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COMMERZBANK AG, DE000CBK1001

FRANKFURT - Die Aktien der Commerzbank haben am Freitag nach einem Pressebericht angezogen.

17.09.2021 - 11:07:28

AKTIE IM FOKUS: Commerzbank gefragt - 'HB': Cerberus-Interesse an Staatsanteil. Am Vormittag rückten sie im Xetra-Handel um 4,4 Prozent auf 5,64 Euro vor und überwanden so auch die langfristig relevante 200-Tage-Durchschnittslinie, die Charttechniker stark beachten. Der Investor Cerberus zeige Interesse an den derzeit vom Bund gehaltenen Aktien, schrieb das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

gewann 1,2 Prozent und gehörte so zur Spitzengruppe in der Sektorwertung. Die Aktien der Deutschen Bank lagen im Dax nach einem Spitzenplus von 1,9 Prozent zuletzt noch mit 0,9 Prozent in der Gewinnzone. Bei knapp 11,30 Euro hatten sie im Verlauf einen Höchststand seit Mitte Juni erreicht.

Händler merkten in ersten Kommentaren an, dass Cerberus mit einer Beteiligung von etwa 5 Prozent neben dem deutschen Staat bereits einer der größten Aktionäre des Bankhauses ist. Bei einer Übernahme des Staatsanteils würde der Anteil auf mehr als 20 Prozent steigen. Nach Ansicht von Börsenbrief-Autor Hans Bernecker ist klar: "Mit mehr Macht von Cerberus wird sich der Umbau der Bank beschleunigen." Nach Angaben der Commerzbank halten derzeit auch die Investoren Blackrock und Capital Group jeweils über 5 Prozent der Anteile.

Andere Börsianer ergänzten mit Blick auf die Bundestagswahl, dass sich mit der FDP, der Union und den Grünen gleich mehrere Parteien für einen Ausstieg des Bundes offen gezeigt hätten. Die SPD dagegen habe sich vorsichtiger geäußert.

Laut dem Bericht wird ein Deal auch davon abhängen, wie sich die Corona-Situation und die wirtschaftliche Lage entwickeln und welchen Preis der Bund für den Anteil haben möchte. Das Aktienpaket ist derzeit rund eine Milliarde Euro wert und damit nur einen Bruchteil dessen, was der Bund im Zuge der Finanzkrise gezahlt hatte. Damals hatte es 5,1 Milliarden Euro gekostet. Mit dem Geld wurde das Institut vor dem Kollaps gerettet.

Vom Corona-Rekordtief im Frühjahr 2020 bei 2,80 Euro hat sich der Kurs bislang zwar wieder verdoppelt, die Bund-Beteiligung bleibt aber weit von der Gewinnschwelle entfernt. Nach früheren Angaben der Bundesregierung müsste der Staat etwa 26 Euro je Aktie erzielen, um das Commerzbank-Engagement ohne Verlust zu beenden.

@ dpa.de