Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

K+S, DE000KSAG888

FRANKFURT - Ein pessimistischer Analystenkommentar der Bank of America (Bofa) hat die Aktien von K+S am Mittwoch deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 10 Euro gedrückt.

22.01.2020 - 15:48:25

AKTIE IM FOKUS: Bofa-Verkaufsempfehlung drückt K+S unter 10-Euro-Marke. Der Kurs des Dünger- und Salzkonzerns brach zuletzt um fast acht Prozent auf 9,31 Euro ein. Im Tief hatten sie nur noch 9,22 Euro gekostet. Weniger wurden zuletzt Anfang 2005 für die Papiere gezahlt.

Die Experten der Bank of America nahmen die Bewertung der Papiere am Mittwoch mit "Underperform" wieder auf - mit einem Kursziel von lediglich 4,20 Euro, das weniger als die Hälfte des aktuellen Kurses bedeutet. Es liegt auch weit unter den allgemeinen Kurserwartungen von anderen Analysten. Die Spanne im dpa-AFX Analyser reicht hier bislang zwischen 9,50 und 17 Euro - also dem Mehrfachen der Bofa-Zielmarke.

Der Dünger- und Salzkonzern habe keine wirklich attraktiven Möglichkeiten, um die hohe Verschuldung zu senken, gaben sich die Bofa-Analysten in ihrer am Mittwoch vorliegenden Studie skeptisch. Zudem verzögere sich die Erholung des freien Mittelzuflusses (Free Cashflow) wegen des Abschwungs des Kalimarktes. Die Preise für Pottasche dürften sich nur langsam und im begrenztem Rahmen erholen.

K+S steht wegen des milliardenschweren Neubaus eines Kaliwerks in Kanada und dem eingetrübten Marktumfeld finanziell unter Druck. Angesichts der hohen Verschuldung hatten Ende 2019 bereits Spekulationen über eine Kapitalerhöhung die Runde gemacht. Der Konzern will die Schulden aber anders senken: So hatte der Konzern im Dezember mitgeteilt, Schritte zu erarbeiten.

Erwogen wird im Zuge dessen auch ein Teilverkauf des Salzgeschäfts in Amerika. Dieser würde nach Ansicht der Bofa-Experten zwar die Verschuldung senken, gleichzeitig aber auch den freien Mittelzufluss verwässern. In den Jahren 2020 bis 2023 sei die Sparte im Grunde der einzige Barmittelbringer für K+S. "Dies impliziert, dass die verbleibenden Vermögenswerte noch mehr Bargeld verbrennen", schrieben die Experten.

@ dpa.de