sieht Prioritäten in der Dividende, aber auch bei den fortschreitenden Restrukturierungen und in der Dieselaffäre könnten sie nützlich sein.

Daimler knüpfte mit dem starken Ergebnis gerade beim Mittelzufluss an die zuletzt gelobten Eckdaten von Volkswagen an, nur bei BMW waren diese auf gedämpftes Echo gestoßen. Laut Analyst Ellinghorst sollten Anleger daher das größere Bild im Sektor betrachten: Während moderne Investoren den Kompetenzen der drei großen Autobauer in puncto Elektroantriebe keinen Glauben schenkten, sei deren robuste Gewinn- und Cashflow-Entwicklung für Börsianer der alten Schule kaum zu fassen.

Am Aktienmarkt waren zuletzt die Ansprüche an Daimler schon besonders deutlich gestiegen, wie die enorme Kurserholung vom Corona-Crash im März zeigt. Mit der 60-Euro-Marke fehlt nicht mehr viel und die Aktien hätten sich vom Tief bei gut 21 Euro binnen zehn Monaten verdreifacht. Damit fallen die Kursgewinne wesentlich höher aus als bei Volkswagen oder BMW, deren Aktienkurse sich in dieser Zeit nicht ganz verdoppelt haben./tih/ajx/jha/

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@ dpa.de

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