BAYER AG, DE000BAY0017

FRANKFURT - Die Bayer -Aktien kommen aus ihrem Abwärtssog nicht mehr raus: Nach einer weiteren Niederlage im Glyphosat-Prozess rutschten die Anteile des Agrarchemie-Konzerns am Dienstag vorbörslich auf der Handelsplattorm Tradegate um knapp 6 Prozent ab auf 53,14 Euro.

14.05.2019 - 08:42:24

AKTIE IM FOKUS: Bayer droht nach weiterer Gerichtsschlappe Tief seit 2012. Dies wäre der tiefste Kurs seit Sommer 2012. Ein Händler sprach von einer weiteren heftigen Niederlage für den Dax -Konzern. Für Bayer sei es nun an der Zeit, einen gerichtlichen Vergleich anzustreben, der bereits empfohlen worden sei.

Bayer verlor in den USA auch den dritten wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts im kalifornischen Oakland verurteilte den Konzern zu Schadenersatz in Höhe von insgesamt über zwei Milliarden US-Dollar an die beiden Kläger - ein Rentnerehepaar. Dieses macht das Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat für seine Krebserkrankungen verantwortlich.

Nach Einschätzung von Analyst Richard Vosser von JPMorgan ist es aber noch zu früh, um die gesamten Belastungen aus Glyphosat-Prozessen bewerten zu können. Es müssten mindestens zehn bis zwölf Fälle abgewartet werden, und auch der Einspruch des Konzerns in einigen Fällen, um die Belastungen besser abschätzen zu können. Das dürfte nicht vor Mitte 2020 der Fall sein. Vosser stuft die Bayer-Aktien mit "Neutral" ein und liegt mit seinem Kursziel von 70 Euro klar über dem aktuellen Kurs./ajx/jha/

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

@ dpa.de

Weitere Meldungen

'HB': Umstrittene Listen mit Monsanto-Kritikern sorgen für Zoff bei Bayer. Manager von Monsanto seien mit der Art, wie Bayer die Affäre aufklären wolle, unzufrieden und hätten mit Rücktritt gedroht, berichtet das "Handelsblatt" (Donnerstag) unter Berufung auf Unternehmenskreise. DÜSSELDORF - Die Affäre um Listen mit Kritikern des von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzerns Monsanto sorgt laut einem Pressebericht für schlechte Stimmung zwischen den beiden Seiten. (Boerse, 23.05.2019 - 08:25) weiterlesen...

WDH/US-Richter bestellt Mediator im Streit um glyphosathaltige Mittel von Bayer (Im letzten Absatz wurde der dritte Satz neu formuliert.) (Boerse, 22.05.2019 - 20:47) weiterlesen...

US-Richter bestellt Mediator im Streit um glyphosathaltige Mittel von Bayer. Der zuständige Richter Vince Chhabria, bei dem mehrere hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt sind, bestellte auf vorläufiger Basis den angesehenen Mediator Kenneth Feinberg, wie aus Unterlagen vom Mittwoch hervorgeht. Er soll Gespräche zwischen Bayer und den Anwälten von Klägern über einen möglichen Vergleich leiten. Beide Seiten müssen Feinberg, der allerdings noch nicht zu 100 Prozent verpflichtet ist, nun binnen zwei Wochen treffen. SAN FRANCISCO - Ein US-Richter drängt im Streit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter der Bayer -Tochter Monsanto weiter auf den Versuch einer gütlichen Einigung. (Boerse, 22.05.2019 - 20:25) weiterlesen...

NRW-Datenschutzbeauftragte will Auskünfte über Monsanto-Listen. "Wir kennen den Fall bislang nur aus den Medien", sagte ein Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Datenschutzbeauftragte habe den Konzern deshalb um Auskünfte aus erster Hand gebeten. Dabei handele es sich aber zunächst nur um eine Sachverhaltsermittlung, nicht um ein Verfahren etwa wegen der Verletzung von Datenschutzrechten. DÜSSELDORF - Die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte will vom Bayer -Konzern Aufklärung über die vom Tochterunternehmen Monsanto erstellten Listen mit Informationen zu Politikern, Journalisten und Interessengruppen. (Boerse, 22.05.2019 - 10:29) weiterlesen...

Bayer: Umstrittene Monsanto-Listen gab es wohl in mindestens sieben EU-Ländern. Nach aktuellem Stand werde von Listen in Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien und Großbritannien ausgegangen, teilte Bayer am Dienstag in Leverkusen mit. Die von Bayer beauftragte Anwaltskanzlei Sidley Austin soll nun untersuchen, ob es in weiteren Ländern derartige Listen gegeben hat. "Es ist uns wichtig, die Aufklärung des Sachverhaltes voranzutreiben," schrieb Bayer-Chef Werner Baumann Ende der vergangenen Woche in einem offenen Brief an den Deutschen Bundestag. LEVERKUSEN - Der US-Konzern Monsanto hat vor der Übernahme durch Bayer offenbar nicht nur in Frankreich umstrittene Listen mit Kritikern und Unterstützern erstellen lassen. (Boerse, 21.05.2019 - 11:33) weiterlesen...