Metro AG, DE000BFB0019

FRANKFURT - Ein enttäuschender Gewinnausblick und die Streichung der Dividende hat am Donnerstag die Metro-Aktie schwer belastet.

16.12.2021 - 12:23:29

AKTIE IM FOKUS: Ausblick und Dividendenstreichung schicken Metro auf Talfahrt. Gegen den Trend am Gesamtmarkt büßte das Papier des Handelsunternehmens 5,5 Prozent auf 9,71 Euro ein und fiel auf den tiefsten Stand seit Mai. Am Dienstag bereits war es unter wichtige kurz- und langfristige charttechnische Unterstützungen gesackt, womit einem freien Fall zumindest aus dieser Sicht kein Widerstand mehr entgegengebracht werden konnte.

Im Zuge der Vorlage endgültiger Jahreszahlen für 2020/21 hatte Metro am Mittwochabend auch die Ziele für das kommende Geschäftsjahr bekannt gegeben. Die jedoch kamen teilweise gar nicht gut bei Anlegern und Analysten an.

DZ-Bank-Analyst Thomas Maul nannte zwar den Umsatzausblick des Managements für das neue Geschäftsjahr "ermutigend", doch dass das operative Ergebnis (Ebitda) im Geschäftsjahr 2021/22 nur das Vorjahresniveau erreichen soll, sei - zumindest auf den ersten Blick - "etwas enttäuschend". Der DZ-Bank Experte vermutet dahinter Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie. Außerdem verwies er darauf, dass Metro im abgelaufenen Geschäftsjahr positive Einmaleffekte im mittleren zweistelligen Millionen-Eurobereich verbucht hatte und weiter in die Digitalisierung investiert.

Auch Baader-Bank-Analyst Volker Bosse und Xavier Le Mené von der Bank of America sprachen mit Blick auf den Ergebnisausblick von einer Enttäuschung. Zudem belaste, dass es keine Dividende für 2020/21 gebe, schrieben beide. Bosse etwa hatte mit einer Ausschüttung von 0,25 Euro je Aktie gerechnet.

Le Mené rechnet in vorhersehbarer Zukunft nun mit einem nur begrenzten Barmittelzufluss und wartet - wie auch DZ-Bank-Analyst Maul - mit Spannung auf den Kapitalmarkttag am 26. Januar. Denn dann steht voraussichtlich das Strategie-Update des neuen Vorstandsvorsitzenden Steffen Greubel an, der diesen Posten im Mai übernommen hatte.

@ dpa.de