GERRESHEIMER AG, DE000A0LD6E6

FRANKFURT - Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hat die Nerven der Anleger am Donnerstag mit seinen Jahreszahlen und dem Geschäftsausblick beruhigt.

14.02.2019 - 11:58:23

AKTIE IM FOKUS: Anleger vertrauen Gerresheimer nach 'gutem' Ausblick wieder mehr. Die Resultate für das alte Geschäftsjahr und die Ziele für die neue Berichtsperiode erschienen gut, kommentierte Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg. Zudem sollte es Anleger zuversichtlich stimmen, dass der erst seit November amtierende Konzernchef Dietmar Siemssen selbstbewusst solide mittelfristige Prognosen vorgestellt habe.

mit einem Plus von noch 9,40 Prozent auf 63,45 Euro an.

Seit dem Kursrutsch im Schlussquartal 2018 bis zum Tief Anfang Januar haben sie sich nun schon um rund ein Viertel erholt. Bis zum Rekordhoch von rund 80 Euro aus dem September 2018 fehlt aber noch ein gutes Stück. Nach dem Rekordhoch hatten Anleger zunächst Kasse gemacht. Der Rückschlag beschleunigte sich dann im Oktober, als sich Wachstumssorgen breit machten.

Diese Befürchtungen scheint Gerresheimer nun ein gutes Stück weit ausgeräumt zu haben. Für 2020 bis 2022 plant Siemssen mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von durchschnittlich 4 bis 7 Prozent pro Jahr. 2020 sollten 21 Prozent des Umsatzes als bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hängen bleiben; in den beiden Folgejahren dann 23 Prozent.

Für gute Stimmung sorgten zudem selbstbewusste Äußerungen zu dem Mitte 2018 übernommenen Medizintechnikanbieter und Spezialisten für Mikropumpen Sensile Medical. Das Schweizer Unternehmen wurde in den neuen Geschäftsbereich Advanced Technologies eingebracht. Noch sind die Umsätze hier überschaubar, doch verspricht sich das Management - auch durch weitere mögliche Übernahmen - reichlich Wachstum. "Der neu geschaffene Geschäftsbereich öffnet neue Türen", sagte Siemssen während der Pressekonferenz zu den Jahreszahlen. Gerresheimer werde zum Komplettanbieter für die Pharmaindustrie.

Ein wenig auf die Euphoriebremse trat indes Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan. Er lobt zwar die Gewinnentwicklung im Schlussquartal und hält die zunächst positive Kursreaktion für nachvollziehbar, allerdings dürfte sich ihm zufolge letzten Endes nicht viel an den Markterwartungen ändern. Zudem verwies er darauf, dass vergleichsweise viele Spekulanten zuletzt auf einen fallenden Gerresheimer-Kurs gesetzt hätten.

Spekulanten, die auf fallende Kurse gewettet haben, können bei Kursanstiegen gezwungen sein, ihre Positionen glatt zu stellen. Dass heißt, sie müssen Aktien kaufen, um ihre Verluste zu begrenzen. Solche manchmal umfangreichen Aktienkäufe können den Kurs dann kurzfristig deutlich antreiben.

@ dpa.de

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