Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Wirecard, DE0007472060

FRANKFURT - Eine Insidermeldung über einen Aufschub der Banken für eine auslaufende Kreditlinie der im Bilanzskandal versunkenen Wirecard hat die Anleger am Mittwoch nur kurz gefreut.

24.06.2020 - 15:56:25

AKTIE IM FOKUS: Freier Fall bei Wirecard geht weiter - BofA sieht kaum noch Wert. Nach einem solidem Start war die Erholung schnell passé, im freien Fall weiteten die Papiere ihr Minus bis zuletzt auf etwa ein Viertel aus. Im Tief kosteten sie nur noch 11,51 Euro - und damit so wenig wie zuletzt 2011. Das kurze Aufbäumen am Vortag ist damit wieder abgehakt. Es geht die Furcht um, dass Kunden dem Unternehmen nun massenweise den Rücken kehren könnten.

Bei Wirecard debattieren Anleger weiter darüber, ob die Banken dem Unternehmen jetzt den Geldhahn zudrehen. Die Institute hätten sich entschieden, zunächst die langfristige Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu prüfen, bevor sie die ausstehende Summe von 1,75 Milliarden Euro zurückfordern, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf Insider berichtet. Der Aufschub dürfte aber nur für kurze Zeit gelten, hieß es. Die Frage danach, wie die Banken als Kreditgeber mit der Situation umgehen, gilt als entscheidend für das Überleben des Dax -Konzerns.

Die Experten der Bank of America bemessen der Aktie des Zahlungsabwicklers derweil kaum noch einen Wert bei. In einer am Mittwoch vorliegenden Studie nahm die US-Bank einen 90-prozentigen Abschlag auf die fundamentale Bewertung der Aktie vor - und stampfte das Kursziel von 14 auf nur noch einen Euro ein. Der massive Kursabschlag spiegele den Verlust von Kunden und Lizenzen, die Streichung bestehender Kreditlinien sowie die generelle Unsicherheit wider, die noch eine Weile fortdauern dürfte.

Fast 90 Prozent beträgt mittlerweile auch der Kurseinbruch bei der Aktie seit vergangenem Donnerstag, als die Aktie noch über 100 Euro gehandelt wurde, dann aber aus den bisherigen Manipulationsvorwürfen ein handfester Bilanzskandal wurde. Dabei musste der Zahlungsabwickler eingestehen, dass Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro laut eigener Aussage "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wirecard-Insolvenzverwalter: Reges Interesse an Unternehmensteilen. Für das Kerngeschäft mit der Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten sowie davon unabhängige Geschäftsbereiche des Konzerns hätten sich zwischenzeitlich bereits mehr als 100 Interessenten gemeldet, teilte Rechtsanwalt Michael Jaffé am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses mit. Der heruntergeprügelte Kurs machte auf die Nachricht hin einen Sprung. ASCHHEIM - Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Wirecard erneut Dax-Ende - prozentual zweistelliger Verlust. Bereits am Montag hatten die Anteilsscheine des nach einem Bilanzskandal ums Überleben kämpfenden Zahlungsdienstleisters rund 20 Prozent verloren. Wegen der niedrigen Kursbasis fallen die prozentualen Kursschwankungen bei Wirecard mitunter heftig aus. FRANKFURT - Die stark schwankenden Aktien von Wirecard sind am Dienstag deutlich unter Druck geblieben und haben zuletzt als klares Schlusslicht im schwachen Dax rund 17 Prozent auf 2,126 Euro eingebüßt. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

Experte: EY-Prüfberichte zu Wirecard könnten bald eingesehen werden. Das könnte im Fall Wirecard große Bedeutung haben, sagt Wirtschaftsprofessor Kai-Uwe Marten von der Universität Ulm. Seines Wissens nach wäre es das erste Mal, dass dieses Recht angewandt würde. Eingeführt wurde der entsprechende Paragraf 321a des Handelsgesetzbuches vor 16 Jahren infolge diverser Skandale. ULM - Gläubiger und Aktionäre haben unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die normalerweise streng geheimen Abschlussberichte von Wirtschaftsprüfern einzusehen. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

Deutsche-Bank-Chef zu Wirecard: Hohe Hürden für mögliche Zukäufe. "Wenn es dann eine potenzielle Gelegenheit gibt, sich mit Technologie zu befassen, bewerten wir das natürlich." Sewing betonte jedoch, Zukäufe müssten stets Wert für die Aktionäre schaffen. Vor allem aber müssten die neuen Teile besser sein als das eigene Angebot. "Das ist eine hohe Hürde", sagte Sewing. FRANKFURT/ASCHHEIM - Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dämpft die Erwartungen an einen möglichen Kauf von Teilen des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard als eine der führenden Banken im Zahlungsverkehr weltweit, sagte Sewing am Dienstag in einer Videokonferenz. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

Weitere Festnahme bei Wirecard. Der Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Cardsystems Middle East FZ-LLC mit Sitz in Dubai sei am Montagmorgen festgenommen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft München. Er sei zuvor aus Dubai angereist und habe sich dem Verfahren gestellt. Nachdem er als Beschuldigter vernommen worden sei, habe man ihn aufgrund eines bereits zuvor beantragten Haftbefehls festgenommen. Am Nachmittag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl stützt sich laut Staatsanwaltschaft unter anderem "auf den dringenden Tatverdacht des gemeinschaftlichen Betrugs und versuchten gemeinschaftlichen Betrugs jeweils im besonders schweren Fall sowie den Verdacht der Beihilfe zu anderen Straftaten". MÜNCHEN - Im Wirecard -Skandal hat es eine weitere Festnahme gegeben. (Boerse, 06.07.2020 - 16:22) weiterlesen...

'FT': Wirecards Kerngeschäft seit Jahren mit Verlusten. In Europa und Amerika hätten die direkt unter Wirecard-Kontrolle stehenden Gesellschaften seit Jahren rote Zahlen eingefahren, berichtete die "Financial Times" ("FT") am Sonntag unter Berufung auf Anhänge zur Sonderbuchprüfung durch KPMG. LONDON/ASCHHEIM - Die mutmaßlichen Luftbuchungen beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard sollten laut einem Pressebericht wohl auch auflaufende Verluste im eigenen Kerngeschäft kaschieren. (Boerse, 05.07.2020 - 20:04) weiterlesen...