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MORPHOSYS, DE0006632003

FRANKFURT - Es ist ein kleiner Silberstreif am Horizont für die in diesem Jahr besonders leidgeprüften Anleger von Morphosys : Das Biotech-Unternehmen erhielt in der Europäischen Union die bedingte Zulassung für das Blutkrebsmedikament Tafasitamab (Minjuvi) in Kombination mit dem Mittel Lenalidomid bei einer speziellen Krebsproblematik.

27.08.2021 - 12:00:26

AKTIE IM FOKUS: Krebsmittelzulassung ist Hoffnungszeichen für Morphosys-Anleger

befanden. Der Index der mittelgroßen Werte bewegte sich derweil kaum vom Fleck.

Bekämpft werden soll mit den Medikamenten eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems - also jener Gefäße, Organe und Zellen, die für die spezifische Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Es handelt sich um eine aggressive Krankheit, bei der jeder dritte Patient nicht auf die beginnende Therapie anspricht oder die Krankheit danach wiederkehrt.

Bereits Ende Juni hatte der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur die bedingte Marktzulassung von Tafasitamab in Kombination mit dem Mittel Lenalidomid gefolgt von einer Monotherapie mit Tafasitamab empfohlen. Insofern sei nun die Zulassung zwar "erwartbar" gewesen, schrieb die Expertin Ingrid Gafanhao vom Analysehaus Kempen. Dennoch sei die Nachricht "leicht positiv" für Morphosys, da nun das Potenzial von Minjuvi anerkannt werde.

Auch Händler äußerten sich jetzt leicht zuversichtlich für die Aktien, die sich seit Anfang des Jahres überwiegend auf Talfahrt befinden. So steht in diesem Zeitraum ein Minus von 48 Prozent zu Buche - derart hohe Kursverluste hat kein anderes MDax-Unternehmen erlitten. Einer von verschiedenen Gründen für die schwache Kursentwicklung der letzten Monate ist, dass die Umsätze mit dem wichtigen Krebsmedikament den Markterwartungen zuletzt hinterherhinkten. Zum Vergleich: Der Index der mittelgroßen Werte liegt seit Jahresbeginn 17 Prozent im Plus.

Die Kursverluste der Morphosys-Aktien seit Jahresbeginn knüpfen an das bereits 2020 verzeichnete Jahresminus von 26 Prozent an. Vom Mehrjahreshoch von 146,30 Euro Anfang 2020 aus ging es um rund zwei Drittel nach unten.

Mitte August waren die Papiere dann bis auf den tiefsten Stand seit Ende 2016 abgesackt, bevor sie sich etwas stabilisieren konnten. Dank dieser moderaten Aufwärtsbewegung übersprangen die Anteilsscheine aus charttechnischer Sicht die 21-Tage-Durchschnittslinie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt. Auf mittlere und auf lange Sicht aber sind die Aussichten bereits seit spätestens Februar dieses Jahres eingetrübt.

@ dpa.de